3 Tipps für die Wundheilung im Wochenbett

Tu´ dir was Gutes!

27.Aug 2018
Deutsch

In der ersten Zeit des Wochenbettes sind die Strapazen der Geburt für jede frischgebackene Mama deutlich spürbar. Ganz unabhängig davon, wie die Geburt verlaufen ist. Die Wundheilung im Frühwochenbett zählt dabei hinter verschlossenen Türen der Klinik oder des Geburtshauses ein wenig zu den selten thematisierten Tabuthemen. Meist wird nur mit der Nachsorgehebamme der Verlauf der Wundheilung unter vier Augen besprochen. 

3 Tipps für die Wundheilung im Wochenbett

Foto: Shutterstock
 

Gibt es keine Komplikationen wie Infektionen oder Rückbildungsstörungen, kannst du den Prozess der Heilung nun selbst in die Hand nehmen und kräftig unterstützen. Dabei geht es zum Beispiel um den Umgang mit dem Wochenfluss, der als Wundsekret nach der Ablösung der Plazenta einsetzt. Dann um die Heilung nach einem Dammriss oder Dammschnitt. Aber auch um die richtige Reaktion, wenn sich psychische Probleme wie Baby-Blues oder eine Wochenbettdepression ankündigen. Das Allerwichtigste für dich als Wöchnerin ist erst mal ganz viel Ruhe!
 

  • Kraftbrühe für die Wöchnerin

Neben deiner Schonung beugt unmittelbar nach der Geburt eine lang gekochte Wochenbettsuppe Erschöpfungszuständen vor. Traditionell werden auf der ganzen Welt für Mütter Gemüsekraftbrühen, Fisch- oder Hühnersuppen gekocht, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Diese kräftigen Suppen köcheln und brodeln dabei bis zu 12 Stunden auf dem Herd, damit alle gesunden Inhaltsstoffe der frischen Kräuter, Wurzeln und des Gemüses in das Wasser der Brühe übergehen. Rinder-, Hühner- oder Fischknochen wirken zusätzlich erwärmend und nährend. Sie bauen das Blut und die Körpersäfte wieder auf. Lass´ dir von Freunden oder vom frischgebackenen Papa täglich eine Kraftbrühe zubereiten, sie ist ganz einfach das Beste für die frischgebackene Mama! Für deinen Körper, und nicht zuletzt für ein stabiles Nervenkostüm.
 

  • Wochenfluss und Rückbildung fördern

Der Blutfluss im Wochenbett transportiert während der Wundheilung Plazentagewebe, Schleim und Blut aus deinem Körper ab. Länge und Intensität der Blutung hängen vom Geburtsverlauf ab, oder etwa ob die Plazenta bei einem Kaiserschnitt entfernt wurde. Anfangs kann sich ein hellroter Blutschwall ergießen. Nach längstens zwei Wochen wird das Blut bräunlich und fließt viel schwächer. Damit es dabei nicht zu Infektionen kommt, solltest du in den ersten Wochen nach der Geburt auf Vollbäder verzichten und stattdessen lieber duschen. Eine Hebamme unterstützt dich im Rahmen der Hausbesuche.Sie kann die Rückbildung der Gebärmutter durch eine spezielle Massage in die Gänge bringen, und so den Wochenblutfluss anregen. Aber auch das Stillen des Babys begünstigt deren Rückbildung durch die Ausschüttung des Hormones Oxytocin.
 

  • Den Dammbereich pflegen

Nicht immer ist ein Dammriss oder Dammschnitt zu vermeiden. Wichtig ist, dass du viel Flüssigkeit zu dir nimmst und trinkst, damit der Urin an der Naht weniger brennt. Zum Kühlen kannst du ein Coolpack auflegen. Allerdings nur für wenige Minuten, damit die Durchblutung nicht unterbrochen wird. Sobald die Dammnaht beginnt zu spannen, entfernt deine Hebamme die Fäden. Arnika oder Ringelblumen-Spülungen können danach die Heilung sanft beschleunigen. 

Wichtig: Eine Hebamme kommt zur Nachsorge zu dir nach Hause. Sie lässt dich wissen, wie die Wundheilung vorangeht. Die Kosten dafür übernimmt die Krankenkasse! 

Mit Rückbildungsgymnastik solltest du erst beginnen, wenn du dich wirklich fit dafür fühlst. Leichte Beckenbodenübungen kannst du im Bett aber schon wenige Tage nach der Geburt machen. Sex ist auch während des Wochenflusses möglich, allerdings solltet ihr zur Vermeidung von Infektionen Kondome verwenden. Weitere Tipps findest du in unserem Wochenbett-Survival-Guide. Lass´ dich ausgiebig von Familienmitgliedern und Freunden unterstützen und diese Tage zur puren Zeit für Wellness werden!

 

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