Bloß kein Stress!

5 Tipps wie du harmonisch durch die Schwangerschaft kommst

19.März 2018
Deutsch

Gut gemeinte Ratschläge können dir den letzten Nerv ziehen. Dein Stresslevel erhöht sich ganz automatisch bei verbalen Floskeln wie: Entspann´ dich! Oder: Lass´ doch los! Da steckt zwar tatsächlich ein Körnchen Wahrheit drin, aber wie sollst du in der Hitze aller täglichen Turbulenzen auf Knopfdruck entkrampfen und entschleunigen?

Stress ist ein Faktor, der maßgeblich die Körperchemie beeinflusst und dadurch dein Wohlbefinden einschränkt. Das kann sogar zu Verzögerungen bei einer gewünschten Empfängnis führen. Wenn es aber soweit ist, beeinträchtigt Stress bei der Mutter das Ungeborene tatsächlich auf lange Sicht. Denn eine Erhöhung der Stresshormone wirkt sich auf die Entwicklung des Fötus aus. Welche Risiken können dabei entstehen?

Bloß kein Stress!

Foto: Shutterstock

Wie wirkt sich Stress auf das Ungeborene aus?

Die beiden biochemischen Marker bei Stress sind Cortisol und Alpha-Amylase.
Während aller Trimester der Schwangerschaft wirkt sich das für Stress typische Gefühl der Überforderung so aus, dass es zum Beispiel zu einem verfrühten Eintreten der Wehen kommen kann. Was im schlimmsten Fall eine Frühgeburt auslöst.

Selbst wenn die Konsequenzen nicht so dramatisch sind. Stress bewirkt im Körper ein Ausgleichsprogramm, und beschleunigt beim Ungeborenen die vorzeitige Reifung von Lunge und Gehirn. Dadurch kann es langfristig beim Kind zu Schlafstörungen oder Depression kommen. Konzentrationsstörungen und Aufmerksamkeitsdefizit bei Schulkindern kann die Spätfolge sein. Selbst eine Abhängigkeit von eben diesen Stresshormonen kann entstehen.

Aber keine Panik, es gibt durchaus einen „normalen“ Stresspegel während der Schwangerschaft. Durch die Umstellung des Körpers auf die regulären Schwangerschaftshormone, und durch den natürlichen Trieb zum Nestbau. Je mehr du dich als Mama in spe aber damit wohlfühlst, desto gesünder ist es klarerweise auch für dein Baby.

 

Wie kannst du Stress ausgleichen?

Körperliche oder seelische Warnsignale solltest du ernst nehmen und nach Möglichkeit Stressfaktoren so rasch wie möglich aus dem Weg gehen. Das ist nicht immer einfach.
Wir haben die wichtigsten Tipps für Gelassenheit und Entspannung zusammengestellt:

  • Serotonin (5-Hydroxytryptamin oder 5HTP) ist ein Anti-Stresshormon und bessert die Stimmung. Mit Nährstoffen kannst du den Serotoninspiegel natürlich erhöhen. Die Vitamine B3 und B6, Magnesium und Zink zählen zu den dafür wichtigen Spurenelementen. Inka Getreide wie Quinoa und Amaranth gemahlen, liefern L-Tryptophan, eine essentielle Aminosäure, und Kohlenhydrate. Auch Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren beeinflussen die Harmonisierung der Gehirntätigkeit positiv. Richtige Ernährung spielt also eine wichtige Rolle beim Stressabbau.
     
  • Bewegung durch Sport wie Yoga, Joggen, Schwimmen oder Aqua-Aerobik sorgt für Ausgewogenheit nach einem aufreibenden Tag. Du als Schwangere und auch das Baby profitieren von der entspannenden Wirkung durch den Ausgleich der Hormone und die erhöhte Sauerstoffaufnahme.
     
  • Delegiere und mache Abstriche in Beruf und Haushalt. In der Zeit der Schwangerschaft muss nicht alles perfekt sein. Und im Großen und Ganzen haben Arbeitgeber und Kollegen Verständnis dafür, wenn du in dieser Zeit nicht zu 100 Prozent zur Verfügung stehst. Befreie dich von Alltagsballast.
     
  • Sichere deine finanziellen Ansprüche ab. Informieren dich über die Bezüge des Elterngeldes bei deinem Arbeitgeber, beim Bürgeramt oder bei der zuständigen Krankenkasse. Die Gewissheit, dass die wichtigsten Geldangelegenheiten geklärt sind, entlastet die meisten werdenden Mütter.
     
  • Gönn´ dir was! Spa-Aufenthalte, Spaß mit Freundinnen oder Kuschel-Einheiten mit deinem Partner. Lass´ dich feiern und verwöhnen, das hast du verdient!
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