Das gefürchtete Trotzalter

Hilfe, mein Kind hat seinen eigenen Willen!

28.Sep 2016
Deutsch

Gerade war alles in Ordnung. Plötzlich passiert es: Nichtigkeiten werden zum Anlass, in Sekundenschnelle wird dein Kind laut und tobt regelrecht.  Du weißt nicht wie dir geschieht, geschweige denn was gerade schiefläuft? Jetzt heißt es Nerven bewahren und ruhig bleiben. Das passiert allen Eltern. Trotzanfälle sind bei Kleinkindern völlig normal. Wir verraten einige wichtige Facts über die Trotzanfälle deines Sprösslings – inklusive Überlebensstrategien für strapazierte Nerven.

Das gefürchtete Trotzalter

Fotos: Shutterstock 

5 Dinge die du zum Thema Trotzalter unbedingt wissen solltest:

  • Konsequenz in der Erziehung ist wichtig. Aber du solltest nie zu verbissen sein. Kompromisse sind erlaubt!
  • Gehe gewissen schwierigen Situationen lieber im Vorhinein aus dem Weg. Wichtige Einkäufe im Supermarkt nicht mit hungrigen oder müden Kind machen? Da ist der Stress nur vorprogrammiert.
  • Mama und Papa müssen sich einig darin sein, was verboten ist und was erlaubt! Deshalb: Reden, Reden, Reden!
  • Je mehr Freiräume das Kind hat, umso weniger wird es zu Trotzanfällen kommen. Das Kind braucht genügend Freiraum, um seinen eigenen Willen entwickeln zu können. 
  • Zoo, Schwimmbad, Kino, Kasperltheater? Das Kind kann sich noch nicht zwischen vielen Alternativen entscheiden. Deswegen ist es im Kleinkindalter besser, das Kind nicht vor zu viele Möglichkeiten zu stellen. 

Das gefürchtete Trotzalter

Erziehungstipps & Erziehungsfehler in dieser so schwierigen Phase:

1.Verhalten nicht persönlich nehmen

Nimm das Verhalten deines Kindes nicht persönlich! Junior trotzt nicht, um dich damit zu ärgern. Wenn du dich durch die Wut mitreißen lässt und die negative Stimmung auf dich überschwappen lässt, verstärkt dies nur die Angst und den Trotz deines Kindes.

2.Verbote und Regeln

In der Trotzphase sollte die Regelung des Tagesablaufs neu überdacht werden: so wenig Verbote und Regeln wie möglich. Überlegt gemeinsam, welche Dinge euch wirklich wichtig sind und setzt konsequent die Einhaltung dieser wenigen Grundregeln durch.

3. Reagiere unverzüglich

Wenn du dich solange provozieren lässt, bis dein Geduldsfaden reißt, ist es bereits zu spät.

4. Give it a break! Unterbreche die Situation.

Gehe aus dem Zimmer (kündige dies aber vorher an) und lasse dein Kind zum Abreagieren einige Minuten allein.

5. Selbstständigkeit fördern

Dein Kind möchte Dinge nun so sehr wie noch nie selbständig tun. Es möchte deine Hilfe nicht! Darauf solltest du jetzt besonders Rücksicht nehmen. 

6. Zeit geben

Um sich auf neue und ungewohnte Situationen einzustellen braucht dein Sprössling in dieser Lebensphase besonders viel Zeit. Hier heißt es nun: Geduld haben!

 

 

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