Ätherische Öle in der Schwangerschaft

6 Dinge, die du über Aromatherapie wissen solltest – Teil 2

29.Aug 2019
Deutsch

Lange Zeit war die Anwendung von Aroma-Ölen eine Modeerscheinung, die als harmlose Wohlfühl-Methode abgetan wurde. Mittlerweile hat sich diese Therapieform in der professionellen Heilkunde aber etabliert und wird mit dem nötigen Respekt eingesetzt. Bei werdenden Mamis gilt es, auf spezielle Achtsamkeit zu setzen, damit es keinesfalls zu Komplikationen kommt.

Ätherische Öle

Aber schon viel früher, sobald der Kinderwunsch auftaucht, ist es wichtig, dass auch wirklich nichts deinen Zyklus beeinträchtigt. Deshalb ist auch bei Ätherischen Ölen äußerste Vorsicht geboten. Manche Öle wirken nämlich regelauslösend (emmenagog). Dies kann neben der Periode auch deine fruchtbaren Tage aus dem Lot bringen. Für uns jedenfalls Grund genug, dich mit dem nötigen Basis-Wissen zu versorgen. Hier ist also Teil 2 unserer Aromatherapie-Serie:
 

4.  Aroma-Öle sind …

  • hoch wirksam auf Körper und Psyche
  • nicht wasserlöslich, aber löslich in Alkohol
  • mischbar mit anderen Fetten wie in Sahne oder Milch, beispielsweise im Badewasser als Emulgator beigemengt
  • in der Naturkosmetik meist mit anderen Ölen oder Wachs gemischt
     

5. Bei der therapeutischen Anwendung solltest du als Schwangere diese Öle meiden:

            Anis, Angelika/Engelwurz, Alant

            Basilikum, Beifuß, Birke, Bittermandel, Bohnenkraut, Boldoblatt, Brennessel

            Calamus, Cassia, Cajeput

            Fenchel

            Eisenkraut, Estragon

            Gewürznelke

            Ingwer

            Jaborandiblatt/Rutakraut, Jasmin

            Kampfer

            Lemongrass, Liebstöckel

            Majoran, Melisse, Meerrettich, Muskatellersalbei, Muskatnuss, Myrrhe

            Niaouli

            Oregano

            Petersiliensamen, Pfefferminze, Pinie, Piment, Poleiminze

            Rainfarn, Rosenöle, Rosmarin

            Sadebaum, Salbei, Sassafras, Schafgarbe, Schwarzer Pfeffer, Senf

            Tanne, Thuja, Thymian Linalool/Geraniol

            Vetiver

            Wacholder, Weinraute, Wermut, Wintergreen, Wurmsamen

            Ysop

            Zimt, Zitrone, Zeder
 

6. Unbedenkliche ätherische Öle

Geranie, Grapefruit, Lavendel fein, Limette, Orange, Mandarine, Vanilleextrakt und Ylang Ylang sind für Schwangere angenehm und nicht bedenklich, solange die empfohlene Dosierung nicht überschritten wird.

Im letzten Abschnitt der Schwangerschaft und bei der Geburt kann die Wirkung der ätherischen Öle gezielt eingesetzt werden. Am besten unter Anleitung einer erfahrenen Hebamme. Bei vorzeitigen Wehen zum Beispiel, kann das echte Majoran Öl hilfreich sein. Wehen auslösend wirken etwa Zimt oder Gewürznelke. Bergamotte ist angstlösend und Jasmin wird als DAS Geburtsöl gehandelt, weil durch den Duft schmerzlindernde Botenstoffe ausgeschüttet werden.

Auch im Wochenbett und für die Säuglingspflege gibt es Unterstützung durch Aroma-Öle. Etwa Naouli bei Gefühlsschwankungen oder Kümmel, Fenchel und Koriander für das geblähte Bäuchlein des Babys.

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Foto: Shutterstock

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