Alleine unterwegs: 3 Tipps fürs Reisen mit Baby

Blog Gastartikel: Mini and Me

14.Dez 2017
Deutsch

Gastbloggerin Jeannine von Mini and Me lässt ihre erste Flugreise alleine mit ihrer Tochter Revue passieren und gibt alltagstaugliche Tipps fürs Reisen mit Baby, die jeder Elternteil einfach umsetzen kann.

Alleine unterwegs: 3 Tipps fürs Reisen mit Baby

Foto: Mini and Me

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es sich anfühlte, erstmals mit meiner Tochter alleine zu verreisen. Weder stand uns ein langer Flug bevor, noch reisten wir in ein Land, dessen Landessprache ich nicht verstand.
Aber der kurze Flug von Wien nach Berlin war Grund genug, einige Überlegungen anzustellen, die sich so als nicht richtig erweisen sollten.
 

Stillen beim Abheben und während der Landung:

Ich war bei den ersten Flügen mit meinem Kind sehr froh, es noch zu stillen. So war es einerseits beschäftigt und andererseits sorgte ich mich etwas weniger um den so wichtigen Druckausgleich.
Nicht gestillte Babys können freilich an der Flasche oder am Schnuller nuckeln.
Ältere Kinder – und das machen wir bis heute so – wollen vielleicht etwas knabbern, um durch die Kaubewegungen einen Druckausgleich zu erleichtern.

Außerdem habe ich auf Flügen seit jeher einen Kindernasenspray dabei. Meiner Kinderärztin bin ich für die Empfehlung sehr dankbar, denn es kam bereits vor, dass wir gesund hin und mit verstopfter Nase wieder nach Hause flogen.
 

Tragebabys wollen auch im Ausland nicht in den Buggy:

Das besagt zumindest meine Erfahrung.
Was habe ich mich gestresst, vor meiner ersten Reise alleine mit meiner Tochter, noch irgendwo einen Buggy zu bekommen. Ich bin froh, dass die Wahl damals auf ein günstiges Modell fiel, denn genutzt wurde er kaum bis gar nicht.

Diese Tatsache hätte mich eigentlich nicht verwundern dürfen, denn meine Tochter wollte nicht in den Kinderwagen. Es gab eine Zeit, ganz zu Beginn, da wollte sie wohlig warm und sicher geschützt friedlich drinnen schlummern. Für 10 Minuten.

Aber bereits mit einigen Monaten änderte sich das. Sie wollte getragen werden. Zu Hause, wie auch im Ausland. Ich denke, da sind viele Babys gleich: Gewohnheiten und Vorlieben ändern sich nun mal nicht mit dem Land, in dem man sich befindet.
 

Das eigene Tempo leben:

In Berlin, bei meiner ersten Reise alleine mit meiner Tochter und ein paar lieben Kolleginnen ohne Kind, merkte ich schnell, dass ich niemals deren Tempo einhalten würde. Sobald ich das akzeptieren konnte und mit meiner Tochter „unser eigenes Ding“ machte, wurde ich wesentlich entspannter. Auf diese Weise konnte ich die Zeit mit ihr auch genießen und hatte nicht mehr das Gefühl, mit hungrigem Baby von einer Location zur nächsten zu hetzen.

Alles hat seine Zeit, und alles braucht auch seine Zeit. Alleine mit Baby oder Kleinkind zu reisen ist eine wunderschöne Erfahrung. Ein Erlebnis, bei dem man nicht nur dem Kind, sondern vor allem auch sich selbst ein großes Stück näherkommt. 

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