Ab in die Kinderkrippe

Wie Kinder von Krippen profitieren

30.Nov 2016
Deutsch

Durch die Geburt eures eigenen Kindes wird euer ganzes Leben völlig auf den Kopf gestellt. Vieles ist nicht mehr so, wie es einmal war. Unumstritten ist, dass ein Kind euch verändert. Und auch eure Prioritäten verschieben sich. Wo früher einmal spontane Städtetrips am Wochenende anstanden, verbringt ihr nun die Zeit mit der Familie bei Kaffee und Kuchen. Fitnessstudio wird gegen Spielplatz eingetauscht, endloses Bummeln über Einkaufsmeilen wird durch Besuche auf dem Kinderflohmarkt ersetzt. Und natürlich vermisst man das alles nicht (sehr), da das Lachen des eigenen Kindes das größte Glück der Welt ist. Doch in der heutigen Gesellschaft verlangt die Geburt eines Kindes gerade für die Mütter immer häufiger auch einen Spagat zwischen erfülltem Familienleben und der eigenen Berufstätigkeit, die man aufgrund finanzieller Gründe oder auch, weil man einfach mehr als nur Mama sein will, auf Dauer nicht aufgeben möchte.

Ab in die Kinderkrippe

Foto: Shutterstock

Bist du auch gerade in der Situation, wieder in den Job einzusteigen und willst ein bisschen mehr darüber erfahren, was eine Fremdbetreuung, also Kinderkrippen oder auch eine Tagesmutter, für dein Kind und dich bedeutet? Dann findest du hier erste Infos dazu.

Wenn wir von Kinderkrippen reden, meinen wir Betreuungseinrichtungen, die sich um die Kleinsten kümmern, also konkret geht es hier um 0 bis 3-Jährige.

Dein Kind in eine Kinderkrippe zu geben kann sowohl für dein Kind als auch für dich selbst positive Auswirkungen haben. Studien konnten nachweisen, dass Mütter, die einer Berufstätigkeit nachgehen, neben den finanziellen Vorteilen auch etwas für ihr individuelles Wohlbefinden tun. Sie sind glücklicher und seltener von Depressionen betroffen als Frauen, die sich ausschließlich um die Kinder und den Haushalt kümmern. Das Kind vor dem dritten Lebensjahr bereits in einer Kinderkrippe betreuen zu lassen, kann auch förderlich für deine Karriereaussichten sein, da es häufig schwierig ist, nach einer Pause von drei Jahren wieder problemlos einzusteigen.

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Du musst auch nicht befürchten, dass die Bindungsqualität abnimmt, wenn dein Kind in eine Kinderkrippe geht! Es kommt nicht unbedingt darauf an, wie viel Zeit du mit deinem Kind verbringst, sondern eher wie intensiv du die gemeinsame Zeit nutzt. Dies kann natürlich auch eine Herausforderung für dich darstellen, da du sowohl im Job als auch zu Hause immer voll da sein musst.

Häufig weisen Kinder, die schon sehr früh in Kinderkrippen betreut werden, später bessere Schulleistungen auf. Auch dass dein Kind so früh in eine Gruppe Gleichaltriger kommt und lernt, mit anderen gut auszukommen, kann positive Effekte auf seine soziale Kompetenz haben. Dass eine Mutter sich die ersten Lebensjahre durchgehend um ihr Kind kümmert, ist nicht in vielen Ländern der Fall. Egal ob in Frankreich, anderen europäischen Ländern, Asien etc. bereits kurz nach der Geburt sind dort die Mütter wieder im Job. Häufig wird die Kinderbetreuung in Gruppen untereinander aufgeteilt, sodass auch Zeit für andere wichtige Aufgaben bleibt.

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Dein Kind für eine bestimmte Zeit am Tag in die Hände von Pädagogen zu geben, kann also durchaus gut für alle sein. Als Alternative zu Kinderkrippen gibt es auch die Möglichkeit, dein Kind zu einer guten Tagesmutter zu geben. Das machen viele Eltern gerne als ersten Schritt der Abnabelung, da die Kinder dort in einer kleinen Gruppe und privatem Umfeld von einer Person betreut werden. Hierbei solltest du auf dieselben Dinge wie bei einer Kinderkrippe achten: Ein herzliches, wertschätzendes und förderndes Umfeld mit kompetenten Betreuern, wo dein Kind einfach Kind sein darf!

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