Babyschwimmen leichtgemacht

Blog Gastartikel: Micky von Salon Papa

27.Aug 2019
Deutsch

Wenn man das Wasser liebt und lieber schwimmen als wandern geht, dann hofft man auch, dass der Nachwuchs zumindest eine Leidenschaft für das Element Wasser hat. Deswegen hat Micky von Salon Papa einen Babyschwimmkurs mit seiner Tochter Rosa gemacht und erzählt in seinem Gastartikel über seine Erfahrungen und warum er es nicht erwarten kann, in die nächste Stunde zu gehen.

Familie im Wasser

Foto: Salon Papa

Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht? Eine Frage die mir meine Frau immer wieder stellt. Seit wir eine Tochter haben, hat diese Frage eine neue Bedeutung bekommen, denn mit und für Rosa ist alles neu, aufregend und interessant. So wie unser Babyschwimmkurs, den wir in der Felsentherme in Bad Gastein gemacht haben. Warum machst du das denn jetzt schon, wollten ein paar befreundete Eltern wissen. Und ich musste nicht lange überlegen, um zu antworten. Ich selbst liebe das Element Wasser, als Triathlet war Schwimmen einer meiner Lieblingsdisziplinen und der Gedanke, dass ich mit Rosa Zeit im Wasser verbringen kann, war schon ziemlich reizvoll.

Wobei „Schwimmen“ beim Babyschwimmen vielleicht das falsche Wort ist, denn es ist mehr ein „Auf Augenhöhe treiben“. Aber ganz gleich ob treiben, tauchen, schwimmen, oder einfach nur planschen – meine Tochter Rosa ist ein Engelchen in Schwimmwindeln und liebt Wasser ganz genauso wie ich! Und vielleicht kann sie ja sogar schwimmen, bevor sie gehen kann. Ja, so stellt sich das Papa Micky vor. ;-)
 

In der Badewanne hat alles begonnen!

Ich habe Rosa von Anbeginn gleich mit in die Badewanne genommen, da hat sie sich pudelwohl gefühlt. Als sie knapp über 5 Monate alt war, wollten wir mit ihr den ersten Babyschwimmkurs machen. In der Felsentherme kam es dann zu Rosas Schwimm-Wassertaufe. Mit Michaela Egger hatten wir eine erfahrene Babyschwimmlehrerin vor Ort, die uns mit viel Sympathie zeigte, worauf es ankommt. 

Es war für mich total aufregend, mit Rosa etwas ganz Neues zu machen. Ich war extrem gespannt, wie sie auf das große Becken und das Schwimmen reagieren würde.
 

Wissenswertes zum Babyschwimmen

Ich habe zwar vorab schon gelesen und gehört, dass die Bindung durch den Hautkontakt im Wasser noch stärker wird, dass das Vertrauen zum Papa intensiver wird und dass, das Wasser die Koordination und die Bewegung fördert. Schön und gut, dachte ich mir, Rosa hatte den Badeanzug an und das Vergnügen konnte beginnen.

Unsere Schwimmlehrerin Michaela erklärte uns dann noch, dass vorab ein paar Parameter erfüllt sein sollten:

  • Babyschwimmen ist ab dem 3. Monat möglich. Hört man auf das Bauchgefühl, weiß man aber am besten, wann der Kleine bereit dazu ist.

  • Das Baby in der Badewanne vorzubereiten ist von Vorteil. 

  • Die Wassertemperatur sollte mindestens 32 Grad betragen.

  • Die Trainer sollten eine Babyschwimm-Ausbildung absolviert haben. Und ohne Sympathie, sowie Empathie geht gar nix.

  • Die Tagesverfassung beim Baby spielt eine große Rolle. Ist das Baby gut drauf dann steht dem Badevergnügen nichts im Wege. 

  • Umso entspannter man selbst ist, desto mehr Spaß hat das Baby im Wasser.

  • Zu Beginn sind 20-30 Minuten die richtige Zeit für ein Planschvergnügen. Die Eindrücke sind fordernd und ganz schön viel für einen kleinen Knopf.
     

Es war einfach großartig!

Der ganze Spaß dauerte nur eine knappe halbe Stunde, aber es war großartig. Ich habe gelernt, wie ich Rosa mit verschiedenen Griffen sicher durch das Wasser gleiten lassen kann - das hat auch mich entspannter gemacht. Mit einer Gießkanne haben wir ihr ganz langsam Wasser über den Kopf gegossen, damit sie sich an das Element gewöhnt. Außerdem hatten wir viele bunte Bälle dabei - damit wurde ihr die Wasseroberfläche begreifbar gemacht. Jedes Mal war es ein neuer Aha-Effekt, wenn sie nach den Bällen gegriffen hat. Ein wunderbarer Anblick!

Ich war mir nicht mal im Ansatz bewusst, wie viele Schwimmhilfen es für die kleinen Zwerge gibt und wie ausgefallen sie sein können. Von einem aufblasbaren Kopfhalter bis zu klassischen Flügerl gibt es da echt einiges. Am meisten hat mich eine Art Mini-Schlauchboot überzeugt, bei dem die Füße unten raus baumeln.

Die Trainerin hat mir auch gezeigt, wie Rosa auf eine Sekunden-Tauchaktion gehen kann. Ich wollte auf keinen Fall, dass Rosa Angst hat oder ein Trauma davonträgt. Denn beim Thema Babytauchen gibt es ja wirklich viele verschiedene Meinungen. Deswegen habe ich alles ganz genau nach Anleitung gemacht und Rosa hat zuerst große Augen gemacht und dann gelacht. Ich glaube, ihr hat es sehr gefallen!

Ich hatte nicht nur einen tollen Tag mit Rosa, sondern ich bin ganz ehrlich auch ein bisserl erleichtert, dass sie Wasser genauso liebt wie ich. Wir waren gleich am nächsten Tag wieder in der Felsentherme und haben ihre Lieblings-Gummitiersammlung mitgenommen. Die Badetasche steht übrigens schon wieder bereit für unseren nächsten Besuch.

Die Bindung und der Körperkontakt sind echt etwas Magisches zwischen Papa und Tochter. Ich versuche aber auch so ganz viel mit Rosa zu kuscheln. Wann es dafür am meisten Zeit gibt, erfährst du in diesem Gastartikel von mir.

Sende diese Seite an einen Freund