Best of Flaschennahrung

Welches Milchpulver ist der beste Muttermilchersatz?

30.Jan 2020
Deutsch

Die Fülle an sogenannter „Pulvermilch“ im Handel ist beeindruckend – und manchmal etwas überfordernd. Schließlich wollen alle Eltern das Beste für ihr Baby und so tauchen viele Fragen rund um die praktische Erfindung auf: Welche Flaschennahrung eignet sich als Muttermilchersatz? Kann dieser Muttermilchersatz dem Baby schaden? Worauf muss man bei den Inhaltsstoffen achten?

Was ist Pre-Milch und welche Arten von Milchpulver gibt es sonst noch?

Pre-Nahrung ist „Säuglingsanfangsnahrung“ und in ihrer Zusammensetzung darum der Muttermilch am ähnlichsten. Der Haupt-Inhaltsstoff sind Kuhmilchproteine, die besonders aufbereitet werden, damit sie besser verträglich sind. Der größte Unterschied zu anderen Milchpulversorten wie „Anfangsmilch“ oder „Folgemilch“ ist, dass als einziges Kohlenhydrat Laktose enthalten ist (Milchzucker).

Die einzelnen (Marken-)Produkte unterscheiden sich durch ergänzende Stoffe wie zum Beispiel spezielle Fettsäuren oder probiotische Zusätze. Diese sollen die Entwicklung des Gehirns bzw. Nervensystems fördern oder versprechen andere mögliche Wirkungen. Diese Vorteile sind allerdings nicht wissenschaftlich bestätigt – schaden können sie dem Baby aber auch nicht. Bei Fragen zu bestimmten Inhaltsstoffen erkundige dich am besten beim Kinderarzt oder der Kinderärztin.

Pre-Milch kann genau wie Muttermilch nach Bedarf gefüttert werden, am besten gleichmäßig über den Tag verteilt, um das noch empfindliche Verdauungssystem nicht zu überfordern.

Für Kinder, in deren Familie Allergien vorhanden sind und die darum ein Risiko haben, ebenfalls allergisch auf gewisse Inhaltsstoffe zu reagieren, gibt es hypoallergene Pre-Nahrung. Sie wird auch als HA-Milch bezeichnet. Ob es in eurem Fall sinnvoll oder notwendig ist, HA-Milch zu füttern, kläre am besten zuerst mit dem Kinderarzt bzw. der Kinderärztin ab.

 

Ab wann auf Folgemilch wechseln?

Manchmal finden sich Angaben, dass Pre nur für die ersten Wochen gedacht sei. Sie kann aber – genau wie Muttermilch – das gesamte erste Jahr ausschließlich bzw. neben der Beikost gefüttert werden. Manche Eltern sorgen sich, dass das Baby mit der Zeit durch die Pre-Milch nicht mehr satt wird, und möchten lieber auf die sogenannte Anfangsmilch oder „1er-Milch“ wechseln. Sie enthält neben Milchzucker noch andere Kohlenhydratquellen (Stärke) und ist darum jedenfalls dickflüssiger. Sie bleibt durch die zusätzliche Stärke (meist Maisstärke) länger im Verdauungsapparat. Wirklich notwendig ist dieser Umstieg aber nicht. Vorteilhafter ist es, im Alter von ca. 5 Monaten mit der Beikost zu beginnen und den steigenden Nährstoffbedarf über „richtiges“ Essen zu decken. Manche Babys scheinen durch das stärkere Sättigungsgefühl allerdings nachts tatsächlich besser zu schlafen – eine Garantie für ruhigere Nächte ist aber auch die Anfangsmilch nicht.

2er Milch oder „Folgemilch“ ähnelt der Muttermilch am wenigsten. Sie enthält mehr Nährstoffe sowie Zusätze wie Eisen und Jod. Diese Zugabe ist zum Teil gesetzlich vorgeschrieben. Vorsicht: viele Produkte enthalten auch Zucker! Das ist nicht immer klar erkenntlich, da für Zucker diverse Ausdrücke auf Packungen verwendet werden. Auch Glukose, Oligosaccharide oder Maltodextrin bedeuten, dass Zucker enthalten ist. Hier ist beim Füttern also ganz besonders auf die Menge zu achten – und auf das gründliche Zähneputzen schon beim ersten Zahn!

 

Mögliche Zeichen für eine Unverträglichkeit

Sollte dein Baby nach dem Fläschchen besonders unruhig oder gebläht sein, Hautausschläge oder Verdauungsprobleme wie Durchfall bekommen, kann das darauf hindeuten, dass es die Flaschenmilch nicht verträgt. Da aber auch andere Gründe oder Erkrankungen vorliegen können, solltest du solche Veränderungen unbedingt in einer Kinderordination abklären lassen. 

 

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Quellen:
https://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/0-12-monate/flaschenmilch/
https://deximed.de/home/b/schwangerschaft-geburtshilfe/patienteninformationen/stillzeit/muttermilch-oder-flaschennahrung/
Foto: Elisabeth McKnight

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