Brauchen Babys Krabbelhilfen?

Motivation in der motorischen Entwicklung

13.Dez 2017
Deutsch

Es ist kaum zu fassen, aber es gibt tatsächlich Babys, die das Krabbeln einfach überspringen! Denn die meisten unserer Mini-Entdecker und Entdeckerinnen können es kaum erwarten, ihre kleine Welt auf den Kopf zu stellen. Je nach Tempo in seiner sehr individuellen Entwicklung, wird das Baby nun zunehmend mobil. In manchen Fällen geht es direkt ohne Krabbelhilfen vom Robben in den aufrechten Halt. Das Gehen zu erlernen, ist danach fast ein Klacks!

Ob Köpfchen-heben, drehen, rutschen oder krabbeln: alles hängt von der Kraft in der Muskulatur ab. Diese Muskelkraft baut das Baby von Tag zu Tag auf und wird so auch zunehmend wendiger und flinker.

Ganz gewiss sollte dein Schatz auch immer Spaß daran haben, seinen kleinen Körper kennenzulernen. Das Baby muss sich dabei grundsätzlich sicher fühlen. Aber auch frei genug, um seinem Bewegungsdrang nachzugehen.

Frischgebackene Eltern fragen sich natürlich, wie sie ihr Kleines beim Erreichen seiner Meilensteine unterstützen sollen, welche Fördermöglichkeiten es gibt, und ob Krabbelhilfen Sinn machen. Hierzu ein paar Tipps und Tricks.

 

Brauchen Babys Krabbelhilfen?Foto: Shutterstock

Tipps und Tricks, wie du die mobile Motorik beim Baby fördern kannst

  • Lasse dein Kleines statt in der Wippe, auf einer Krabbeldecke strampeln, sich wiegen und rutschen.

  • Eine hilfreiche Übung ist das Koordinieren des Rollens von Rückenlage auf den Bauch. Du kannst dein Baby darin spielerisch unterstützen.

  • Schaffe während des Übergangs vom Robben zum Krabbeln Anreize. Nimm beispielsweise einen Ball oder andere Spielsachen, die dein Kleines spannend findet, und erreichen will, in die Hand. Der Abstand von dir und dem Baby sollte dabei schrittweise vergrößert werden.

  • Sollte das Baby tendenziell rückwärts rutschen und dabei frustriert sein, kannst du ihm an seinen Fußflächen mit deiner Hand einen sanften Widerstand bieten. Es drückt sich dann von deiner Handfläche ab, und robbt wieder vorwärts.

  • Die erste Aufrichtung vor dem Krabbeln geht erst mal in einen Vierfüßlerstand. Das Baby kann so erstmal ein bisschen hin und her wippen. Sollte das nicht gleich gelingen, kannst du ein wenig sein Becken schaukeln, damit es die Gewichtsverlagerung wahrnimmt.

  • Besonders viel Spaß macht es, mit dem Baby unter einer leichten Decke „Tunnelkrabbeln“ zu spielen.

  • Hindernisse wie Kissen, Matratzen oder eine Treppe bieten einen Anreiz für Babys, um sich daran hochzuziehen. Du kannst kleine Parcours bauen, in denen dein kleiner Schatz sicher vorwärts und rückwärts krabbeln kann. 

 

Ältere Geschwisterkinder motivieren die kleinen Krabbler!

Geschwister wecken die Neugierde des Babys. Je nach Altersabstand, Lust und Laune sind die Großen immer wieder bereit, sich mit dem neuen Geschwisterchen spielerisch auseinanderzusetzen. Das Baby beobachtet dabei die Bewegungen des älteren Kindes, und beginnt nach und nach es zu imitieren. Wenn das Große nun kichernd am Boden umherkrabbelt, ist das Kleine angespornt, es ihm gleichzutun.
Das Umhertollen ist für beide Kinder ein Riesenspaß, und sorgt für eine zufriedene Stimmung. Sie werden durch die gemeinsamen Abenteuer abends müde und haben nachts einen erholsamen Schlaf.

Sobald das Baby krabbelt, hält es die ganze Familie auf Trab! Achte deshalb auf die entsprechende Sicherheit im Wohnbereich und – wenn vorhanden – auf dem Balkon und natürlich auch im Garten

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