5 Facts über das Trotzalter

Was steckt hinter den Wutausbrüchen?

07.Aug 2019
Deutsch

Allen Eltern ist klar, dass das Trotzalter des Nachwuchses auf sie zukommt. Mama und Papa hoffen aber dennoch oft, dass ihr eigener Sprössling diese Phasen gar nicht nötig hat. Sie meinen, allen Verstimmungen und Wehwehchen mit besonders viel Geduld und Gelassenheit entgegenwirken zu können. Doch ist das wirklich so?

Kleinkind im Trotzalter

Wir sind der Meinung, der Tag kommt auch für die hingebungsvollsten aller Eltern, an dem ihr Kleines mit einem wütenden „Lass mich, das kann ich selber!“ oder „Ich will aber!“, „Das will ich nicht!“, begleitet von schrillem Gebrüll und einem Sich-auf-den-Boden-werfen-Wutanfall konfrontiert werden. Aber muss das sein? Führt da kein Weg dran vorbei? Der süße kleine Knopf, der eben noch vollkommen entspannt in sein Spiel vertieft war, schafft es innerhalb von Sekunden total auszurasten. Gerade war noch alles in Ordnung, doch von einer Sekunde auf die andere steht die Welt Kopf.

Erziehungs-Spezialisten lassen uns wissen, dass diese sogenannte „Trotzphase“ beim Kind ein wichtiger Entwicklungsschritt ist. Tja, da müssen Jungeltern also wirklich einfach durch! Wir haben für dich recherchiert und 5 Facts über die Trotzphase zusammengetragen.
 

Klärende Antworten zu häufig gestellten Fragen zum Trotzalter:
 

1. Wann beginnt die berüchtigte Trotzphase?

Das gefürchtete Trotzalter kann zwischen dem ersten und fünften Lebensjahr eintreten. Aber es gibt schon im Babyalter erste Anzeichen von Frust, wie zum Beispiel, wenn das Krabbeln nicht auf Anhieb klappt. Je nach Charakter des Kleinen und je nach Erziehungsstil der Eltern, hält diese Phase dann unterschiedlich lange an. Ein eigener Wille wird entwickelt und das geht damit einher, den eigenen Kopf durchzusetzen. Egal was es kostet!
 

2. Was ist ein Wutanfall?

Plötzliche Wutanfälle beim Nachwuchs sind ein Zeichen von aufgestauten Gefühlen. Dabei handelt es sich nicht nur um blanke Dickköpfigkeit. Es ist ein Entladen von einem Mix aus Enttäuschung, Frust, Sorgen, aber auch Ängsten. Doch auch wenn die Kleinen müde oder hungrig sind kann es schnell zur Überreaktion kommen.
 

3. Was soll ich tun?

Dein Kleines will die Welt erobern und das nach seinen eigenen Spielregeln. Es lotet dabei Grenzen aus. Für Eltern bedeutet das, dass sie im Moment klar darauf reagieren und auch mal „Nein“ sagen sollten. Verhandlungen oder Erklärungen machen während so einer plötzlichen Kurzschluss-Szene wenig Sinn. Erst nachdem sich das Kind wieder beruhigt hat, können die Hintergründe friedlich aufgearbeitet werden. Verlässliche Regeln im Vorhinein können auch Abhilfe schaffen. Diese geben deinem Kind Halt und vielleicht kommt es deshalb nicht so schnell auf die Idee, die Grenzen zu sehr auszureizen. Manchmal ist es auch hilfreich, das Kleine abzulenken. Schon einfache Sätze wie „Komm, wir gehen in den Garten spielen!“ bringen viele Kinder wieder auf andere Gedanken, sodass sie manchmal sogar den Trotzanfall ganz schnell vergessen.
 

4. Was passiert in der Trotzphase?

Während der Trotzphase entwickelt das Kind die Fähigkeit sein Selbstvertrauen zu stärken. Dein Mini-Du lernt in dieser Phase mit seinen Gefühlen umzugehen und diese in den Griff zu bekommen. Das ist besonders essenziell für das spätere Leben und soziale Beziehungen. Es ist außerdem ein erster wichtiger Schritt in seine Unabhängigkeit und wichtig für seinen Selbstwert. Wenn der kleine Starrkopf etwas selbst machen will, dann sollten Eltern das im gegebenen Fall zulassen. Selbst wenn klar ist, dass das Kleine in seinem Vorhaben scheitern wird. Es soll die Gelegenheit erhalten, wie die Großen „Nein“ zu sagen. Wichtig ist dabei, dass du als Mama oder Papa jederzeit deine Hilfe anbietest.
 

5. Wie soll ich damit umgehen?

Dein Kleines stärkt nun seine Ausdauer und sein Durchhaltevermögen. Es will dich mit seiner Dickköpfigkeit nicht provozieren. Die Reaktion der Eltern spielt aber eine wichtige Rolle in diesem Lernprozess. Bei den ersten größeren Konflikterfahrungen nimmt das Kind seine aufgebrachten Gefühle wahr und lernt mit seiner Wut umzugehen. Je gelassener du also mit diesen Ausbrüchen umgehst, desto eher begreift dein Schatz, dass er immer und ohne Einschränkung geliebt wird. Die Devise lautet also: cool bleiben! Dann klingt die Trotzreaktion auch wieder schneller ab. Leichter gesagt als getan, aber hey, Übung macht den Meister wie das Sprichwort so schön sagt!
 

Wenn du noch mehr zum Thema erfahren willst, dann haben wir hier noch einen weiteren Artikel zum Trotzalter parat!

Foto: Shutterstock

Sende diese Seite an einen Freund