Ab in die Wanne: Baby baden

Wann, wo und wie sieht die perfekte Babypflege aus?

11.Feb 2020
Deutsch

Kaum etwas ist so schön wie der süße Geruch von Babyhaut. Damit die so wunderbar zart und duftend bleibt, gilt es aber einige Punkte bei der Babypflege zu beachten. Vor allem beim Baden sind frischgebackene Eltern manchmal etwas nervös und haben viele Fragen: wie warm darf bzw. muss das Wasser sein? Welche Pflegemittel verwendet man am besten? Braucht man Badezusätze beim Babybad? Und muss eine Babybadewanne etwas Besonderes können?

 

Umgebung beim Baby Bad

1. Achte auf eine hohe Raumtemperatur

Ein extra Heizstrahler (Vorsicht bei Spritzwassergefahr!) oder eine Babywärmelampe über dem Wickelplatz können vor allem in Übergangszeiten eine lohnende Investition sein. Alle Fenster sollten wegen der Zugluftgefahr während des Badens geschlossen bleiben. Die Babywanne muss unbedingt rutschfest und ohne zu wackeln stehen.
 

2. Die Babybadewanne

Anfangs muss es nicht unbedingt eine Babybadewanne sein – für Neugeborene tut es ein genügend großes Waschbecken auch. Später ist eine Babybadewanne allerdings durchaus empfehlenswert und macht vielen Kindern lange Spaß. Durch die kleine abgegrenzte Umgebung fühlen sich auch die Kleinsten darin wohl und können später selbst sitzend drinnen plantschen, während die große Badewanne noch zu gefährlich sein kann. Außerdem ist es in der kleinen Babywanne für Erwachsene wesentlich einfacher, das Kind zu waschen, als sich über den hohen Wannenrand beugen zu müssen.

In kleinen Haushalten sind klappbare Modelle sehr praktisch, die nach dem Gebrauch platzsparend verstaut werden können. Empfehlenswert sind jedenfalls rutschhemmende Stellen auf der Unterseite der Wanne.

Die Wanne wird so hoch mit Wasser gefüllt, dass man das Baby gut im Arm halten und es ab den Schultern im Wasser liegt. Bei Kindern, die sitzen können, das Wasser nur bis zur Taille füllen. Nicht vergessen: Kinder nie alleine im Wasser lassen. Sie können selbst in niedrigem Wasser ertrinken!
 

3. Wie oft sollte ein Baby baden?

2-3 Mal pro Woche ist mehr als genug. Zwischendurch reicht eine „Katzenwäsche“ mit einem Waschlappen.
 

4. Welche Badezusätze, Seifen oder Badeschaum beim Babybad?

Grundsätzlich reicht klares Wasser. Pflegend wirkt etwas Muttermilch im Badewasser oder einige Tropfen Öl (z.B. Mandelöl). Letzteres wird in Apotheken in Fläschchen oder in vielen Drogeriemärkten als Babybadezusatz angeboten. Mehr ist nicht nötig.
 

5. Wie warm sollte das Wasser sein?

37° sind optimal. Im Handel sind zahlreiche digitale und analoge Badethermometer erhältlich.

 

Babybaden Schritt für Schritt

1. In der Nähe der Wanne an einem warmen Platz ausziehen und Windelbereich vorab mit z.B. einem Feuchttuch oder feuchtem Lappen von Stuhlresten reinigen.

2. Baby mit Handtuch zudecken und auch das Gesicht vorsichtig waschen. Das ist meistens einfacher als in der Badewanne und es kommt nicht so leicht zu viel Wasser ins Gesicht – das finden manche Kinder nämlich unangenehm.

3. Jetzt geht’s in die Wanne: Der Babykopf liegt auf dem Unterarm, die Hand hält den Arm, die andere Hand stützt Po und Beine. Eine gute Anleitung findest du auch in diesem Video. Zuerst die Beine langsam ins Wasser tauchen. Viele Babys fühlen sich wohler, wenn sie mit den Füßen den Rand der Wanne spüren und sich dort ein wenig abstützen können, statt frei im Wasser zu „schweben“. Und auch wenn dein Kind noch nicht versteht, was du sagst: sprich mit deinem Baby und erkläre im ruhig, was du machst – schon der Klang deiner Stimme und die Zuwendung wirken beruhigend.

4. Nun wenn nötig Kopf/Haare waschen (klares Wasser reicht), dann Hände, Bauch und Rücken, unter den Armen, den Genitalbereich, Po und alle Hautfalten reinigen – diese sind besonders anfällig für Entzündungen, wenn sie nicht regelmäßig gründlich gesäubert und trocken gehalten werden.

5. Am Ende langsam aus dem Wasser heben und sofort in ein Handtuch einwickeln. Manche Babys mögen es auch, sanft trocken geföhnt zu werden. Das ist vor allem bei leicht entzündeten Hautfalten angenehmer als das Abtrocknen mit dem Handtuch. Achtung: nicht zu heiß stellen und unbedingt eine Windel anziehen bzw. achtgeben, dass kein Urinstrahl auf den Föhn gelangen kann!

 

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Foto: Brandless on Unsplash

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