Abschied vom Schnuller Teil 2

Schnullerbaum oder Schnullerfee? So fällt die Entwöhnung leichter

22.Sep 2017
Deutsch

Inzwischen weiß man: Kiefergerechte Schnuller unterstützen die Entwicklung eines Babys. Allerdings nur dann, wenn sie rechtzeitig abgewöhnt werden. Um das Risiko von Zahnfehlstellungen zu minimieren, ist es unbedingt notwendig, dass es für deinen Sprössling spätestens zum 3. Geburtstag heißt: Tschüss Schnuller! Schnullerbaum, Schnullerfee oder Schnullerklappe, wir verraten euch einige Tricks, wie ihr den „tragischen“ Abschied vom Schnuller für euren Liebling ein kleines bisschen weniger dramatisch machen könnt.

Abschied vom Schnuller Teil 2

Foto: Shutterstock 

Abschied vom Schnuller – so geht’s ein wenig leichter

1. Schnuller-Zeiten kürzen

Jedes Kind reagiert anders auf den Abschied vom Schnuller. Manche Kleinen sind überraschend flexibel, wenn sie plötzlich „Adieu“ sagen müssen. Andere brauchen aber einen behutsameren Umgang - und Zeit. Wenn du die Schnullerzeiten über den Tag einschränkst, gelingt das Vorhaben aber im Regelfall innerhalb weniger Tage oder Wochen. Zeig deinem Schatz einen Platz, wo der Schnuller in seinen wohlverdienten Pausen „schläft“. Wenn er in einen Karton oder eine Lade verschwindet, könnt ihr ihn täglich „zu Bett bringen“. Es ist aber ratsam, wenn du einen Nuckel für den „Notfall“ griffbereit hast. Sollte das Kind in dieser Zeit krank werden oder andere unvorhersehbare Dinge eintreten, dann verlängert sich der Prozess des Entwöhnens. Keine Bange: aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

2. Ritueller Abschied vom Nuckel – Teil 1

Rituale kommen bei Kindern immer gut an. Du kannst deinem Schatz Geschichten von der zauberhaften Schnullerfee erzählen, die alle Nuckel in der Nacht holen möchte. Ihr könnt ein kleines Päckchen machen, das die Fee von der Fensterbank mitnimmt, und stattdessen ein kleines Geschenk zurücklässt. Die Schnullerfee ist ja eine Schwester der Zahnfee. Wenn dir das zu viel an Bestechung ist, könnt ihr das Päckchen für die Fee gemeinsam zum Postamt bringen. Du adressierst am besten an die Großeltern, die dich in deinem Vorhaben unterstützen, und ganz stolz auf das tapfere Enkelkind sind.

3. Ritueller Abschied vom Nuckel – Teil 2

Eine Art Abschieds-Prozession mit der ganzen Familie kann eine tolle moralische Unterstützung für das Kind sein. Mit Musik oder anderem Tam-Tam, werden alle Schnuller eingesammelt und gemeinsam Tränen lachend für immer verabschiedet. Dann noch ein überschwängliches Winken und schallendes Tschüss-Rufen. Damit überzeugst du deinen Liebling von der Endgültigkeit des Abschieds. Viele Kinder freuen sich auch sehr über eine selbstgebastelte Tapferkeits-Auszeichnung.

4. Schnullerbaum oder Schnullerklappe

Nachdem das Problem mit der Trennung vom Schnuller unter Kindern verbreitet ist, haben sich skandinavische Eltern da was Kluges ausgedacht. Viele Kinder staunen über die bunte Sammlung an Lieblingsstücken, die auf einem eigens dafür vorgesehenen Baum in der Natur hängen und sind durch diese eher gewillt, auch ihren eigenen Schnuller dazu zu hängen. Oder sie sehen den guten Zweck ein, denn auch die Tiere im Streichelzoo brauchen „Schnuller-Trost“.

Allerdings sollten Eltern so eine willkommene Einrichtung niemals als Druckmittel einsetzen. Die Bereitschaft der Kleinen ist die beste Voraussetzung für das Abgewöhnen. Und ganz viel Lob gehört unbedingt dazu!

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