Autofahren in der Schwangerschaft lieber sein lassen?

Wenn du im Auto ein mulmiges Gefühl hast

17.Feb 2018
Deutsch

Viele Frauen fühlen sich im zweiten Schwangerschaftsdrittel pudelwohl und durchaus fit genug für die alltägliche Routine, der sie auch davor nachgegangen sind. Dazu zählt für dich vielleicht auch das Autofahren? Nach den ersten Wochen der hormonellen Umstellung, die eventuell mit den typischen Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit oder Müdigkeit einhergehen, fühlst du dich der Situation auch wieder gewachsen, ein Auto zu lenken? Du fragst dich aber ob Schwanger sein ein Grund ist, den treuen Fahruntersatz am Parkplatz stehen zu lassen?

Die Antwort: Selbstverständlich dürfen werdende Mamas Auto fahren. Jedoch verändern anderen Umstände im Lauf der Schwangerschaft auf unterschiedliche Weise deine Reaktionsfähigkeit. Das solltest du auf alle Fälle berücksichtigen und auch deinen Fahrstil entsprechend darauf abstimmen. Denn immerhin geht es nun nicht mehr nur um deine Sicherheit, sondern auch um die deines ungeborenen Babys. Sollte es Tage geben, an denen du lieber zu Fuß gehst oder den Bus nimmst, plane diese Änderung in deinen Tagesablauf ein. Für Schwangere sollte es für ein paar Minuten Verspätung immerhin etwas Verständnis geben. Höre also am besten immer auf dein Bauchgefühl!

Autofahren in der Schwangerschaft lieber sein lassen?

Foto: Shutterstock

Was du außerdem beim Autofahren berücksichtigen solltest, haben wir hier für dich zusammengefasst:
 

  • Den Mutterpass solltest du immer bei dir haben. Denn falls es zu einem Unfall kommt, müssen deine aktuellen Daten als Mama in spe rasch erfasst werden können. Selbst bei einem kleinen Auffahrunfall solltest du unmittelbar danach bei deinem Frauenarzt oder deiner Gynäkologin eine Untersuchung machen. Dort wird festgestellt, ob es dem Baby gut geht.
     
  • Gehe niemals das Risiko ein, ohne Gurt zu fahren. Selbst wenn sich der Druck rund um den Babybauch ein wenig unangenehm fühlt. Bei einem Dreipunktgurt sollte der horizontale Gurt ohnehin nicht direkt über deinem Bauch liegen. Das richtige Anschnallen ist dabei wirklich wichtig. Sollte der Gurt nicht perfekt anliegen, dann besorge im Autohandel oder Babyzubehör-Fachhandel einen speziellen Gurtadapter, der das Drei-Punkt-System optimal fixiert, ohne dass es bei dir zu Beschwerden kommt.
     
  • Oft kommt einem die Empfehlung zu Ohren, im letzten Schwangerschaftsdrittel auf das Autofahren zu verzichten. Vor allem aber im letzten Monat vor dem errechneten Geburtstermin.
    Der Grund dafür ist, dass dein mittlerweile kugelrunder Bauch dich bei der Bedienung der Pedale beeinträchtigen kann. Selbst der Schulterblick und das Einparken können schwieriger sein. Eventuell liegt es auch daran, dass das Fahrzeugmodell nicht optimal als Familienauto geeignet ist. Dann solltest du ein entsprechendes Upgrading ins Auge fassen, denn mit Kind und Kegel wirst du mit einem zu kleinen oder unpraktischen Wagen ohnehin nicht lange glücklich sein.
     
  • Wichtig ist, dass du immer an deine Sicherheit und die der anderen Insassen denkst.
    Wenn möglich, wechsle dich mit einem anderen Lenker ab, oder lass dich zum Beispiel vom Papa in spe zu deinen Terminen bringen. Bei längeren Fahrten solltest du dir auch als Beifahrerin in regelmäßigen Abständen die Beine vertreten und eventuell angepasste Kompressionsstrümpfe tragen.
    Außerdem ist es für Schwangere sehr wichtig viel zu trinken. Deshalb führe am besten beim Autofahren immer ein bis zwei gefüllte Wasserflaschen mit. 
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