Babys Schlaf – Was Bindung und Vertrauen mit Nachtruhe zu tun haben

Wertvolle Tipps für erholsamen Schlaf

29.Mai 2019
Deutsch

Kaum ein Thema beschäftigt Eltern so sehr wie alles rund um das Schlafen. Wann und wie lange am Stück Babys schlafen ist komplett unterschiedlich und hängt nicht zuletzt von der Persönlichkeit und dem Schlafbedürfnis des kleinen Menschen ab. Eines ist jedoch klar, von sogenannten „Schlaf-Lern-Programmen“ und „Schlaf-Techniken“ ist abzuraten. Unsere Gastbloggerin Daniela von Die kleine Botin hatte sich diesem Thema schon angenommen und wir haben dieses nun für dich erweitert.

Babys Schlaf – Was Bindung und Vertrauen mit Nachtruhe zu tun haben

Foto: MAM

Babys Rhythmus

Wenn ein Baby auf die Welt kommt, ist der Tag nicht Tag und die Nacht nicht Nacht. Die Wärme, die Liebe und regelmäßige Mahlzeiten sind wichtig zum Wachsen und Gedeihen. Ob das nun nachts ist oder am Tag, spielt für den Säugling keine Rolle. Nach 9 Monaten im Bauch der Mama ist der Tag-Nacht-Wechsel völlig neu und muss erst langsam übernommen werden. Das dauert eine Weile und ist von Baby zu Baby unterschiedlich. Wichtig ist, dass man seine Nerven nicht verliert!
 

Schlafen kann man nicht lernen

Wohl jede Mama und jeder Papa kennt diesen einen, nervigen, immer wiederkehrenden Satz: „Na, schläft das Kleine schon durch?“ Am besten bekommt man dann noch gut gemeinte Ratschläge von Freunden und Verwandten ans Herz gelegt. Das ist einfach nur anstrengend und belastend! Im schlimmsten Fall erreicht diese Frage die frischgebackenen Eltern schon wenige Monate nach der Geburt. Da schießen einem natürlich alle möglichen Gedanken durch den Kopf und vielleicht fragt man sich dann, ob es richtig ist, dass man nahezu stündlich stillt oder das Fläschchen gibt, das Baby im Bett neben sich liegen hat und ob es denn nicht langsam an der Zeit für eine erholsame Nacht wäre...

Diesen Gedanken darf man jedoch nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken, denn ein Baby kann schlafen. Und zwar von Beginn an. Aber nur wenn es satt ist und sich geborgen fühlt, wenn es Nähe spürt und es in wohliger Umgebung ruhen kann.

Es hat keinen Sinn, Babys dazu zu zwingen, allein im Zimmer zu sein und sie womöglich sogar minutenlang schreien zu lassen. Die einzig mögliche Schlussfolgerung so einer Situation ist der Vertrauensverlust. Eine Bindung zu den wichtigsten Personen ist so einfach nicht gut möglich.
 

Intuition und Urvertrauen

Je nach Situation und Familienkonstellation ist es für alle Mitglieder gut entweder im selben Zimmer oder in einem Bett zu schlafen und das nächtliche Erwachen so unkompliziert wie möglich zu gestalten. Ob es nun ein Familienbett sein soll, man gern ein Kinderbett zum Anstellen verwendet oder eine Matratze im Kinderzimmer neben dem Bettchen die Lösung ist – das bleibt Geschmackssache. Wichtig ist nur, das Baby niemals allein zu lassen. Intuition und Liebe sind hier gefragt!
 

So machst du dir die Nächte so angenehm wie möglich:

  • Trage das Baby oder lasse es auf dir einschlafen, wenn es den Kontakt braucht.
  • Das Baby schläft bei dir und kann gestillt werden wann es möchte, ohne nächtliches Herumirren in den eigenen vier Wänden. Oder die vorbereitete Babynahrung steht mit Thermoskanne und Wasser am Nachttisch.
  • Das Kinderzimmer bietet die Möglichkeit, dass ein Elternteil dort bequem schlafen kann.
  • Das Kind nie schreien lassen.
  • Ein Abendritual langsam einführen. Eine tolle Möglichkeit ist es, dem Kind vor dem Schlafengehen ein Gute-Nacht-Lied vorzusingen oder das Baby zu massieren.
  • Dem Baby Zeit geben, in der Welt mit Tag und Nacht im eigenen Tempo anzukommen. Der richtige Rhythmus muss erst gelernt werden!
  • Auf die Raumtemperatur achten! Weder Hitze noch Kälte sind ideal für deinen Nachwuchs – zwischen maximal 18-20 Grad liegt die perfekte Temperatur für erholsamen Schlaf.
  • Natürliche Fasern sind die beste Bekleidung und sorgen für ein angenehmes Hautklima. (zum Beispiel Bio-Baumwolle- oder Wolle-Seide-Bodys)
  • Schau dich nach alternativen Schlafplätzen um, wie z.B. die Federwiege oder der Stubenwagen.
  • Schlafe untertags so oft wie möglich mit dem Baby mit und ruhe dich aus. Die Hausarbeit läuft dir nicht davon, genieße lieber die Zeit mit deinem Kleinen.
  • Wechsle dich mit dem Partner ab, wenn die Nächte zu anstrengend werden, dein Schatz wird merken, wenn du unruhig bist und das kann das Baby beim Einschlafen hindern.
  • Iss abwechslungsreich und hochwertig, so bleibst du belastbarer.

Das Wichtigste ist: Du kannst dein Baby nicht zu sehr verwöhnen! Wenn du es bei dir lässt, dann stärkt das die Bindung und das Vertrauen.

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