3 Dinge, die du wohl noch nicht über Muttermilch wusstest

Blog Gastartikel: Mini and Me

30.März 2017

Gastbloggerin Jeannine vom Blog Mini and Me hat gerade ganz frisch ihre Ausbildung zur Stillberaterin begonnen. Für ihre heutige Kolumne hat sie sich in diesem Zusammenhang mit dem Thema Muttermilch befasst. Äußerst lesenswert!

Mini and me muttermilch

Foto: miniandme

3 Dinge, die du wahrscheinlich noch nicht über Muttermilch wusstest

In diesem frischen Jahr ist es endlich so weit: Ich habe doch tatsächlich die Ausbildung zur ehrenamtlichen Stillberaterin begonnen und freue mich auf die Herausforderung Kleinkind, Beruf und Ausbildung unter einen Hut zu bekommen. Bereits nach wenigen Tagen überfüllten einige neue Bücher über die Schwangerschaft, Geburt und Babys Ernährung meinen Schreibtisch. Meine Nase ist freilich nicht mehr rauszubekommen. Muttermilch, die von der Natur vorgesehene Nahrung unserer Babys, ist ein wahres Wunder. Ein noch Größeres, als ich bisher dachte. Hier sind drei der unzähligen Gründe*, warum:

 

1. Muttermilch passt sich laufend den Bedürfnissen des Säuglings an.

Und zwar nicht nur in der nachgefragten Menge und von Tag zu Tag, sondern auch während jeder einzelnen Stillmahlzeit. Ist das Baby durstig, saugt es nur kurz und bekommt Milch mit einem geringeren Fettgehalt. Hat es Hunger und nuckelt deshalb länger und stärker, gelangt es an die fetthaltigere Milch. Auch über eine längere Zeitspanne ist sichergestellt, dass das Baby optimal versorgt wird. So steigt die Konzentration der Immunfaktoren in der Muttermilch im Kleinkindalter, da größere Kinder weniger häufig gestillt werden.

 

2. Das Immunsystem eines vollgestillten Babys ist fast so stabil wie das der Mutter.

Alle Inhaltsstoffe, die das Baby braucht, sind genau in der Form enthalten, die es optimal verwerten kann. Lebende Zellen in der Muttermilch lassen schädliche Bakterien und Viren im heranreifenden Körper des Säuglings nicht wachsen. Die genauen Bestandteile der Muttermilch sind übrigens immer noch unerforscht.

 

3. Stillen ist auch für die Mutter gesund.

Die beim Stillen ausgeschütteten Hormone fördern die Bindung zum Baby und helfen, sich vom emotionalen und körperlichen Stress der Geburt zu erholen. In Kulturen, in denen Mutter und Baby gleich nach der Geburt selbstverständlich zusammen sind und nach Bedarf gestillt wird, gibt es weniger postnatale Depressionen und auch der Baby Blues tritt weniger häufig auf. Hat eine Mutter Diabetes, so wird in der Stillzeit oftmals weniger Insulin benötigt. Stillen verringert auch das Risiko, an gewissen Krebsarten - wie zum Beispiel Brust- oder Gebärmutterhalskrebs - zu erkranken. Es wird vermutet, dass das Risiko weiter sinkt, je länger eine Frau stillt.

Muttermilch ist ein Wunder. Wenn du das Glück hast, davon Gebrauch machen zu können, dann bitte, tu es! Auch abgesehen von den gesundheitlichen und psychischen Vorteilen für dich und dein Kind ist es die unkomplizierteste Möglichkeit, dein Baby zu ernähren: Immer griffbereit, immer in der richtigen Temperatur und daheim vergessen kannst du Muttermilch auch nicht. :) 

Lass dich bei Unsicherheiten kompetent beraten, am besten von einer ausgebildeten Stillberaterin. Vielen von ihnen arbeiten auch ehrenamtlich und stehen für telefonische und persönliche Beratungen zu deiner Verfügung!

*Quelle: Das Handbuch für die stillende Mutter, La Leche League Schweiz

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