Achtsamkeit in der Schwangerschaft

Blog Gastartikel: Titantinas Idee

30.Apr 2019
Deutsch

Bewusste Körperwahrnehmung ist vor allem in der Schwangerschaft enorm wichtig. Wieso erzählt uns Gastautorin Tina vom Blog Titantina.

Achtsamkeit in der Schwangerschaft

Foto: Titantina

Die Praxis der Achtsamkeit stammt ursprünglich aus der buddhistischen Tradition, hat jedoch als Gegenpol zu einem stressbehafteten Lebensstil auch internationale Popularität erlangt. Achtsames Handeln hat enormes Potential, unseren Kräftehaushalt zu harmonisieren und erfolgreich zur Stressreduktion beizutragen.

Doch welche Bedeutung steckt eigentlich hinter dem „Achtsam sein“, das medial einen regelrechten Hype erfährt? Achtsam zu sein heißt so viel wie: bewusst eine vorurteilsfreie, sorgsame Haltung einzunehmen, wobei die Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Zeitpunkt gelenkt wird.

Bewusst zu leben und sich auf das Hier und Jetzt zu besinnen. Doch Langsamkeit in unser Leben Einzug gewähren zu lassen ist in unserem Alltag eine ganz schöne Herausforderung. Theoretisch betrachtet klingt es wunderbar entspannend, aber wie sieht es in der Praxis aus? In einem Familienhaushalt mit Kindern oder auch in der Arbeitswelt klaffen unsere Vorhaben und die Realität oft meilenweit auseinander. Manchmal wird uns dann ins Bewusstsein gerufen, dass wir ganz schön weit von unseren Idealvorstellungen entfernt sind.

In der besonderen Zeit der Schwangerschaft richtet sich der Fokus auf ganz natürliche Weise auf unsere Körpermitte, auf das Baby im Mutterleib, und auf uns als werdende Mutter. Diese Lebensphase ist somit ein optimaler Zeitpunkt und eine gute Gelegenheit, um Achtsamkeit und Entspannung in unseren Alltag zu integrieren. Achtsamkeitsübungen können dabei als Anker in herausfordernden Momenten und darüberhinaus in allen herausfordernden Lebenslagen eingesetzt werden.
 

Bewusstere Körperwahrnehmung

Vielleicht haben wir bereits bemerkt: wir sind oft empfänglicher aber auch verletzlicher für bestimmte Themen und wir nehmen unseren Körper viel bewusster wahr. Es gibt sie, diese Tage, an denen wir mit uns selbst zu kämpfen haben, und die ein regelrechtes Gefühlschaos mit sich ziehen, von himmelhochjauchzend bis tief betrübt. All diese Veränderungen erlebt jede werdende Mutter auf ihre individuelle Weise, mit all ihren Facetten und Ausprägungen. Befindlichkeiten, die uns durch die Schwangerschaft begleiten sind genauso wie die bewusste Körperwahrnehmung Teil einer achtsamen Haltung. Denn genauso wie Gefühle, die aufgrund gesellschaftlicher Assoziationen als „positiv“ bezeichnet werden, wird in der Achtsamkeitspraxis auch deren Kehrseite wie Traurigkeit, Angst, Wut und Trauer in der Achtsamkeitspraxis angenommen.

Achtsamkeit im Alltag zu verankern und bewusst einen Platz einzuräumen trägt zu unserem Wohlbefinden bei. Und zwar genau dann, wenn wir einen Punkt erreicht haben, an dem wir uns kraftlos und gestresst fühlen. Aber auch dann, wenn wir inmitten eines Glücksgefühls voller Vorfreude auf das Baby schwelgen. Es stärkt die Bindung zum Baby, mindert die geballte Last des Alltages und ist in jeder Hinsicht und in allen Lebenslagen eine Bereicherung.

Auch in Hinblick auf die bevorstehende Geburt kommt den Achtsamkeitsübungen eine besonders Aufgabe zuteil: sie fördern die Entspannung und spenden Kraft. Atemübungen versorgen unseren Körper mit Sauerstoff, was sich wiederum positiv auf den natürlichen Geburtsprozess auswirkt.

Die vielfältigen Möglichkeiten der Achtsamkeitsübungen in der Schwangerschaft haben nur eines zum Ziel: gemacht wird das, was guttut, die mentale und physische Gesundheit stärkt, und das auf ganz individuelle Weise.

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