3 Ideen fürs stressfreie Zähneputzen mit Kleinkindern

Blog Gastartikel: Mini and Me

30.Jan 2018
Deutsch

Zähneputzen mit Kleinkindern sorgt in vielen Familien nicht unbedingt für Begeisterung. Diese drei Impulse von Gastbloggerin Jeannine von Mini and Me können bei allen Beteiligten für etwas Entspannung sorgen und so dabei helfen, die Stimmung zu heben.

3 Ideen fürs stressfreie Zähneputzen mit Kleinkindern

Foto: Mini and Me

Ich weiß noch, wie erstaunt ich war, als meine Tochter – nachdem das Zähneputzen als Baby kaum Thema war für uns – plötzlich etwas dagegen hatte. Und zwar so richtig! Schnell kamen wir an den Punkt, an dem ich ein beklemmendes Gefühl um die Brust bekam, wenn ich wusste, dass „es“ wieder sein muss.

Zwei Dinge haben mir dabei geholfen, mich hierbei zu entspannen: Mir meiner Angst bewusst zu werden und ein wenig mehr Flexibilität an den Tag zu legen. Wie so oft bei Themen, die uns Eltern ins Schwitzen bringen, ist es auch bei der kindlichen Hygiene so: Wir haben einmal gelesen oder die Ärztin hat uns gesagt, dass das Kind täglich duschen und eben zwei Mal täglich die Zähne putzen muss. Morgens und abends – ist doch klar! Dass wir hier (wie bei allen anderen Themen) auch hinterfragen und unseren ganz eigenen Weg mit unseren Kindern finden dürfen, ist nicht automatisch klar!

Druck erzeugt Gegendruck. Bin ich aber flexibel und biete dem Kind Alternativen, spürt es, dass ich seinen Wunsch sehe und ernstnehme. Es darf mitbestimmen – etwas, das klar sein sollte, wenn es schließlich um seinen eigenen Körper geht und darum, was damit geschehen soll. Bleibt man entspannt, was die Uhrzeit des Zähneputzens angeht, und manchmal (in schwierigen Situationen) sogar die Häufigkeit, kann das dabei helfen, die angespannte Situation nachhaltig zu entspannen.

Von Seiten der Zahnärzte gilt: Lieber einmal gründlich Zähneputzen, anstatt drei Mal nur kurz. Mit diesem Wissen gewappnet und dem Blick aufs Kind und seine Bedürfnisse, fällt es womöglich schon leichter, nicht die Angst vor möglichen Folgen im Fokus zu haben, sondern die Beziehung zum Kind.

Drei Dinge, die bei uns in der schwierigen Zeit für Erleichterung sorgten, waren:

 

  • Zähneputzen mit einer Handpuppe. Einmal putzte der Kasperl und lachte dabei laut, ein andermal war es die Hexe, die den Belag wegzauberte und das dritte Mal der Opa, der ganz unsicher war, ob er auch alles richtig sauber geputzt hatte.
  • Mithilfe von Büchern thematisieren. Unser Favorit ist das Buch „Zähne putzen, Pipi machen“ aus der Wieso, Weshalb, Warum Serie.
  • Vorleben, gemeinsam putzen oder gegenseitig. Vielleicht kann man dabei auch noch Grimassen schneiden oder kleine bunte Bakterien jagen.

 

Den einen Weg, die eine Idee, die immer passt, gibt es nicht. Deshalb finde ich es so wichtig, auch hier verschiedene Dinge zu versuchen und immer gemeinsam mit den Kindern neugierig zu erforschen, was für die eigene Familie stimmig ist.

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