Aus Papa-Sicht: Ausruhen und Ankommen im Wochenbett

Blog Gastartikel Von Guten Eltern

26.Mai 2017
Deutsch

Unsere Gastbloggerin Anja vom Blog Von Guten Eltern ist erst vor wenigen Wochen zum vierten Mal Mama geworden. Im diesem Artikel schildert der frischgebackene Papa Christian nun seine Sicht der Dinge und teilt wertvolle Tipps und Tricks zum Ausruhen und Ankommen im Wochenbett. Absoluter Must Read! 

Aus Papa-Sicht: Ausruhen und Ankommen im Wochenbett

Foto: © Von Guten Eltern 

Das Wochenbett ist die wichtige und nötige Ausruh- und Ankommzeit für die ganze Familie nach der Geburt – und es dauert sechs bis acht Wochen. Das weiß ich natürlich als Hebammenmann, denn ich habe es nun wirklich mehr als einmal gehört. Nun haben wir gerade unser viertes Kind bekommen, sind im Wochenbett und lassen es langsam angehen. Ich habe Elternzeit beantragt, wir folgen unseren eigenen Regeln, treffen kaum Verabredungen, schlafen so viel es geht und versuchen trotzdem, den großen Kindern ausreichend Programm zu bieten. Das ist nicht immer einfach, aber machbar.
Die ersten zwei Wochen im Wochenbett haben wir alle primär mit dem Bestaunen und intensiven Kennenlernen des neuen Familienmitglieds verbracht. Und wir haben versucht, einen familiären Rhythmus zu finden. Wer macht was wann und wie? Natürlich ist Anja anfangs primär mit dem Stillen und Ausruhen nach der Geburt beschäftigt, während ich als Vater "einfach" den Rest erledige. Und der Rest ist viel, darüber braucht man sich keine Illusionen zu machen. Die (reichlich vorhandene) Wäsche, das fast tägliche Einkaufen und Kochen sowie das Zubereiten etlicher Obstteller sind meine väterlichen Hauptaufgaben im Wochenbett. Dazu natürlich die Betreuung und die Organisation des Alltags der anderen Kids, was gerade während der Osterferien nicht so einfach war. Wir helfen uns mit Essen bestellen und Liefereinkäufen, aber es bleibt jeden Tag genug zu tun und immer etwas liegen. Wir hatten auch vergesen, wie schnell eine Wohnung in dieser Zeit zu einer gemütlichen (und dadurch auch immer unordentlichen) Wochenbetthöhle mutiert. 

Anja will sich wohl auch deshalb zunehmend mehr „einmischen“, aber noch kann ich sie davon abhalten. Denn die Wochenbettzeit ist noch nicht vorbei. Wir dürfen uns alle noch etwas Zeit lassen, bevor wir zum ganz normalen Alltag zurückfinden. Mit drei älteren Kindern ist dieser sowieso in manchen Punkten trotz Wochenbett recht schnell wieder da. Dennoch ist es wichtig, sich in dieser Phase nicht zu überschätzen und es möglichst ruhig angehen zu lassen. Und wenn Anja genau das phasenweise nicht einsehen will, habe ich den perfekten Plan: Ich drücke ihr einfach ihr eigenes Wochenbettbuch in die Hand. Da steht das nämlich alles drin, was sie als Hebamme zum Einhalten der Wochenbettzeiten geschrieben hat. Und die Diskussion gegen sich selbst kann sie nicht gewinnen.

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