Beruflicher Wiedereinstieg - Tagesmutter

Die richtige Betreuung für mein Baby?

14.Apr 2017
Deutsch

Sobald das Thema beruflicher Wiedereinstieg naht, gilt es einige Hürden zu nehmen. Der Gedanke an eine Fremdbetreuung des kleinen Lieblings, führt bei vielen von uns Mamas zu inneren Konflikten. Denn dies ist der erste Schritt in einem langsamen Abnabelungsprozess zwischen Eltern und Kindern. Die meisten Mamas und Papas stehen vor der Frage – Kinderkrippe oder Tagesmutter? Die Antwort ist nicht immer so einfach. Schließlich wollen wir alles richtigmachen und unserem Kind nur das Beste bieten.

 Beruflicher Wiedereinstieg - Tagesmutter

Foto: Shutterstock 

Diese Tipps und Tricks werden euch die Entscheidung für die richtige Kinderbetreuungs-Einrichtung und somit deinen beruflichen Wiedereinstieg erleichtern:

Die Rahmenbedingungen

  • An oberster Stelle bei der Auswahl einer Betreuungsstätte für das Kind: die persönlichen Rahmenbedingungen!
  • Je nach Wohnort und Lage des Arbeitsplatzes wirst du zuerst einmal ausloten, welche Örtlichkeit für die Familie passend ist. Empfehlenswert ist im Baby- und Kleinkindalter die Nähe zum Wohnort. Nach einigen Stunden vieler Eindrücke ist dein Kind bei der Abholung ganz einfach erschöpft. Es möchte mit dir sein, oder in seine gewohnte Umgebung zurückkehren.
  • Das Angebot für den Betreuungsort musst du als nächsten Schritt abstecken.

Wichtig: Es gibt meist ein begrenztes Platzangebot in den verschiedenen Kinder-Einrichtungen. In vielen Fällen ist mit einer Wartezeit zu rechnen. Deshalb sind Anmeldefristen zu berücksichtigen.

Tagesmutter - die „Chemie“ stimmen

Ob nun Tagesmutter oder Kinderkrippe – es ist wichtig, sich die möglichen Betreuungs-Institutionen vorab gut anzusehen. Vereinbare Termine und nimm dein Baby gleich mit. Wenn du die Stimmung Vorort auf dich wirken lässt, beobachte wie dein Kind reagiert. Optimal ist es, wenn der Papa mit dabei sein kann. Denn während ein Elternteil in das Gespräch mit der Tagesmutter verwickelt ist, kann der andere die Wirkung auf das Baby beobachten. Wenn es sich wohlfühlt, ist das schon mal ein sehr gutes Signal. Achte auf dein Bauchgefühl. Manche Kinder jammern vielleicht nur, weil sie gerade aufgewacht sind. Und nicht unbedingt, weil etwas an der neuen Umgebung störend auf sie einwirkt.

Eingehende Gespräche mit der Tagesmutter sind sehr wichtig. Immerhin wird dein Kleines künftig einen Teil seines Tages mit ihr verbringen. Wenn du merkst, dass sie auf einer professionellen Ebene deine Verbündete werden kann, dann liegst du richtig. Vor allem während der Zeit der Eingewöhnung, wirst du im Laufe des Prozesses spüren, wie sehr dir ihr pädagogischer Zugang liegt. Eine Tagesmutter ist ja kein Mama-Ersatz. Sie kann aber deine Mama-Assistenz werden. Deshalb ist es so wichtig, dass eine gute Gesprächsbasis gegeben ist. Nach der Eingewöhnung, nimm dir beim Bringen und Abholen des Kindes die Zeit für einen täglichen kurzen Austausch. So kannst du den Entwicklungsprozess des Babys sehr gut begleiten. Denn die Tagesmutter wird dir aus deren Perspektive mitteilen können, wie sich dein Schatz verhält oder was ihm fehlt.

Vertraue darauf, dass Frauen die in der Kinderbetreuung tätig sind, sehr gut ausgebildet sind. Sollten diesbezüglich aber Zweifel auftreten, dann kontaktiere zuerst mal die Eltern der anderen Kinder. Stelle Frage, äußere Bedenken - ein reger Austausch kann dich zu einer klaren Definition deiner Wünsche führen. Und die ist wichtig, damit du deinen Sprössling ruhig und gelassen (soweit es möglich ist) in fremde Hände geben und guten Gewissens das Projekt beruflicher Wiedereinstieg in Angriff nehmen kannst. 

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