Bettgeflüster: das Ende des Liebeslebens?

Sexflaute im Elternschlafzimmer

09.Sep 2018
Deutsch

Es handelt sich doch eigentlich um die natürlichste Sache der Welt. Oder etwa nicht? Im Grunde spricht nichts gegen das gesunde und erfüllende Sexlife eines Paares, wenn Kinder da sind. Was sich ändert sind die Gegebenheiten. Und die ergeben sich völlig individuell aus der räumlichen Situation und je nach Zeitmanagement der Eltern. Im Klartext: Babys, Kleinkinder oder überhaupt Kinder im Haushalt sind nicht automatisch Liebestöter. Egal ob die Wahl auf Co-Sleeping im Familienbett fällt, oder das Babybett im Kinderschlafzimmer steht und nachts das Babyphone an ist. Im Übrigen gibt es bekanntlich immer noch die Möglichkeit von spontanen Treffen für den Sex außerhalb des Elternschlafzimmers. 
 

Bettgeflüster: das Ende des Liebeslebens?
Foto: Shutterstock

Sobald das Baby einzieht und immer wieder das Elternbett beansprucht, ändern sich zwar die Abläufe und Schlafgewohnheiten der Familie, aber Zeit für sinnliche Momente gibt es allemal. Die neue Familiendynamik ist also kein Grund dafür prüder zu werden, oder sich aus dem Sex rauszumogeln. Eine grundsätzliche Frage ist auch, wie deine Haltung aussieht, wenn es um Erziehungsfragen geht. Denn nicht jedes Paar fühlt sich wohl, wenn jemand „dabei“ zuguckt. Und natürlich sind deine Vorlieben beim Sex auch ein Faktor. Aber selbst, wenn das Liebesleben phasenweise auf Eis liegt, weil das Baby alle zwei Stunden gestillt werden will, schreit oder du einfach zu müde bist – alles nur eine Frage der Zeit und so doof es klingen mag: wo ein Wille, da ein Weg.

 

Erotik-Stimmung: wo bist du geblieben?

Nicht nur du als frischgebackene Mama hast vielleicht Mühe, täglich die neuen Herausforderungen mit dem Nachwuchs gelassen, aber voll lockerem Schwung und Elan zu bewältigen. Stress im Alltag führt leider zu Erschöpfung, Lustlosigkeit und leider in manchen Fällen sogar zum gefürchteten Baby-Blues. Auch bei Vätern – vor allem, wenn sie die Geburt traumatisch erlebt haben. Ein Baby kann für die Partnerschaft zur echten Bewährungsprobe werden. Deshalb ist Aufmerksamkeit das A und O in jeder Paar-Beziehung. 

Wichtig ist auch, dass das Baby Schritt für Schritt lernt, alleine einzuschlafen - ohne dass es sich dabei vernachlässigt fühlt, oder nachts mit Ängsten kämpft. Zum Beispiel vor der Dunkelheit oder vor ungewohnten Geräuschen. Diese Zeit geht aber im Normalfall schnell vorbei. 

Sollte euch Eltern der Sinn nach diversen Sex-Toys stehen, dann ist das kinder- und schwiegermuttersichere Verstauen auf alle Fälle empfehlenswert. Zumindest so lange, bis die Kleinen beginnen nach Weihnachtsgeschenken zu suchen. Spätestens dann sollte bei Bedenken zusätzlich noch ein Verschluss drankommen.

 

Dem Sexleben zuliebe …

Ab und zu eine Auszeit von der Familie kann Wunder wirken und das Liebesleben wieder richtig in Schwung bringen. Das Anheuern eines Babysitters für einige Stunden, oder das Abgeben des Babys mit den Geschwisterkindern bei den Großeltern kann jedenfalls Wunder wirken. Eine Kurzreise während eines verlängerten Wochenendes oder ab und zu eine Nacht im Kuschelhotel, hach – wie schön! Der Sinn für Romantik sollte grundsätzlich im Familienalltag nicht fehlen, denn immerhin braucht die Liebe immer wieder einen frischen Stimmungs-Kick für die Erotik. Und das ohnehin in jeder Partnerschaft, egal ob mit oder ohne Kind!

 

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