Beim Einkaufen Schadstoffe in Lebensmittel verhindern

Unser Guide von A bis Z

02.Nov 2016
Deutsch

Letzte Woche haben wir euch ja bereits eine kleine Einführung in das Thema Bio gegeben. In diesem Artikel wenden wir uns mal dem Thema Schadstoffen und Pestiziden in Lebensmittel und geben Tipps, wie man diese vermeiden kann.

Beim Einkaufen Schadstoffe in Lebensmittel verhindern

Foto: Shutterstock 

Wir alle wissen, dass es besser wäre öfters auf lokale und vor allem saisonale Bio-Produkte zu setzen und doch greifen wir doch immer wieder mal gerne auf Avocado, Ananas und den Granny Smith aus Südafrika zurück. Und das obwohl in konventionell angebauten Lebensmitteln oft Höchstwerte an Pestiziden und anderen Schadstoffen lauern. Für uns Erwachsene bewegen sich diese Werte zwar noch in einem akzeptablen Bereich, doch wie sich der Cocktail aus verschiedensten Spritzmitteln und Schadstoffen auf die Gesundheit unsere Kinder auswirkt ist bislang viel zu wenig erforscht worden. Aus diesem Grund empfehlen wir für Säuglinge und Kleinkinder auch in jedem Fall eine Ernährung mit Produkten aus biologischem Anbau.

A wie Apfel:

Reich an Vitaminen, wichtigen Ballaststoffen, Magnesium, Eisen, Kalzium – schließlich heißt es nicht umsonst „an apple a day keeps the doctor away“. In den Supermärkten ist das komplette Jahr hindurch eine riesige Auswahl an Sorten erhältlich. Viele Sorten aber werden den Großteil des Jahres aus Südafrika und Südamerika importiert und für den Transport mit Wachs behandelt. Bio-Äpfel ist frei von solchen Stoffen.Unser Tipp: In den Monaten September bis November auf heimische Äpfel setzen. Den Rest des Jahres unbedingt Bio Äpfel bevorzugen.

B wie Brot:

Damit das Brot nach dunklem Vollkornbrot aussieht, wird ihm heutzutage oft Malzextrakt zugesetzt. Unser Tipp: Zutatenliste checken oder nachfragen! Denn nur volles Korn enthält noch alle Ballast- und für uns wichtige Mineralstoffe wie Magnesium und Eisen

E wie Eier:

Bio-Eier sind nachweislich weniger mit Salmonellen belastet und enthalten mehr Vitamin A und gesunde Fettsäuren. Plus: Eier von glücklichen Hühnern, die draußen herumlaufen dürfen, schmecken einfach besser! Also: Auf der Verpackung auf die Wörter Bio- und Freilandhaltung achten! Mehr Info dazu findest du hier

F wie Fisch & Fleisch:

Fette Fischsorten wie zum Beispiel Tunfisch und Hering reichern Schadstoffe an. Obwohl sie sehr reich an essenziellen Omega-Fettsäuren sind, solltest du sie Babys und Kleinkindern, wenn überhaupt nur ab und zu geben. Generell überwiegt bei Fisch der positive Effekt auf die Gesundheit!

Unser Tipp: Übrigens – Fisch ruhig auch tiefgefroren kaufen!

Bei Fleisch gilt, dass es nur dann wirklich gesund und auch aus Aspekten der Nachhaltigkeit vertretbar ist, wenn es nicht aus Massentierhaltung stammt. Bei konventionell gehaltenen Tieren werden nach wie vor Hormone, Antibiotika und Wachstumsbeschleuniger eingesetzt. Auch Fütterung mit genmanipulierten Futtermitteln kann nicht ausgeschlossen werden. Tipp: Bei Fleisch unbedingt Bio kaufen. So ist es zumindest annähernd rückstandsfrei!

K wie Käse

Achtung bei Rohmilchprodukten! Vor allem bei Weichkäse. Hier können Bakterien enthalten sein, die für bestimmte Menschen – und dazu zählen auch Säuglinge und Kleinkinder – eine Gefahr darstellen.

M wie Milch

Wenn Rohmilch, dann solltest du diese in jedem Fall 10 Minuten vorher abkochen. Allerdings kannst du dann ebenso gut erhitzte Milch kaufen. Für Kleinkinder oder dich als Schwangere oder Stillende ist H-Milch (auf bis 145 Grad erhitzt) am Besten. Denn auch frische, pasteurisierte (auf 75 Grad erhitzt) Milch kann noch Erreger enthalten.

O wie Obst:

Ob Banane, Birne, Kirschen, Äpfel oder Erdbeeren – bei konventionell angebautem Obst und Gemüse wird nur selten der Grenzwert eingehalten, der für fertige Kindernahrung gilt. Dieser beträgt 0,01 Milligramm Pestizid pro Kilogramm Nahrung. Unser Tipp: Ist das Obst und Gemüse für dein Baby gedacht, solltest du zu Bio greifen. Auch solltest du dir angewöhnen, saisonal einzukaufen – Frische Erdbeeren im Dezember, das muss nicht immer sein.

 

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