3 Pros & Cons zum Zweitnamen des Babys

Echt cool oder komplett überflüssig?

02.Aug 2019
Deutsch

Der zweite Vorname für das Baby ist so eine Sache. Für die einen ein gekonnter Kompromiss um den sich anbahnenden Familienzwist abzupuffern, andere erheben ihn regelrecht zum trendigen Kultstatus. Ein Must-Have also, um jeglichem Anflug von Mittelmäßigkeit die Stirn zu bieten? Oder handelt es sich etwa um die wohlüberlegte Vorausschau im Hinblick auf die Notwendigkeit einer eindeutig codierten E-Mail-Adresse?

Mama mit Baby

Wir sind dem Thema Zweitnamen nachgegangen. Denn ähnlich wie bei Taufsprüchen gibt man sich heute nicht mehr mit purer Tradition oder schalen Allgemeinplätzen zufrieden. Im Gegenteil. Jeder Name ist bedeutungsschwer und provoziert einen tiefen Blick in die jeweilige, raffinierte Familiengeschichte. Oder?
 

3 x Pro Zweitnamen

Pro #1 Generationsübergreifende Namensgebung hat einen sentimentalen Reiz.
Statt ehemals bei Ur-Oma Marie Luisa ist es heute Chantal Luisa. Oder es wird richtig neu und kurios wie bei den Ochsenknechts. (Die Kinder heißen Jim Blue, Wilson Gonzales und Cheyenn Savannah.)

Pro #2 Um die Partnerschaft nicht unnötig zu strapazieren, also der Fairness halber, dürfen Mama UND Papa mindestens einen Namen geben. Oder auch Taufpate und der engste Kreis der Familie. Das stärkt die Bindung!

Pro #3 Wer auf Unisex Namen steht, zum Beispiel wenn du Zwillinge erwartest und das jeweilige Geschlecht noch unklar ist, kannst du nach der Geburt mit der Wahl eines zusätzlichen Namens das unvermeidliche Chaos in der Kita oder am Schulhof vermeiden. Geschlechtlich eindeutige Zweitnamen machen also Sinn.
 

3 x Contra Zweitnamen

Con #1 Namen sind reine Geschmackssache. Allerdings kann die Endlosreihe an extra    schönen/exotischen Namen beim Erstkind deinen Einfallsreichtum erschöpfen.
Schließlich ist das zweite und dritte Kind frustriert, wenn es mit vergleichbar unkreativen Namen abgespeist wird. Nach dem Motto: „Du musst dich mit dem Rest vom Fest zufrieden geben“. Und: du hast dadurch deine Lieblings-Rufnamen vergeudet.

Tipp: nicht alle Asse beim ersten Baby ausspielen!

Con #2 Nicht nur das Kind kann später überfordert und irritiert sein, wenn der Zweitname dem ersten die Show stiehlt. Oder du stehst auf Kurznamen und verniedlichst ihn schon am Standesamt. Was letztlich bleibt ist ein Erwachsener, der nun für immer Mädi oder Bubi heißt. Da wären wir wieder bei kuriosen Babynamen angelangt.

Con #3 Dass der Zweitname heute im Trend liegt, ist nicht für die Ewigkeit in Stein gemeißelt. In 20 Jahren ist dieser Neu-Adel bei der Namensgebung womöglich lästig und wird später mit hohem administrativen Aufwand abgeändert. Wer weiß das schon?
 

Welche Namen im Vorjahr 2018 top modisch waren, erfährst du hier. Wir sind gespannt, was sich in diesem Jahr tut und welche Newcomer-Namen die Rangliste füllen werden! Hast du schon eine Idee dazu? Dann schreib sie uns doch in den Kommentaren!
 

Foto: Shutterstock

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