Babykurse zur Frühförderung, Teil 2

Was für Kurse gibt es?

22.Nov 2016
Deutsch

Im Teil 1 der Babykurse haben wir euch bereits erzählt, wieso ihr euch mit diesem Thema generell mal beschäftigen könntet. Nun listen wir euch aber die beliebtesten und am weitesten verbreiteten Babykurse auf (geben tut es aber noch unglaublich viele mehr). Und los geht’s!

Babymassage

Schon zwischen der vierten und sechsten Lebenswoche könnt ihr mit diesem Kurs beginnen. Dabei gibt es verschiedene Varianten – z.B. indische oder ayurvedische Babymassage – die ihr je nach Geschmack oder Verfügbarkeit in eurer Umgebung wählen könnt. Generell haben Babymassagen positive Auswirkungen auf die körperliche wie seelische Entwicklung eurer Kinder. Massagen fördern die Ausgeglichenheit, können Spannungen lösen, regen den Stoffwechsel und die Verdauung an und beugen Blähungen vor. Sogar Zahnungsbeschwerden können durch die bestimmten Bewegungen gelindert werden. Und auch auf euch wirken die Babymassagen entspannend, da ihr im Umgang mit eurem Baby mehr Sicherheit gewinnt und lernt, wie ihr es zufriedener machen könnt. Ihr lernt den Körper eures Kindes genau kennen.

Babykurse zur Frühförderung, Teil 2

Foto: Shutterstock

Babyzeichensprache

Auch über das Thema Babyzeichensprache haben wir euch schon einmal berichtet. Hier erfahrt ihr mehr Details. Im Prinzip geht es bei der Babyzeichensprache darum, eine Art „Übergangssprache“ mit eurem Kleinen zu haben. Dadurch kann das Baby viel früher kommunizieren, was es gerade braucht und ihr könnt es viel früher verstehen.

Musikalische Früherziehung

Bei diesen Musikkursen für die Kleinen werden die angeborenen musikalischen Fähigkeiten ohne Leistungsdruck entfaltet. Euer Baby erlernt Rhythmus zu spüren, entdeckt verschiedene Klänge der Instrumente und erfährt eine „klingende“ beruhigende Atmosphäre. Nebenbei wird die Motorik und die Feinmotorik eures Kindes entwickelt. Geeignet sind die Kurse von 0 bis 2,5 Jahren. Gemeinsam in der Gruppe singt ihr, spielt und lauscht den Klängen. Die etwas Größeren können auch schon einfache Instrumente ausprobieren und Spaß an der Bewegung zur Musik spüren.

Babyschwimmen

Warum Babyschwimmen eine gute Idee ist, könnt ihr in diesem Video anschauen. Es geht also nicht darum, dass dein Baby schon schwimmen lernt, sondern vielmehr um Entspannung und Spaß an der Bewegung. Zudem lernt es seinen Körper besser zu koordinieren und stärkt sein Immunsystem. Mittlerweile gibt es schon fast in jedem größeren Schwimmbad Angebote für Eltern mit Babys. Erkundigt euch am besten, wo es bei euch in der Nähe Kurse für´s Babyschwimmen gibt.

Babykurse zur Frühförderung, Teil 2

Foto: Shutterstock

PEKIP

Bereits in den 1960er Jahren entwickelte ein Psychologe ein Bewegungs- und Interaktionsprogramm für Eltern und ihre Babys, um die Entwicklung der Kinder zu bestmöglichen Bedingungen zu fördern. Denn wenn Babys anhand von Bewegungen stimuliert werden, so fand er heraus, sind sie aktiver, entwickeln im Alltag einen regelmäßigen Schlaf- und Wachrhythmus und darüber hinaus einen gesunden Appetit. Aus diesen Grundlagen entstand dann in den 1970er Jahren das Prager-Eltern-Kind-Programm. Über ein Jahr verteilt treffen sich beim PEKIP sechs bis acht Erwachsene mit ihren Babys und verbringen jeweils eine Stunde mit Musik- und Fingerübungen. Zudem beschäftigt sich der Kurs auch mit den Fragen, die die Eltern mitbringen. Somit stehen auch die Bedürfnisse der Eltern und der Austausch untereinander mit Fokus.

Allgemeines

Alle Kurse setzen voraus, dass eure Babys gesund und fit dafür sind. Sollte das nicht der Fall sein, solltet ihr vorher auf jeden Fall mit eurem Kinderarzt darüber reden.

Auch wenn wir hier immer von den Eltern als Begleitperson sprechen, sind natürlich auch Omas und Opas, Tanten und Freunde als Kursbegleiter sehr herzlich willkommen. So kann auch zu diesen Personen eine stärkere Bindung aufgebaut werden und die Eltern bekommen somit eine kurze Auszeit.

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