Back to Reality: Die Zeit nach dem Wochenbett

Blog Gastartikel: Daniela von Die kleine Botin

23.Aug 2019
Deutsch

Es ist plötzlich alles anders: Ein Baby stellt die Welt auf den Kopf und die gewohnten Routinen gibt es nicht mehr. Schlaf ist nicht mehr selbstverständlich und dennoch geht es wieder Richtung Alltag. Die ersten Wochen als Mama sind ganz besonders und mit ein paar Tipps und viel Achtsamkeit für sich selber ist die neue Realität nach dem Wochenbett gut zu bewältigen. Daniela vom Blog Die kleine Botin weiß, Zeit nehmen ist die Zauberformel!

Mama mit Baby

Ach, der süße Babyduft, die feinen Haare und die winzig kleinen Fingerchen und Zehen... die erste Zeit mit dem neuen Baby ist so besonders!

Wenn es nur immer so schön und romantisch wäre, wenn man mit einem Neugeborenen im Bett liegt, stundenlang stillt, alles noch wund und „offen“ ist nach der anstrengenden Geburt und man nicht mal genug Schlaf bekommt… Die Zeit des Wochenbetts, also die ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt, sollten tatsächlich für die Erholung und die Einfindung, das Kennenlernen und Erspüren der neuen Situation da sein.

Körperliche Erscheinungen, Wunden, die heilen müssen, der Wochenfluss und das oft unangenehme oder gar schmerzhafte Stillen sind anstrengend genug. Ich habe vor allem beim ersten Kind versucht, Ruhe währen zu lassen, ehe ich mich in Richtung Alltag zurückbewegt habe und das war gut so.

Hier habe ich euch Step-by-Step aufgelistet, wie ich wieder in eine Alltagroutine nach der Geburt gefunden habe:
 

Wenig Besuch!

Das war einer meiner Credos: Wenn schon wer kommt, vor allem die engste Familie wollte ja meine Tochter unbedingt auch kennenlernen, dann bitte mit Essen! Klingt banal, aber eine nährende Suppe oder ein frischer Kuchen sind richtig wertvoll.
 

Ruhephasen einhalten!

Wenn das mal nicht so schwer wäre – aber jede Stunde Schlaf, die ich untertags mit dem Baby einhalten konnte, hat mich spürbar fitter gemacht.
 

Keine Ausflüge!

Das Baby braucht kein fertiges Babyzimmer, keine Spielsachen und keine moderne Kleidung: Shoppingausflüge oder lange Besorgungen strengen so sehr an. Ich habe mich etwa drei Wochen nach der Geburt massiv überschätzt und prompt kam die Quittung in Form einer massiven Brustentzündung mit Fieber und Schmerzen.
 

Hilfe nicht nur annehmen, sondern einfordern!

Beim zweiten Kind war ich „besser vorbereitet“: Ich habe schon vor der Geburt gewisse Notwendigkeiten ausgelagert und viel organisiert. Eine liebe Großtante kam jeden zweiten Tag mit frischem Essen vorbei und hat auch im Haushalt ein bisschen geholfen. Nach der ersten Geburt war zwar meinen Mann bei mir, aber der war nach wenigen Tagen wieder im Job, weil es seine Stellung nicht anders zuließ. Und ich mit Baby und Hunger allein.
 

Gut erholt, guter Start

Nach etwa vier Wochen ging es mir dann wieder richtig gut. Wir hatten sowas wie eine erste „Still-Routine“ gefunden, meine Wunden waren verheilt und ich war wieder mutig genug, um erste Unternehmungen zu starten.

Natürlich folgten kleinere Rückschläge, vor allem wenn die Nächte zu kurz waren. Da darf man dann auch Mut und Stärke beweisen und bereits ausgemachte Treffen und Termine absagen und einfach seinen eigenen Ruhebedürfnissen nachgehen. Ich habe in dieser Zeit gelernt, auch mal NEIN zu sagen und es tut mir bis heute gut.
 

Alltag – aber mit neuen Vorzeichen

Wenn sich dann der Alltag wieder einstellt, die ersten Einkäufe auch mit Baby gut gelingen und man sich wieder regelmäßig raustraut, dann kommt das Selbstvertrauen und - zurecht - Stolz auf das, was man da gerade im neuen Leben alles meistert!
 

Wie die erste Baby-Zeit dann mit dem Geschwisterchen verlaufen ist, erzähle ich in diesem Gastartikel von mir.
 

Foto: Shutterstock

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