5 Facts zur Zwillingsschwangerschaft

Risiko, Beschwerden, Glück - Alles mal zwei?

13.Okt 2016
Deutsch

Zwillinge zu bekommen ist etwas ganz Besonderes - auch wenn eine Zwillingsschwangerschaft, sowie später dann der Alltag mit zwei Säuglingen, für die Mama eine anstrengende und turbulente Angelegenheit ist. Doch wie läuft so eine Zwillingsschwangerschaft ab? Bedeuten zwei Babys im Bauch direkt auch doppelt so viel Beschwerden?

5 Facts zur Zwillingsschwangerschaft

Foto: Shutterstock 

1. Risikoschwangerschaft?

Vorab: Eine Zwillingsschwangerschaft ist für den Körper der werdenden Mama sehr anstrengend. In der Regel dauert sie aus eben diesem Grund statt der üblichen 40+- Wochen nur etwa 37 Wochen. Eine Zwillingsschwangerschaft wird heutzutage grundsätzlich als Risikoschwangerschaft eingestuft.

Diese Einstufung ist allerdings kein Grund zur Sorge! Es bedeutet lediglich, dass du während der Schwangerschaft gründlicher beobachtet wirst. Regelmäßige Arztbesuche sind daher Pflicht.

2. Eineiig oder zweieiig?

Zu einer Zwillingsschwangerschaft kommt es immer dann, wenn entweder gleich zwei Eizellen befruchtet werden oder sich eine befruchtete Eizelle schon im sehr frühen Stadium teilt. Eineiige Zwillinge entstehen dann, wenn sich die befruchtete Eizelle in einem sehr frühen Stadium in zwei Zellkerne mit identischen Erbinformationen und in der Folge in zwei voneinander unabhängige Embryonen teilt. Zweieiige Zwillinge beginnen ihre Entwicklung aus zwei Eizellen, die von zwei verschiedenen Spermien befruchtet wurden. Sie haben beide ihre eigene Plazenta und einen eigenen Fruchtsack.

3. Sind die Schwangerschaftsbeschwerden mit Zwillingen stärker?

Auch bei der Schwangerschaft mit Zwillingen ist die Art der Beschwerden, ebenso wie ihre Ausprägung, sehr individuell.  In vielen Fällen kommen die üblichen Beschwerden einfach gehäuft vor.

  • In der Frühschwangerschaft können die höheren Progesteron-Werte zu Kurzatmigkeit führen
  • Einige Zwillings-Schwangere leiden unter Blähungen oder Verstopfung
  • Eisenmangel kommt in Zwillingsschwangerschaften noch häufiger vor als bei normalen Schwangerschaften
  • Im späteren Verlauf der Schwangerschaft kann die große Belastung Ihrer Muskeln durch das zusätzliche Gewicht zu Rückenschmerzen führen.
  • Außerdem: Bluthochdruck, verstärkte Schwangerschaftsübelkeit

Dies bedeutet allerdings nicht, dass es nicht auch völlig unbelastete Zwillingsschwangerschaften geben kann!

4. Führt eine Zwillingsschwangerschaft automatisch zur Frühgeburt?

Nein. Bei fast 50% setzen die Wehen vor der 37. Schwangerschaftswoche ein. Dann werden Zwillinge oft als Frühchen eingestuft.  Je näher die Babys an der 37. SSW dran ist, desto weniger Probleme sind aber bei und nach der Geburt zu erwarten.

Durch sehr viel Ruhe und dem im Vergleich zu einer normalen Schwangerschaft verfrühten Beschäftigungsverbot will man versuchen, die 38. SSW zu erreichen. Ab diesem Zeitpunkt gelten Babys als „ausgereift“.

5. Was kann ich als werdende Zwillingsmama tun, damit die Schwangerschaft möglichst gut verläuft?

Neben dem regelmäßigem Besuch der Vorsorgeuntersuchungen, die bei Zwillingsmüttern noch bedeutender sind, empfehlen wir dir dringen dich wirklich frühzeitig zu schonen. Sprich bereits zu Beginn der Schwangerschaft mit der Hebamme und Arzt darüber.

Schonen, Schonen, Schonen! Du musst gar nicht zwingend unter den doppelt starken Schwangerschaftsbeschwerden leiden. Selbst wenn du dich pudelwohl fühlst, solltest du einen Gang zurückschalten. Dennoch ist eine Zwillingsschwangerschaft für deinen Körper eine enorme Belastung. Gönne ihm daher viel Ruhe und schone deine Kräfte! Die wirst du gewiss noch zur Genüge brauchen, sind deine zwei Sprösslinge erst einmal auf der Welt.

 

 

 

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