Baby Blues: Wenn die Hormone verrücktspielen

Hochgefühle, die sich mit Heulkrämpfen abwechseln

26.Nov 2017
Deutsch

Du hast es geschafft. Du hast ein kleines Wunder vollbracht, und ein Kind geboren. So weit, so gut! Doch nun erwarten dich noch ein paar weitere Herausforderungen. Die wohl im mentalen Sinne schwierigste Phase, ist die Zeit direkt nach der Geburt, die sich Baby Blues nennt.

Hochgefühle, die sich mit Heulkrämpfen abwechseln

Foto: Shutterstock

Hormonumstellung vom Feinsten

Die Umstellung der Hormone von schwanger auf nicht-mehr-schwanger kann für dich sehr anstrengend sein. Dein Körper stellt sich nun auf das Baby ein. Hochgefühle können sich mit Heulkrämpfen abwechseln. Durch die überwältigende Mutterliebe, gepaart mit zu viel Verantwortungsgefühl und großer Übermüdung, kannst du dich ganz schnell mal überfordert fühlen. Deshalb werden diese Tage des Gefühlsdurcheinanders auch Heul-Tage oder Baby Blues genannt. Selbst wenn darüber kaum geredet wird, betrifft es doch sehr viele Frauen und gehört zu dieser Phase manchmal einfach dazu.

 

Ein kompletter Neuanfang

Es ist die Zeit, um in euer neues Leben als vergrößerte Familie hineinzufinden. Das gegenseitige Kennenlernen beginnt und wirft bestimmt einige Fragen auf. Du machst dir vermutlich viel zu viele Gedanken darüber, wer dieses neue Wesen in deiner Familie ist, welche Bedürfnisse und Vorlieben das Baby hat und wie es sich in bestimmten Situationen reagiert oder eben nicht reagiert. Es ist auch verständlich, dass du damit ein bisschen überfordert bist und du anfangs noch nicht so recht weißt, wie auch du selbst mit all dem am besten umgehst. Aber keine Sorge, denn das wird sich ganz von alleine beruhigen. Nach und nach werdet ihr zum eingespielten Team. Es wird dir immer leichter fallen, die Bedürfnisse des Sprösslings zu deuten und entsprechend zu reagieren.

 

Zeit für dich

Wichtig ist aber auch, dass du dir, wenn möglich, immer wieder einmal eine kleine Auszeit gönnst. Ruhezeiten einzuhalten, ist in dieser Phase sowohl für dich, als auch, im Zuge deiner daraus resultierenden Laune, für dein Baby, ganz besonders wichtig. Bestimmt findest du in deinem Freundes- oder Verwandtenkreis jemanden, der genauso gerne wie du und dein Partner mit deinem Baby Zeit verbringt und zum Beispiel mal ein bis zwei Stunden mit dem Kleinen spazieren geht. Genieße diese Zeiten und versuche sie für dich selbst zu nutzen. Mach Dinge, die dir Spaß machen oder dich entspannen, sodass du ausreichend Energie tanken kannst, um dich danach wieder liebevoll deinem Baby widmen zu können.

 

Um Hilfe wird gebeten

Genauso, wie du dich in vielen Punkten bestimmt auf dein soziales Umfeld verlassen kannst, ist es vor allem in diesem schwierigen Abschnitt absolut keine Schande auch anderweitig Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Es gibt dafür zum Beispiel sogar verschiedene Mutter-Kind-Beratungsstellen, die dir gerne weiterhelfen. Zögere hierbei nicht – lieber einmal zu viel anrufen!
Je nach Land gibt es auch Anspruch auf die Betreuung durch eine Hebamme nach der Geburt. Das ist eine sehr lohnende Unterstützung von einer erfahrenen Geburtshelferin, die dir viele Fragen beantworten kann. Sie untersucht das Baby und dich, und gibt dir tolle Infos in Sachen Babypflege. 

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