Babyschwimmen und Babytauchen

Bambinikurse: Hype, Spaß oder Gefahr für das Baby?

18.Nov 2017
Deutsch

Das Angebot von Schwimmkursen für die Kleinsten ist mittlerweile richtig groß.Aber eigentlich hat der Begriff "Babyschwimmen" nicht viel mit dem "richtigen" Schwimmen zu tun. Es ist vielmehr eine Eltern-Kind-Gymnastik im Hallenbad mit wassertauglichen Props zum Bewegen und Spielen.

Mehrere Jahre lang gab es einen regelrechten Hype für das Babyschwimmen. Vor allem um das Untertauchen des Babys im kühlen Nass. Nachdem es nun aber auch einige kritische Berichte zum Thema gibt, liegt gerade das Babytauchen nicht mehr ganz so vorne im Trend. Eltern müssen also selbst abwägen, was für sie und ihre kleinen Lieblinge nun in Frage kommt.

Natürlich soll so ein Kurs im Babyschwimmen keinesfalls eine Gefahr für das Baby in sich bergen. Sondern der ganzen Familie jede Menge Spaß bereiten. Wir sind manchen kritischen Stimmen ein wenig nachgegangen. Und dazu beantworten wir drei der wichtigsten Fragen.

 

Babyschwimmen und BabytauchenFoto: Shutterstock

#1 Ab wann sind Mama und Baby bereit für einen Schwimmkurs?

Sanfte Gymnastik für die Rückbildung nach der Geburt, ist für die frischgebackene Mama sehr zu empfehlen. Die Wundheilung sollte aber bereits vor einem Schwimmkurs im Bad abgeschlossen sein.

Für das Baby geht es darum, Sicherheit im Wasser zu gewinnen. Und darum, mit den Eltern fröhliche, spielerische Momente zu erleben. Auch wenn Kurse schon ab dem 2. Monat angeboten werden, weil der Atemreflex des Babys für das freie Atmen beim Untertauchen nur bis wenige Wochen nach der Geburt anhält, sind viele Babys erst ab dem 4. bis 5. Monat bereit für das Babyschwimmen.

Du solltest auf jeden Fall darauf achten, dass dein Baby bereits eine gewisse Reife aufweist. Der Greif-Reflex soll ausgebildet sein, damit du das Baby gut und sicher halten kannst. Auch das Schlafen und Stillen sollten auf jeden Fall schon einen regelmäßigen Rhythmus haben.

 

 #2 Kann es zu gesundheitlichen Gefahren für das Baby im Bad kommen?

Es gibt verschiedene Studien darüber, dass das Wasser im Hallenbad negative Auswirkungen auf die Lungenentwicklung des Babys haben könnte. Das Verschlucken von chlorhaltigem Wasser und die Aufnahme von Chlor über die Haut, kann theoretisch die Gesundheit des Babys beeinträchtigen. Weil die Chloramin-Konzentration der Luft im geschlossenen Hallenbad erhöht ist, kann es im schlimmsten Fall zur Belastung der Lunge kommen. Deshalb sind Kurse im Freibad die bessere Variante. 

 

#3  Hat mein Baby wirklich Freude daran?

Babys kennen das Schweben im Wasser aus dem Mutterleib (Fruchtblase), aber nicht alle Babys lieben deshalb den Aufenthalt im Schwimmbad. Wahrscheinlich gibt es also ebenso viele Befürworter, wie Gegner zum Thema. Geschulte Kursleiter testen die Bereitschaft des Babys mit der sogenannten Wassergussmethode. Dabei wird etwas Wasser über Kopf und Gesicht des Babys geträufelt, um seine Reaktion zu beobachten.

Erzähle uns von deinen Erfahrungen beim Babyschwimmen! Hast du weitere Fragen zum Thema? Schreib´ einen Kommentar und wir kommen darauf zurück!

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