Beikost: Beste Getreidesorten für Babys

Hafer, Dinkel, Reis oder Weizen? So geht gesunde Babyernährung

24.Mai 2017
Deutsch

Babyernährung: Nachdem dein Baby zum Beikost Start vor allem Gemüsebrei bekommt, wird es zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat Zeit für den ersten Milch-Getreide-Brei. Diesen solltet ihr eurem Sprössling am Abend geben, da er besonders gut sättigt. Wenn alles klappt könnt ihr kurz darauf, zwischen dem 7. und 9. Lebensmonat etwa, die dritte Beikostmahlzeit einführen: Einen Getreide-Obst-Brei, der sich hervorragend als Zwischenmahlzeit eignet. Doch welches sind die besten Getreidesorte für Babys? Und was ist mit dem in Getreide enthaltenen Gluten, dessen Genuss wie man immer wieder liest zu Zölliakie (schwere Gluten-Unverträglichkeit) führen kann? Wir haben die Antworten auf all diese Fragen.

Beikost: Beste Getreidesorten für Babys

Foto: Shutterstock 

Warum überhaupt Getreide?

Für die Entwicklung deines Babys ist Getreide unheimlich wichtig. Neben hochwertigem pflanzlichen Eiweiß, ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen und wichtigen Mineralstoffen, wie Eisen, Magnesium und Zink, enthält es auch Ballaststoffe, welche die Verdauung regulieren.

Inwiefern kann das im Getreide enthaltene Gluten (auch Weizeneiweiß genannt) meinem Baby schaden?

Bis vor einigen Jahren ging man davon aus, dass man Babys möglichst kein glutenhaltiges Getreide geben sollte. Unzählige Studien in den letzten Jahren haben aber das gezeigt: das Risiko, dass dein Baby eine Zölliakie entwickelt, lässt sich sogar verringern indem man ihm direkt zur Beikosteinführung immer wieder kleine Mengen Weizeneinweiß enthaltenes Getreide gibt. Im Idealfall dann, wenn das Baby zugleich noch gestillt wird. So kann sich der kleine Körper an das Klebeeiweiß gewöhnen und es akzeptieren. Unser Tipp: Gelegentlich einfach mal in den Gemüsebrei oder den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei Produkte, die Gluten enthalten - wie etwa ein kleines Stück Dinkelnudel oder einen halben Teelöffel Haferflocken untermischen!

Achtung: Gibt es einen Fall von Glutenunverträglichkeit in eurer Familie, solltet ihr das bei der Einführung von Getreide bei eurem Baby natürlich berücksichtigen und nach Rücksprache mit eurem Kinderarzt auf glutenfreie Alternativen zurückgreifen.

Welches sind die besten Getreidesorten für Babys?

1. Hafer:  Der Klassiker! Der Körper kann die Inhaltsstoffe gut verwerten, außerdem enthalten Haferflocken viel Eisen, das der Körper für die Blutbildung braucht. Plus: Hafer ist sehr preisgünstig!

Geschmack: Nussig, leicht süß

Glutenhaltig: Ja

Pro: Schmeckt Babys meist gut, ist leicht verdaulich

2. Weizen: Für Babys eignet sich Weizen besonders in Form von Weizengrießbrei!

Geschmack: Mild

Glutenhaltig: Ja

Contra: Relativ nährstoffarm, nicht so leicht verdaulich (wie zum Beispiel Hafer).

3. Dinkel: Dinkel enthält mehr Mineralstoffe und Vitamine als beispielsweise Weizen. Außerdem wird Dinkel oftmals auch von Weizenallergikern vertragen.

Geschmack: Herzhaft nussig

Glutenhaltig: Ja

Pro: Gut bekömmlich

4. HirseHirse gilt als besonders mineralstoffreich! Sie enthält zum Beispiel große Mengen an Eisen, Magnesium sowie Kieselsäure, die für Knochen, Knorpel und Bindegewebe wichtig ist.

Geschmack: Süßlich

Glutenhaltig: Nein

Pro: leicht verdaulich

5. Reis: Genau wie Hirse ist Reis glutenfrei. Er enthält viel Stärke, gleichzeitig aber wenig Fett und Eiweiß. Vollkornreis liefert reichlich B-Vitamine sowie hochwertige Kohlenhydrate und damit jede Menge Energie.

Geschmack: Süßlich, relativ neutral weswegen sich Reis gut kombinieren lässt

Glutenhaltig: Nein

Pros: Sehr leicht verdaulich, sättigend, gut bei Magen-Darm Irritationen

6. Grünkern: Ist grün geernteter Dinkel, der getrocknet und geröstet wird. Dadurch ist er reich an B-Vitaminen und Mineralstoffen.

Geschmack: Herzhaft nussig

Glutenhaltig: Ja

Pro: besonders leicht bekömmlich

Übrigens: Habt ihr erst einmal eine Getreidesorte eingeführt, die euer Baby gut verträgt, müsst ihr nicht unmittelbar eine neue Sorte ausprobieren. Es empfiehlt sich erst einmal 3-4 Tage zu warten, damit sich der Körper an das neue Nahrungsmittel gewöhnt. Werden mehrere Sorten aber bereits gut einzeln vertragen, könnt ihr auch beginnen diese zu mischen. Denn: Laut neuesten Ernährungsrichtlinien ist Abwechslung in Sachen Babyernährung sehr wichtig, da Vielfalt beim Essen der Entstehung von Allergien vorbeugen kann. 

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