Akupunktur in der Schwangerschaft

Allheilmittel oder nur Hokuspokus?

08.Feb 2017
Deutsch

Die Therapie mit den Nadeln. Besonders im Zusammenhang mit Schwangerschaftsbeschwerden wie Rückenschmerzen, Übelkeit, Schlaflosigkeit, aber auch mit Geburtsvorbereitung, taucht ein Thema immer wieder auf: Akupunktur. Doch was hat es mit Akupunktur während der Schwangerschaft wirklich auf sich? Lassen ein paar Nadeln tatsächlich sämtliche Schwangerschaftsbeschwerden vergessen? Oder ist Akupunktur womöglich doch nur Hokuspokus? Wir haben uns das ganze einmal genauer angesehen. 

 

Akupunktur in der SchwangerschaftFotos: Shutterstock

 

Was ist Akupunktur eigentlich?  

Die Behandlungsmethode Akupunktur (lat.: acus = Nadel, punctio = das Stechen ) ist ein Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM und eine der ältesten Methoden der Schmerztherapie.

Feine langstielige Nadeln werden in kreisender Bewegung an bestimmte Punkte der sogenannten Meridian-Leitbahnen und Reflexzonen angesetzt und für 20 bis 30 Minuten an diesen Stellen belassen. Während der Behandlung wird eine entspannte, meist liegende Haltung eingenommen. Das Ziel ist, den gestauten Energiefluss „Qi“ zu lösen und zu harmonisieren. Mehr Infos findest du hier.

Akupunktur in der Schwangerschaft

Mittlerweile erfreut sich die Akupunktur großer Beliebtheit bei schwangeren Frauen. Generell gilt Akupunktur als ungefährlich für das Ungeborene, in jedem Fall solltest du den Eingriff aber vorab mit deinem dich begleitenden Arzt oder Hebamme abklären. Lass dich nicht verunsichern, wenn du dich bei der ersten Behandlung nicht vollkommen wohl fühlst. Das Verfahren hat eine intensive Wirkung auf den gesamten Organismus. Hast du das Gefühl, dass es dir zu viel wird, solltest du die Behandlung aber in jedem Fall vorzeitig abbrechen. 

           Nadeln gegen Schwangerschaftsbeschwerden

Schwangerschaftsbedingte Beschwerden wie Rückenschmerzen, Migräne, Schlaflosigkeit oder auch Übelkeit deuten auf einen Energiestau hin und können über diese Nadelstiche stimuliert und abgeleitet werden. Oftmals reicht bereits eine Behandlung pro Woche aus, damit eine deutliche Verbesserung der Symptome erfolgen kann. Schwangere mit labilem Kreislauf sollten vor den Sitzungen in jedem Falle genügend essen und trinken.

Übrigens: Viele der behandelten Frauen verspüren während der Therapie zusätzlich zur Verbesserung der Beschwerden eine deutliche Zunahme an Lebensfreude. Ein Signal in der TCM, dass der Energiefluss ausgeglichen wurde. 

 

Akupunktur in der Schwangerschaft

Akupunktur im Rahmen der Geburtsvorbereitung

Ein ganz anderes Thema ist die geburtsvorbereitende Akupunktur. Eine erfahrene Hebamme beginnt damit in der Regel um die 36. SSW. Entspannung und Schmerzlinderung sind hier die primären Ziele. Einer Studie zufolge dauert eine Entbindung von Frauen, bei denen keine Akupunktur Behandlung durchgeführt wurde, im Schnitt zwei Stunden länger.

Sehr oft kommen die Nadeln auch in Verbindung mit der sogenannten Moxa-Therapie zum Einsatz. Diese Therapie führen Hebammen durch, wenn sich das Ungeborene in der Beckenendlage befindet und keine Anstalten macht sich in die übliche Geburtsposition zu drehen. Durch Hitze wird hier der Akupunkturpunkt eines bestimmten Meridians aktiviert, was wiederum die Gebärmuttermuskulatur anregt und das Kind veranlasst sich zu drehen.

Derartige Kunstgriffe sind jedoch den wirklich erfahrenen Spezialisten vorbehalten! Mehr Infos zur Methode erhältst du hier oderMehr Infos zur Methode erhältst du hier oder aber in diesem Buch

Tipp: Suche dir für die Akupunktur einen wirklich kompetenten Experten. Es ist wichtig, dass du dich während der Behandlung auch wirklich wohlfühlst. Nur so kannst du dich richtig fallen lassen! 

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