Zahnpflege in der Schwangerschaft - 10 Tipps

So schützt du deine Zähne!

31.Jul 2017

Schon mal vom Sprichwort „Jedes Kind kostet dich einen Zahn“ gehört? Nun, dass es sich dabei um ein Ammenmärchen handelt, kann man sich denken – und doch ist ein kleiner Funken Wahrheit dran. Denn während du schwanger bist, sind Zähne und Zahnfleisch ganz besonders anfällig. Eine sorgfältige Mundhygiene und die richtige Zahnpflege in der Schwangerschaft sind daher ganz besonders wichtig. Wir verraten dir, was du beachten solltest.

 

Zahnpflege in der SchwangerschaftFoto: MAM

Warum ist Mundhygiene in der Schwangerschaft so wichtig?

Die mit der Hormonumstellung einhergehenden körperlichen Veränderungen haben auch Auswirkung auf die Mundgesundheit von werdenden Mamas. Und diese betreffen nicht nur dich, sondern auch dein Kind. Denn Zahnschäden können zu gesundheitlichen Problemen mit den inneren Organen führen und Infektionen des Zahnfleisches werden immer wieder mit Frühgeburten in Zusammenhang gebracht. Neben Karies kommen gerade im zweiten Trimester vermehrt Parodontose und Schwangerschaftsgingivitis vor. Oftmals bedingt durch mangelnde oder nachlässige Pflege.

10 Tipps zur Zahnpflege in der Schwangerschaft

  • Das A und O: Sei beim Zähneputzen ganz besonders gründlich! Auch wenn es schwerfällt: Nehme dir Zeit beim Putzen - zwei bis drei Minuten sollten es schon sein. Denn Eile und Hektik führen schnell zu Verletzungen im Zahnfleisch. Diese wiederum sind ideale Angriffspunkte für Bakterien.
  • Verwende eine weiche Bürste! Schließlich willst du das jetzt ohnehin schon so empfindliche Zahnfleisch nicht unnötig strapazieren. Und: Niemals zu fest aufdrücken! Denn sonst ist Zahnfleischbluten vorprogrammiert. 
  • Ebenfalls ein Muss: regelmäßig Zahnbürste wechseln. Umso älter die Zahnbürste, umso wohler fühlen sich die Bakterien und haben nichts Besseres zu tun, als sich rasant zu vermehren.
  • Viel Wasser trinken! Dies fördert die schützende Speichelproduktion.
  • Gewöhne dir ein Putzschema an! Beginne mit der Außenseite des Oberkiefers: von links, über die Mitte, nach rechts. Dann das Gleiche mit dem Unterkiefer. Den ganzen Prozess wiederholst du auf der Innenseite des Gebisses, zum Schluss kommen noch die Kauflächen dran.

- FOTO MAM BROSCHÜRE-

  • Ständig Schwangerschaftsgelüste auf Schokolade, Gummibärchen und Co? Unser erhöhter Appetit auf Süßes steigert auch die Kariesgefahr. Also lieber einmal am Tag Süßes essen und danach gleich Zähne putzen als ständig zu naschen oder süße Getränke zu trinken.
  • Für zwischendurch und unterwegs: Mundwasser auf pflanzlicher Basis ist nicht nur wohltuend erfrischend, sondern auch desinfizierend. Dasselbe gilt für Zahnpflegekaugummis.
  • Mit Zahnseide die Zahnzwischenräume säubern – da führt kein Weg dran vorbei! 
  • An Morgenübelkeit kommen viele Schwangere nicht vorbei. Erbrechen ist aber nicht nur unangenehm, die aggressive Magensäure kann auch deinen Zahnschmelz schädigen. Spüle deshalb immer direkt deinen Mund mit Wasser aus. Mit dem Putzen noch ca. 30 Minuten warten, da die Bürste deinen Zahnschmelz zusätzlich schaden würde. Lieber zinnfluoridhaltige Mundspülung verwenden - diese wirkt antibakteriell, beruhigt das Zahnfleisch und hilft den Zahnschmelz zu remineralisieren.
  • Must Do: Mindestens einen Kontrolltermin beim Zahnarzt einplanen! Und zwar zwischen der 14. und 20. Schwangerschaftswoche – am Besten direkt mit einer professionellen Mundhygiene-Behandlung verbinden.  So gehen Kontrolle und Vorbeugung miteinander einher.

Du willst mehr über das Thema erfahren? MAM hat gemeinsam mit Dr. Yvonne Wagner, Spezialistin für Kinder- und Jugendzahnheilkunde aus Jena, die Broschüre „Mundhygiene“ erstellt. Hierin werden nicht nur die Zusammenhänge rund um die Entwicklund von Mund und Zähnen verständlich erklärt, sie hält auch allerhand Zahnpflege Know How bereit: von der Zeit der Schwangerschaft bis zum 3. Lebensjahr.

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