Babys Schlaf – Was Bindung und Vertrauen mit Nachtruhe zu tun haben

Blog Gastartikel: Die kleine Botin

02.Feb 2018
Deutsch

Gastbloggerin Daniela von Die kleine Botin über Babys Schlaf. Kaum ein Thema beschäftigt junge Eltern so sehr, denn schlaflose Nächte zehren. Warum „schlafen lernen“ dem Kind richtig schadet und was sie stattdessen empfiehlt, verrät sie hier.

Babys Schlaf – Was Bindung und Vertrauen mit Nachtruhe zu tun haben

Wann und wie lange am Stück Babys schlafen ist komplett unterschiedlich und hängt nicht zuletzt von der Persönlichkeit und dem Schlafbedürfnis des kleinen Menschen ab. Eines ist jedoch klar, von sogenannten „Schlaf-Lern-Programmen“ und „-Techniken“ ist komplett abzuraten.
 

Babys Rhythmus

Wenn ein Baby auf die Welt kommt, ist der Tag nicht Tag und die Nacht nicht Nacht. Die Wärme, die Liebe und regelmäßige Mahlzeiten sind wichtig zum Wachsen und Gedeihen. Ob das nun nachts ist oder am Tag, spielt für den Säugling keine Rolle. Nach 10 Monaten im Bauch der Mama ist der Tag-Nacht-Wechsel völlig neu und muss erst langsam übernommen werden.
 

Schlafen kann man nicht lernen.

Oh, Gott – wir kennen ihn alle, diesen Satz: „Na, schläft das Kleine schon durch?“ Im schlimmsten Fall erreicht uns diese Frage schon wenige Monate nach der Geburt und vielleicht fragen wir uns dann, ob es richtig ist, dass wir nahezu stündlich stillen, das Baby im Bett bei uns haben und ob es denn nicht an der Zeit wäre... Wahrscheinlich suggerieren wir dem Kind sogar nonverbal, dass wir es mehr lieben würden, wenn es schlafen würde... STOPP.

Ein Baby kann schlafen. Von Beginn an. Wenn es satt ist und sich geborgen fühlt, wenn es Nähe spürt und es in wohliger Umgebung ruhen kann.

Wenn wir Babys dazu zwingen, allein im Zimmer zu sein und sie womöglich sogar minutenlang schreien lassen, dann verlieren sie das Vertrauen. Eine Bindung zu den wichtigsten Personen ist so nicht gut möglich. Es ist eine Verletzung der Seele!
 

Intuition und Urvertrauen

Je nach Situation und Familienkonstellation ist es für alle Mitglieder gut, entweder im selben Zimmer oder in einem Bett zu schlafen und so das nächtliche Erwachen so unkompliziert wie möglich zu machen. Ob es nun ein Familienbett sein soll, oder man gern ein Kinderbett zum Anstellen verwendet oder eine Matratze im Kinderzimmer neben dem Bettchen die Lösung ist, ist Geschmackssache. Wichtig ist nur das Baby NIEMALS allein zu lassen. Hör auf deine Intuition und dein Herz.
 

So machst du dir die Nächte so angenehm wie möglich:

  • Trag das Baby oder lasse es auf dir einschlafen, wenn es den Kontakt braucht.
  • Das Baby schläft bei Dir und kann stillen wann es möchte, ohne dass wer aufstehen muss. Oder die vorbereitete Babynahrung steht mit Thermoskanne und Wasser am Nachttisch.
  • Das Kinderzimmer bietet die Möglichkeit, dass ein Elternteil dort bequem schlafen kann.
  • Das Kind nie schreien lassen.
  • Das Abendritual langsam einführen.
  • Dem Baby Zeit geben, in der Welt mit Tag und Nacht im eigenen Tempo anzukommen.
  • Auf die Raumtemperatur achten (maximal 18-20 Grad).
  • Natürliche Fasern sind die beste Bekleidung und sorgen für gutes Hautklima. (Bio-Baumwolle- oder Wolle-Seide-Bodys)
  • Schau dich nach alternativen Schlafplätzen um, wie z.B. die Federwiege oder der Stubenwagen.
  • Schlafe untertags so oft wie möglich mit dem Baby mit und ruhe dich aus.
  • Wechsle dich mit dem Partner ab, wenn die Nächte zu anstrengend werden.
  • Iss abwechslungsreich und hochwertig, so bleibst du belastbarer.
     

Das wichtigste ist: DU KANNST DEIN BABY NICHT ZU SEHR VERWÖHNEN! Wenn du es bei dir lässt, dann stärkt das die Bindung und das Vertrauen. 

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