Babys und Farben

Die Wirkung von Farben auf Gefühle

22.Apr 2017
Deutsch

Babys und Farben: Wenn in der Schwangerschaft das Licht durch Mamas Bauchdecke dringt, dann schwebt das Baby in einer leuchtend roten, warmen Wolke. Damit sie nicht frieren, wickeln deshalb Hebammen Neugeborene in rote Handtücher. Und Rot ist dann auch die erste Lieblingsfarbe. Babys und die Welt der Farben – ein wirklich verblüffendes Spektakel. Lange hat sich der Mythos gehalten, dass Babys ab der Geburt zuerst mal völlig farbblind wären. Das stimmt aber nicht ganz so. Die Farbwahrnehmung vom Baby entwickelt sich zwar erst nach der Geburt zur Gänze, aber manche Lichtfrequenzen können die Kleinen unmittelbar wahrnehmen. Licht und Farbe bestehen ja aus Frequenzwellen.

 

Babys und Farben

Fotos: Shutterstock

Babys lernen das Farbsehen durch Kontraste

Das Rot-Grün-Sehen entwickelt sich zuerst. Das Blau-Gelb-Sehen entsteht ab etwa dem 6. Lebensmonat. Danach wird die Farbwahrnehmung immer exakter, und ab dem 1. Lebensjahr kann das Baby ein breites Farbspektrum wahrnehmen. Bei zarten Pastelltönen aber, kann die Unterscheidungsfähigkeit sogar bis in die Pubertät andauern.

Gibt es Unterschiede in der Farbwahrnehmung bei Mädchen und Jungen?

Diese Frage kann definitiv verneint werden. Bis zum 4. Lebensjahr ist für beide Geschlechter die Farbwirkung gleichwertig. Eine Farbzuordnung wie Blau für Jungs und Rosa für Mädchen stammt also von der Außenwelt. Rosa zum Beispiel ist eine Farbe, die farbpsychologisch auf alle Babys beruhigend wirkt.

Auf Kontraste reagieren Babys in den ersten Lebenswochen am deutlichsten

Schwarz-Weiss Kontraste regen laut Wahrnehmungspsychologen das Babygehirn besonders an. Dabei handelt es sich bei Weiß darum, dass das Licht vollkommen reflektiert wird, und Schwarz nimmt das gesamte Lichtspektrum auf. Es sind also Hell-Dunkel Kontraste, die zuerst auf das Baby einwirken. Deshalb reagieren Babys in den ersten Lebensmonaten auf intensive, kräftige Kontrastfarben. Sie wirken anregend. Aber besonders ansprechend wirken auf Säuglinge Struktur und Regelmäßigkeit in jeder Form- und Farbgebung.

Farben wirken auf die Gefühlswelt

Räume, in denen sich Babys länger aufhalten oder schlafen, sollten in sanften Farben gestaltet werden. Denn Farben in Pastelltönen strahlen Ruhe aus, und helfen den Kleinen sich zu entspannen. Deshalb ist es empfehlenswert, für den Schlafbereich ruhige Flächenfarben in sanften Tönen zu wählen. So harmonisierst du die Raumatmosphäre. Aber natürlich kannst du das Kinderzimmer zusätzlich mit kräftigen Farbakzenten ausstatten.

 

Babys und Farben

Je älter das Kind ist, desto intensiver dürfen die Akzente sein. Deiner Kreativität in der Farbgestaltung werden dadurch keine Grenzen gesetzt!

 
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