Damit Kinder gut einschlafen: Unsere Einschlaftipps

Blog-Gastartikel Baby, Kind und Meer

19.Jul 2016
Deutsch

Gastbloggerin Mari von Baby, Kind und Meer verrät uns heute ein paar nützliche Tipps zum Thema Einschlafrituale. 

Einschlafrituale Kinder

Fotos: © Baby, Kind und Meer

Gibt es unter uns Müttern ein spannenderes Thema als das Schlafverhalten unserer Kinder? Ich habe das Gefühl, dass es eines der beliebtesten und zugleich heißesten (Diskussions-)Themen ist. Wann schläft das Kind ein? Schläft es beim Stillen oder an der Flasche ein? Schläft es schon durch? Hält es noch Mittagsschlaf? Am interessantesten ist es jedoch, wie das Kind ins Bett gebracht wird. Deshalb erzähle ich euch nun von unseren ganz persönlichen Abendritualen.

Jedes Kind ist anders

Doch bevor wir ich loslege, möchte ich etwas betonen, das mir gerade bei diesem Thema sehr wichtig ist: Jedes Kind ist anders. Deshalb schläft auch jedes Kind anders. Das ist wie bei uns Erwachsenen. Die einen schlafen völlig unkompliziert ein, die anderen lassen sich von minimalistischen Geräusch stören. Die einen brauchen viel Schlaf, die anderen weniger. Jeder Mensch hat sein individuelles Schlafverhalten. Deshalb ist es schwierig, Vergleiche zu ziehen. Vor allem bei Kindern, für die das nächtliche Schlafen ein wesentlich sensibleres Thema ist.

Den Tag entspannt ausklingen lassen

Das A und O am Abend ist es, den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Je gestresster die Eltern, umso unruhiger die Kinder. Natürlich sind alle erschöpft und müde, doch es bringt niemanden weiter, hektisch und unruhig zu werden und die Kinder förmlich ins Bett zu drängen.

Um die Abende für die ganze Familie so angenehm wie möglich zu gestalten, ist es sehr hilfreich, feste Abendrituale einzuführen. Ganz nach dem Motto: Erst Abendbrot, dann Waschzeit im Bad, dann eine gemeinsame Lesestunde, dann noch ein kurzes Kuscheln und Schnacken und dann wird Gute Nacht gesagt.

Damit Kinder gut einschlafen: Unsere Einschlaftipps

Gemeinsam ist man weniger allein

Unser Abendritual sieht seit eh und je gleich aus. Mit dem einzigen Unterschied, dass wir das Ritual mit nur einem Kind eingeführt haben, mittlerweile allerdings zu fünft sind. Bei uns klappt es am Abend eigentlich immer ganz gut. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber grundsätzlich kann ich mich nicht beklagen.Nach dem Abendbrot werden die Zähne geputzt. Danach waschen sich die Kinder, gehen  noch einmal zur Toilette und schlüpfen anschließend in ihre Pyjamas. Parallel bekommt unser Jüngster am Wickeltisch eine neue Windel und einen Schlafanzug angezogen.

Anschließend bringt mein Mann unseren Sohn (1,5 Jahre) ins Bett, während ich mir mit den„Großen“ Bücher anschaue. Dafür darf sich jeder von ihnen eine Geschichte aussuchen. Beide Geschichten werden zusammen angeschaut. Das gemeinsame Schmökern, Quasseln und Kuscheln entspannt nicht nur die Kinder sondern auch mich als Mutter. Das merke ich jeden Abend. Für diese kurze Zeit entfliehe ich dem Alltagstrubel, vergesse einfach mal die Wäsche, die dreckige Küche und die Arbeit und konzentriere mich nur auf die Lesezeit. Nähe wird zu Geborgenheit und Geborgenheit fühlt sich gut an. Sowohl für Groß als auch für Klein.

Damit Kinder gut einschlafen: Unsere Einschlaftipps

 

Mit einem Lächeln einschlafen

Nach dem gemeinsamen Lesen bringe ich beide Mädels ins Bett. Sie dürfen sich dann noch ein Hörspiel aussuchen und dann noch jeweils – unter vier Augen – mit mir sprechen. Meist lassen wir in diesem Moment den Tag Revue passieren oder besprechen, was am nächsten Tag ansteht. Zum Schluss gibt es dann einen Gute-Nacht-Kuss und anschließend verabschieden wir uns mit einem Lächeln voneinander.

Mir ist es übrigens sehr wichtig, die Kinder mit einem Lächeln ins Bett zu bringen. Ein Tag sollte niemals in Streit oder Unausgesprochenem enden. Das ist – je nach Situation – nicht immer einfach. Doch eines kann ich ganz sicher sagen: Mit einem friedlichen Auseinandergehen fühlen auch wir Eltern uns besser.

Fazit

Natürlich kommt es jeden Tag auf die jeweilige Stimmung, gewisse Umstände, Erlebnisse und natürlich auch auf den individuellen Charakter des Kindes an, wie gut das Einschlafen letztendlich klappt. Es gibt kein Patentrezept dafür, wie man seine Kinder am besten beim Einschlafen unterstützen kann. Ich bin mir aber sicher, dass wir Eltern ruhig öfter unserem Bauchgefühl vertrauen dürfen. Denn das lässt uns meist ziemlich deutlich spüren, was unsere Kinder gerade brauchen - sei es Nähe, Geborgenheit oder einfach noch mal ein offenes Ohr.

In diesem Sinne: Schaft gut, eure Mari 

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