All you can eat?

Beikost-Check für Kleinkinder

07.Jul 2016
Deutsch

Endlich geht es los mit richtigem Essen! Nach Monaten der Mutter- oder Fläschchenmilch beginnen die Babys dann plötzlich ein Lebensmittel nach dem anderen kennenzulernen. Sehr rasch wirst du bemerken, dass es zu diesem Thema viele Ratschläge, viele Verbote aber auch genauso viele Gerüchte gibt. Und die Trends ändern sich auch regelmäßig wieder, was die Kleinkinder-Ernährung betrifft. Eure Eltern oder Freunde mit bereits älteren Kindern werden euch vielleicht Tipps geben, die nicht mehr alle aktuell sind. Einige Infos, was gerade der Stand der Dinge in dieser Hinsicht ist, findest du hier.

All you can eat?

Foto: Shutterstock

Generell wird empfohlen, dass du ungefähr zwischen dem Beginn des 5. und dem Ende des 6. Lebensmonats mit der Beikost für dein Baby beginnst. Aber das Baby zeigt dir das meist selber, dass es bereit dafür ist. Siehe dazu auch unseren Artikel HALLO BEIKOST - ABENTEUER ESSEN LERNEN.

Hier geben wir dir nun einige Tipps, welche Nahrungsmittel in welcher Form gut und welche nicht für die Beikost geeignet sind.

Do´s

  • Gemüse und Obst
  • Nüsse
  • Eier
  • Zitrusfrüchte
  • Milch für Getreidebrei
  • Rosinen
  • Glutenhaltiges Getreide in kleinen Mengen, z.B. 1EL Nudeln
  • Fleisch und Getreide liefert Eisen. Am besten mit Vitamin-C-reichem Obst und Gemüse (z.B. Beeren, Fenchel, Brokkoli) kombinieren - verbessert die Verwertung des Eisens
  • Fisch, insbesondere fetthaltiger Fisch: egal ob als frischer Fisch wie Lachs, Forelle, Kabeljau und Schellfisch oder als Dosenfisch wie Sardinen und Anchovis (ungesalzen)

Allgemein:

  • Suche dir aus, womit du anfängst
  • Beikost in gedünsteter, warmer und pürierter Form
  • Konsistenz langsam steigern
  • Tageszeit der Mahlzeiten auf das Baby abstimmen
  • Achte bei der Zubereitung auf Hygiene
  • 1-2 Teelöffel hochwertiges Pflanzenöl pro Brei (z.B. ein-, Raps-, Walnuss-, Soja-, Weizenkeim- und Olivenöl
  • Wichtig: Durchgaren von tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch und Eier
  • Geduld beim Füttern: Das Kind muss sich erst an das neue Essen gewöhnen und lehnt es beim ersten Versuch oft ab. 

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Dont´s

  • Tabu für Säuglinge: Salz, Zucker und alle Süßungsmittel
  • Honig kann gefährliche Sporen enthalten, die für Kinder im 1. Lebensjahr bedrohlich sein können
  • Sojaprodukte
  • Große Meeresfische wie Schwert- und Thunfisch weisen erhöhte Quecksilberwerte auf - kann sich negativ auf das wachsende Nervensystem des Babys auswirken
  • Rohe Meeresfrüchte
  • Koffein (Schwarztee, Grüntee, Matetee)
  • Nicht zu große Stücke, um ungewolltes Einatmen (Aspiration) zu verhindern

Zusätzlich zur Mutter- oder Flaschenmilch kannst du deinem Kind nun Getränke, am besten Trinkwasser und ungesüßte Tees, anbieten.

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Das Meiden sogenannter allergener Nahrungsmittel hat offenbar keinen vorbeugenden Effekt, wie lange Jahre angenommen wurde. Somit kannst du diese ohne Bedenken füttern.

Sollte es in euren Familien Asthma, Neurodermitis oder Allergien geben, besprich den Ernährungsplan auf jeden Fall vorher mit deinem Arzt. Möglicherweise braucht dein Kind eine spezielle Ernährung.

Gegen Ende des ersten Lebensjahres sollte dein Kind im Familienrhythmus klein geschnittene, gewürfelte oder gehackte feste Nahrung mitessen. 

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