32.-35. Schwangerschaftswoche

Was passiert? Wie entwickelt sich das Baby?

09.Feb 2020
Deutsch

​So sieht’s jetzt aus: Die Entwicklung des Kindes im Bauch

Das Baby ist zwischen 42-46 cm groß und ungefähr 1,7–2,4 kg schwer. Der Kopfdurchmesser liegt um die 8 cm.

Es wird fleißig Gewicht zugelegt, um genug Reserven für die Zeit nach der Geburt zu haben und eine Polsterung zur Erhaltung der Körpertemperatur. Bewegungen des Kindes sind nun oft schon von außen sichtbar. Die Entwicklung der Lunge geht rasch voran, was die Gefahr für Komplikationen bei einer Frühgeburt deutlich reduziert. Das Baby hat nun wahrscheinlich schon einen eigenen Schlaf-Wach-Rhythmus, schläft aber insgesamt sehr viel.

Die Sinne sind voll ausgebildet. Das Baby kann Stimmen in der Umgebung wahrnehmen und unterscheiden.

 

Schön langsam sollte sich das Kind in Geburtsposition begeben – der Platz im Bauch wird immer weniger und eine Drehung ist bald nicht mehr möglich.

 

Und so geht es der Mutter

Die Gewichtszunahme beträgt in den letzten Wochen rund ein halbes Kilo pro Woche. Der Bauch wächst langsam zu seiner maximalen Größe heran.

Viele Frauen sind nun nicht mehr so energiegeladen wie noch in den Wochen davor. Solltest du öfter müde und erledigt sein, ist das ganz normal. Ruhe dich aus und versuche abzuschalten – auch wenn sich in deinem Kopf schon alles um die Geburt und die Vorbereitungen dreht. Pausen sind jetzt besonders wichtig.

Bei vielen Frauen spannt und juckt vor allem die Haut auf dem Bauch. Tägliches Cremen kann lindernd wirken. Zusätzliche Belastungen für die Haut wie z.B. Vollbäder sollten eher vermieden oder nur mit einer anschließenden reichhaltigen Pflege begleitet werden.

Der Körper bereitet sich nun immer spürbarer auf die Geburt vor. Das betrifft unter anderem die Lockerung der Bänder und Gelenke. Außerdem lagert sich vermehrt Wasser ein. Das kann zu Beschwerden wie dem Karpaltunnelsyndrom führen – unangenehme Handgelenksschmerzen. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin über mögliche Behandlungen. Dehnungsübungen, Umschläge oder Schienen können gegen den nervenden Schmerz, der häufig nachts auftritt, helfen. Bei Schmerzen im Kreuz oder mit dem Becken wie z.B. dem Iliosakralgelenk (ISG-Syndrom) kann eine Physiotherapie und/oder Osteopathie helfen.

 

Wichtig:

In der 32. Woche beginnt in Österreich der Mutterschutz, in Deutschland 6 Wochen vor der Geburt! Während dieser Schutzfrist besteht Anspruch auf das Wochengeld bzw. das Mutterschaftsgeld. Informationen dazu bieten unter anderem die Österreichische Arbeiterkammer bzw. die deutsche Mutterschaftsgeldstelle.

 

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Quellen:
https://www.netdoktor.at/familie/schwangerschaft/33-ssw-6804787

https://www.arbeiterkammer.at/mutterschutzregelung
https://www.netdoktor.de/krankheiten/isg-syndrom/
Foto: Shutterstock

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