Die vorbereitete Umgebung nach Montessori

Blog Gastartikel Mini and Me

06.Okt 2017

Gastbloggerin Jeannine von Mini and Me ist unsere Montessori Expertin. In dieser Kolumne erfahrt ihr, wie das Umfeld eines Kindes laut Montessori so gestaltet, dass es seine Kreativität und seinen Entdeckungsdrang bestmöglich ausleben kann.  

Waschtisch nach Montessori

Foto: © Mini and Me

Montessori Erziehung: Maria Montessori hat erkannt, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, um das Kind ganz individuell in seiner Entwicklung zu unterstützen. Wege, wie es im eigenen Tempo und den aktuellen Interessen entsprechend, natürlich lernen kann.

„Das Kind benötigt seiner jeweiligen Entwicklungsstufe entsprechend eine andere Umgebung. Die vorbereitete Umgebung ist also nichts Starres, Gleichbleibendes, immer und überall Identisches, sondern etwas im höchsten Maße Flexibles und Unterschiedliches, das die Einfühlung, Kenntnis und Fantasie der PädagogInnen herausfordert.“ 

Die Gegenstände, mit denen unsere Kinder arbeiten können, genauso wie deren Präsentation und auch die Menschen, die das Kind dabei begleiten, sind Teil dieser Umgebung.Ein Beispiel, das wir auch selbst sehr früh bei uns zu Hause umgesetzt haben, ist der Waschtisch meiner Tochter. Er sowie die Dinge, die sich darauf befinden, bilden den Rahmen. Ich, als Bezugsperson, begleite mein Kind dabei, ihn zu erforschen. Das tue ich, indem ich mich neben mein Kind setze und zeige, was es zum Beispiel machen kann.

Dann ziehe ich mich, wenn mein Kind das möchte, zurück und beobachte, wie es in seinem ganz individuellen Tempo seiner Kreativität und dem Entdeckerdrang freien Lauf lässt. Hierbei ist es für uns als Eltern wichtig, geduldig zu sein und dem Kind den nötigen Freiraum zu geben, auch selbst Entdeckungen zu machen. Es geht also nicht darum, dass unser Kind genau dasselbe tut, was wir gerade vorgezeigt haben. Wir helfen, wenn unser Kind das möchte und danach verlangt. Sobald es in seine Tätigkeit vertieft ist, beobachten wir, freuen uns und dürfen auch staunen über all die Ideen, die so natürlich passieren.

Auch ein Tablett mit unterschiedlichen Naturmaterialien, liebevoll und übersichtlich sortiert, mit einer Lupe und zum Beispiel auch einem Mörser, kann eine solche Umgebung sein. Unserer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, „Räume" für unsere Kinder zu gestalten, in denen sie sich, ganz ihrem Interesse entsprechend, entfalten können.

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