Ätherische Öle in der Schwangerschaft

6 Dinge, die du über Aromatherapie wissen solltest – Teil 1

26.Aug 2019
Deutsch

Die Heilung mit Aroma-Ölen ist eine Jahrtausende alte Disziplin. In der Schwangerschaft werden die kostbaren Öle zur Minderung von Schmerzen und anderen Beschwerden eingesetzt. Allerdings ist bei der Aromatherapie prinzipiell Vorsicht geboten, denn in mehreren ätherischen Ölen sind hormonell wirksame Stoffe enthalten. Idealer Weise begleitet dich deshalb dabei das Wissen erfahrener Hebammen.

Ätherische Öle

Der Umstieg auf natürliche Kosmetikprodukte ist in der Schwangerschaft auf alle Fälle empfehlenswert. Und speziell ausgebildete Aromatherapeuten oder Naturheilpraktiker helfen gezielt weiter, wenn dir eine konkrete Therapie vorschwebt. Wir haben für dich einen kurzen Überblick mit hilfreichen Facts zusammengestellt, der dir als informativer Leitfaden dienen soll!
 

1. Reine ätherische Öle sind komplexe biochemische Verbindungen

Der Mix an reichhaltigen Inhaltsstoffen wird durch den Stoffwechsel der jeweiligen Pflanze in den Öldrüsen gespeichert.
 

2. So wird hochwertiges Aroma-Öl gewonnen

Hergestellt werden die hochwirksamen Stoffgemische aus Kräutern, Früchten, Samen, Blüten und Blättern. Aber auch aus Zweigen, Ästen, Rinden, Nadeln oder den Wurzeln von Bäumen. Werden harzige Stoffe daraus gewonnen, nennt man das Öl „Resinoid“.

Die konzentrierten Öle sind nicht zu verwechseln mit fetten Speiseölen, auch wenn manche Aroma-Öle eingenommen werden können. In der Schwangerschaft wird davon jedoch stets abgeraten. Denn 1 Tropfen Öl entspricht in seiner Konzentration etwa 50 bis 60 Tassen eines Tees aus getrockneten Pflanzenteilen. Und dies ist einfach sehr intensiv.
 

3. Was du vor der Anwendung wissen solltest

  • Führe einen Test auf der Haut durch, damit allergische Reaktionen ausgeschlossen werden können. Die einfachste Methode ist: 1 Tropfen, am besten verdünnt, in der Armbeuge für 24 Stunden einwirken lassen. Reagierst du mit Rötungen oder sogar Bläschen, dann solltest du unbedingt von einer Anwendung absehen. Selbst im Aroma Diffuser oder einer Duftlampe.

  • Für Massagen müssen ätherische Öle mit einem Basisöl verdünnt werden.
    Dafür eignet sich Mandelöl, Weizenkeimöl oder Jojobaöl. Am besten 50 ml des Basisöls mit maximal 5 Tropfen ätherischem Öl vermischen.

  • Wichtig: immer auf Reinheit und Bio-Qualität der Öle achten!

  • Die Anwendung ätherischer Öle für die Massage wird erst ab der 15. SSW empfohlen.

  • Vor allem im ersten Drittel der Schwangerschaft sollten folgende hormonaktive Öle gemieden werden:
    Muskatellersalbei
    Myrrhe
    Niaouli
    Rosenöle wie Damaszenerrose, Mairose oder Wildrose
    und Kiefer

Tatsächlich gilt für dich sobald du schwanger bist, heiklen Wirkstoffen in Pflegeprodukten tunlichst auszuweichen. Vermutlich wirst du ohnehin milde und leicht verträgliche Produkte bevorzugen. Bald wird nämlich auch der Schutz und die Pflege der sensiblen Babyhaut zu deinen täglichen Aufgaben zählen. Mehr darüber erfährst du hier.

Teil 2 des Artikels und die weiteren 3 Facts zur Aromatherapie in der Schwangerschaft, erfährst du noch in dieser Woche – Stay tuned!
 

Foto: Shutterstock

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