10 Fakten zum Wunschkaiserschnitt

Diese Dinge solltest du unbedingt wissen

18.Aug 2017
Deutsch

In Deutschland und Österreich kommt heutzutage im Schnitt bereits jedes dritte Kind per Kaiserschnitt zur Welt. Tendenz steigend! Doch selbst bei Frauen, die sich zu einem Wunschkaiserschnitt entschließen, bleiben viele Fragen offen. Und mit den Fragen auch Zweifel und Ängste über etwaige Nachteile und Auswirkungen auf Mama und Baby. Wir haben für euch den Fakten Check gemacht – und verraten 10 Dinge, die man über Kaiserschnitt (Sectio Caesarea) wissen solltest.

10 Fakten zum Wunschkaiserschnitt

Foto: Shutterstock 

10 Fakten zum Kaiserschnitt

1. Viele Kliniken holen das Baby bei einem Wunschkaiserschnitt verfrüht, etwa in der 38. SSW (Schwangerschaftswoche). Besser ist es den natürlichen Wehenbeginn abzuwarten. Wenn der vom Kind gewählte Geburtstermin respektiert wird, kommt es seltener zu Adaptionsproblemen beim Neugeborenen. Wird dem Baby während des natürlichen Geburtsvorgangs beim Passieren des Geburtskanals die mit Fruchtwasser gefüllte Lunge ausgepresst, so ist dies bei einer Geburt per Kaiserschnitt nicht möglich. Demgemäß kommt es hier häufiger zu Komplikationen – insbesondere bei Atmung, Stoffwechsel und Durchblutung.

2.  Da sich das Neugeborene durch die Operation relativ plötzlich an die äußeren Gegebenheiten durch die Kaiserschnitt Operation anpassen muss, steigt vermutlich das Risiko für Asthma, Allergien, aber vermutlich auch für Diabetes und Krebs. Denn die Ausschüttung von Stresshormonen und der Kontakt mit Bakterien des Vaginaltraktes während einer natürlichen Geburt, aktiviert die Immunabwehr des Kindes. Beim Kaiserschnitt entfällt dieser Effekt. 

3.  Das Baby ist gänzlich unvorbereitet, wenn es den Eintritt der Wehen nicht spürt. Es ist für das Kind, als ob es aus dem Schlaf gerissen wird. Dies kann die Mutter-Kind-Bindung negativ beeinflussen und auch Auswirkungen auf das Stillverhalten des Neugeborenen haben.

4. Eine Kaiserschnittentbindung ist ein nachhaltiger Eingriff in den Körper. Die Öffnung in der unteren Bauchregion muss groß genug sein, damit der Kopf des Babys hindurch passt. Die Größe des Kaiserschnitts wird aber von vielen Frauen unterschätzt. Verheilt ist die Wunde erst nach rund sechs Wochen.

5. Eine Operation birgt immer Risiken! So kann es durch den Kaiserschnitt zu Wundinfektionen und Blutverlust aber auch zu anderen Komplikationen kommen. Entsprechend länger dauert auch die Regeneration der Mutter nach einem Kaiserschnitt: Der Krankenausaufenthalt ist im Schnitt drei Tage länger als bei einer normalen Entbindung.

6. Der Bauchschnitt, der bei einer Kaiserschnittgeburt entsteht, kann lange Zeit schmerzhaft sein. Und das schränkt dich als frischgebackene Mama bei der Betreuung des Babys ein.

7. Inwiefern die Kosten des Wunschkaiserschnittes übernommen werden, hängt von deiner Krankenkasse ab. Aber Achtung: Berücksichtige, dass nicht jede Geburstklinik den Wunschkaiserschnitt durchführt! 

8. Bei einer erneuten Schwangerschaft kann durchaus eine natürliche Geburt stattfinden. Risiken, wie Blutungen und Verletzungen sind bei einem weiteren Kaiserschnitt deutlich erhöht.

9. Ob der Kaiserschnitt tatsächlich angenehmer ist, als eine vaginale Geburt sei dahingestellt. Der Geburtsvorgang selbst verläuft zwar schmerzfrei, aber die Schmerzen jedoch, die sich die werdende Mama hier erspart, holen sie meist nach der Geburt durch die schmerzende Narbe wieder ein.

10. Nicht zu vergessen: durch den Wunschkaiserschnitt wird auch das emotionale Feeling beim Geburtserlebnis stark getrübt. Und: kein Schmerz der Welt ist so sinnvoll wie der Wehenschmerz. So unerträglich er im Voraus und auch währenddessen erscheinen mag, sobald du deinen Sprössling in den Armen hältst, wirst du nichts als pures Glück empfinden. Indianerehrenwort. 

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