Aktuelle Studie: Vater sein liegt im Trend

Männer wollen stolze Allround-Papas sein!

26.Okt 2017
Deutsch

Vater sein: Immer häufiger begegnen uns die neuen, modernen Väter, die Elternzeit nehmen, Brei kochen und Windeln wechseln. Es ist tatsächlich so, und ein toller Trend. Viele Frauen sind darüber erfreut und erleichtert. Denn die Anzahl jener Männer, die die Vaterrolle für sich neu definieren, wächst. Und diese Väter wollen mit vollem Einsatz für ihre Kinder da sein. Eine aktuelle Studie der hkk Krankenkasse in Deutschland beschreibt den Spagat des Mannes zwischen Beruf und Vaterrolle. Und die Hürden, die dabei zu nehmen sind. Die wichtigsten Eckdaten darüber haben wir für dich zusammengefasst.

Aktuelle Studie: Vater sein liegt im TrendFoto: Shutterstock

Eine Studie übers Vater sein

Im Auftrag der hkk wurden 924 gesetzlich krankenversicherte und erwerbstätige Väter im Alter zwischen 25 und 55 Jahren zu ihrer Vaterschaft befragt.

  • Jeder dritte Vater geht in Elternzeit. (Immerhin!) Der Wunsch ist da, die Rahmenbedingungen noch nicht.
  • Die Mehrheit der Väter entscheidet sich bei der staatlich finanzierten Elternzeit für die knappe Variante von 2 Monaten. Das liegt daran, dass die Unterstützung durch den Arbeitgeber nicht ausreichend gegeben ist. 41 Prozent der Väter wünschen sich eine Hilfeleistung. Beispielsweise in Form von flexibleren Arbeitszeiten und besseren Möglichkeiten zur Kinderbetreuung. Arbeitszeitmodelle wie etwa Home-Office und Teilzeit, sollten deshalb offen diskutiert werden.
  • Im Branchenvergleich hinsichtlich der Akzeptanz von Elternzeit zeigen sich gravierende Unterschiede. Hohe Anerkennung und weite Verbreitung der Elternzeit finden sich im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der IT- und Telekommunikationsbranche. Im Handel und im Baugewerbe ist das Verständnis hingegen besonders gering.
  • Da Frauen tendenziell weniger verdienen, führt das dazu, dass sich Männer gegen oder nur für eine sehr kurze Elternzeit entscheiden.
  • Nur 31 Prozent der Mütter üben, nach Einschätzung der Väter, ihren Beruf aus. Hinzu kommt, dass Frauen häufiger in Teilzeit beschäftigt sind und deshalb nicht alleine für das Familieneinkommen sorgen können.
  • Väter verbringen immer noch mehr als die Hälfte des Tages an ihrem Arbeitsplatz und nur 14 Prozent des Tages aktiv mit ihrem Kind.
  • Väter von Kleinkindern (0 bis 3 Jahre) zeigen ein signifikant hohes Stressniveau und betreiben in dieser Zeit wenig bis keinen Sport. Das beeinträchtigt deren Gesundheitszustand. Erst ab etwa dem 7. Lebensjahr des Kindes finden junge Väter wieder Zeit zum Stressabbau.
  • Um berufliche Ausfälle wegen Krankheit zu mindern, sind deshalb Betriebe gefordert, dort wo es möglich ist, Arbeitszeitmodelle anzubieten, die speziell auf die Bedürfnisse der Väter abgestimmt sind. Laut dem Fehlzeitenreport von 2017 (der erwerbstätigen hkk-Mitglieder), blieb aber die berufliche Ausfallsquote durch Krankenstand gegenüber dem Jahr 2015 auf gleichem Niveau.
  • Männer messen ihrer Partnerin als Vertrauensperson und Erzieherin für die Kinder immer noch eine größere Bedeutung bei.

Trotz der nachteiligen Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz, stellen Väter vermehrt ihr Privatleben und ihre Kinder ins Zentrum der Lebensplanung. Das ist doch eine Entwicklung, die sich sehen lässt! Fazit: Wichtig ist vor allem der aktive Wandel zu einer väterfreundlichen Unternehmenskultur.

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