38.-40. Schwangerschaftswoche

Was passiert? Wie entwickelt sich das Baby?

08.März 2020
Deutsch


Foto: Shutterstock
 

So sieht’s jetzt aus: Die Entwicklung des Kindes im Bauch

Das Baby ist ca. 49 - 52 cm groß und ungefähr 3 - 3,5 kg schwer. Der Kopf hat einen Durchmesser von ca. 10 cm.

Wenn das Baby jetzt kommt, spricht man nicht mehr von einer Frühgeburt – alles ist so weit entwickelt, dass das Baby auch ohne medizinische Hilfe keine „Anpassungsprobleme“ mehr hat. Man spricht von einer termingerechten Geburt. Das ist übrigens auch noch bis zur 42. Schwangerschaftswoche der Fall, falls sich das Baby länger Zeit lässt.

Die Fruchtwassermenge nimmt ebenso wie die Käseschmiere am Körper und die Lanugo-Behaarung weiter ab. Das Kind hat nun kaum noch Platz für Bewegungen.

 

Und so geht es der Mutter

Höchststand bei der Bauchgröße! Viele Frauen überkommt noch einmal ein richtiger Putzfimmel – der „Nestbautrieb“ ist voll im Gange. Manchmal ist die letzte Phase vor der Geburt auch von innerer Unruhe geprägt. Der Schlaf kann schlecht sein und das Becken schmerzen. Häufig ist auch ein unangenehmes Ziehen in der Scheide und im Kreuz. Die Liste der weiteren Beschwerden ist manchmal so lang wie das Maßband um den Bauch: Unterleibsschmerzen, Verdauungsprobleme, Hämorrhoiden, Übelkeit und mehr können zeitweise oder dauerhaft vorhanden sein.

Wehen können nun jederzeit losgehen. Sie unterscheiden sich von Senkwehen durch ihre Regelmäßigkeit. Ein guter Test ist auch, sich in die warme Badewanne zu legen. „Harmlose“ Wehen vergehen oft bei dieser Art der Entspannung. Muttermundwirksame Wehen – das heißt Kontraktionen, die lange und stark genug sind, dass sich der Muttermund öffnet – verschwinden dagegen nicht. Sie folgen unbeirrbar einem immer kürzer werdenden Rhythmus und halten eine Minute und länger an. Auch Durchfall kann ein Hinweis auf die bevorstehende Geburt sein.

Aber Achtung: in die Badewanne sollten hochschwangere Frauen mit Wehen nur, wenn noch ein anderer Erwachsener in der Nähe ist, falls Kreislaufprobleme auftreten. Alleine kann der Wehentest auch mit einer anderen Form von Wärme wie z.B. mit einem Kirschkernkissen im Bett probiert werden.

Ein klares Zeichen dafür, dass die Geburt losgeht sind nicht nur Wehen: es kann auch zu einem Blasensprung kommen oder der Schleimpfropf abgehen.

Wenn der Geburtstermin vorüberzieht und nichts passiert, ist das nichts Ungewöhnliches. Das kann auch ganz einfach an einer „Fehlberechnung“ der Schwangerschaftswochen liegen. Schließlich hängt die Dauer der Schwangerschaft auch davon ab, wann es tatsächlich zur Befruchtung und Einnistung kam. Das ist wiederum vom Eisprung abhängig und der kann in einem Zyklus mal früher und mal später stattfinden. Es kann sein, dass ab dem errechneten Geburtstermin öfter Kontrollen per CTG und/oder Ultraschall gemacht werden – dein Arzt bzw. deine Ärztin weiß mehr dazu.

 

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Quellen:
https://www.netdoktor.at/familie/schwangerschaft/39-ssw-6804840
https://www.netdoktor.de/schwangerschaft/41-ssw/ 

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