Achtsamkeitsübungen in der Schwangerschaft

Blog Gastartikel: Titantina

28.Mai 2019
Deutsch

In der Schwangerschaft sind Achtsamkeitsübungen für unser Wohlbefinden von hohem Wert. Wieso erzählt uns Gastautorin Tina vom Blog Titantina.

Achtsamkeitsübungen in der Schwangerschaft

Foto: Titantina

Im meinem ersten Artikel habe ich mich bereits einführend dem Thema Achtsamkeit in der Schwangerschaft gewidmet. Heute werde ich euch zwei einfache Achtsamkeitsübungen vorstellen, die werdende Mütter sowohl auf mentaler als auch auf körperlicher Ebene stärken. Sie eignen sich perfekt dazu, um unsere Aufmerksamkeit auf die kleinen Dinge im Leben, die allzu oft in der Schnelllebigkeit des Alltags untergehen, zu lenken.

Achtsamkeitsübungen hatten einen sehr zentralen Stellenwert in meiner dritten Schwangerschaft, da ich bewusst Abstand zu meinem hektischen Alltag gewinnen wollte. Aber der wohl gewichtigste Motivator war der Wunsch nach einem natürlichen Geburtserlebnis.

Der Großteil der Übungen, die meist in enger Verbindung mit einer tiefen, bewusst ausgeführten Bauchatmung in Verbindung stehen, konzentriert sich auf die Körpermitte. In Hinblick auf die bevorstehende Geburt bieten die Übungen Vorteile, wenn sie uns einmal „ins Blut übergegangen sind“. Ich empfand sie als überaus wertvoll und hatte sie fix in meine Tagesroutine eingebunden. Sie unterstützten mich dabei, nach zwei vorhergegangenen Geburten ein entspanntes, positives und angstfreies Verhältnis zum dem Thema Geburt zu entwickeln.

Deswegen stelle ich euch heute zwei meiner Alltime Favourites unter den Achtsamkeitsübungen vor.
 

Der Klassiker -  die Rosinenübung

Diese Übung hat es in sich! Sie zählt zu den Klassikern untern den Achtsamkeitsübungen und hat enormes Potential, um das Bewusstsein für die kleinen Dinge zu schärfen. Wenn ich den Wunsch nach Rückzug und Verlangsamung verspüre, dann ist diese Übung wie dafür gemacht, um meine Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt zu lenken.

In Slowmotion widmen wir uns einer Rosine. Wie fühlt sie sich an? Wie sieht sie aus, wo mag sie herstammen? Wonach riecht sie, woran erinnert das Aroma davon? Erst nach und nach erkunden wir den Geschmack einer Rosine. Wie fühlt sie auf der Zunge? Die Übung ist einfach und simpel, und doch so prägnant und wirkungsvoll. Gerade deshalb zählt sie zu meinen liebsten Achtsamkeitsübungen für Groß und Klein in allen Lebenslagen, und ganz besonders in der Schwangerschaft als allererste Übung, da sie aufgrund ihrer Effektivität und eines „WOW“-Erlebnisses als Startschuss in eine achtsame Praxis betrachtet werden kann.
 

Bauchatmung zum Kind

Die Bauchatmung versorgt uns mit Sauerstoff und trägt zu Entspannung und Wohlbefinden bei. Bei dieser Übung begeben wir uns in eine für uns angenehme liegende oder sitzende Position. Gerne auch im Freien an einem schönen Platz. Wir atmen tief und langsam durch die Nase, und dabei bemerken wir, wie sich unsere Bauchdecke hebt. Wir atmen doppelt so lange durch den Mund aus und lassen dabei den Atem fließen. Die Hände werden dabei sanft auf den Bauch gelegt. Höchste Konzentration liegt auf unserer Atmung und auf dem Baby. Wir versuchen, unseren Atem gedanklich zu unserem Baby zu schicken. Schweifen die Gedanken ab, bringen wir unsere Aufmerksamkeit zurück zur Atmung. Klingt einfach, ist aber ganz schön schwierig! Je länger die Übung ausgeführt wird, desto effektiver und vertrauter wird sie uns werden.

Ich wende diese Übung auch immer dann an, wenn ich unter Zeitdruck stehe. Unser Alltag liefert viele Momente, in denen uns ein Innehalten guttut und uns wieder zu Kräften kommen lässt, insbesondere in der Zeit der Schwangerschaft!

Mit welchen entspannungsfördernden Behandlungen ihr euer Wohlbefinden in eurer Schwangerschaft noch steigern könnt, erfahrt ihr in dem Artikel Wellness in der Schwangerschaft. Meine persönlichen 6 Tipps der Wellness-Treatments!

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