Das Krabbelalter

Wenn die Kleinen mobil werden

12.Feb 2017
Deutsch

Das große Krabbeln: Mit nur wenigen Monaten sind unsere Sprösslinge schon regelrechte Akrobatinnen und Akrobaten. Allein das rasante Tempo in der Entwicklung des Bewegungsapparates eines Babys ist phänomenal. Schon im Mutterleib bekommen wir den Bewegungsdrang bereits zu spüren. In den Monaten nach der Geburt wächst mit den körperlichen Fähigkeiten deines Sprösslings auch sein Bedürfnis nach Mobilität. Schritt für Schritt. Es lernt sein Köpfchen zu heben und stärkt so Nacken- und Rückenmuskulatur. Wenn es auf dem Bauch liegt, stützt es sich mit beiden Händen ab und beginnt nach und nach zu robben. Dies alles geschieht innerhalb kurzer Zeit - in den ersten Lebensmonaten.   

Wenn die Kleinen mobil werden

Foto: Shutterstock

Im Alter von etwa 5 Monaten dann kann sich dein kleiner Akrobat womöglich schon selbstständig vom Bauch auf den Rücken und wieder zurückdrehen. Zwischen dem 7. und 9. Lebensmonat können viele Babys bereits ohne Unterstützung sitzen. Die Muskulatur ist nun kräftig genug um das Krabbeln auf Händen und Knien anzufangen und zu perfektionieren.

Wie beim Trocken werden, selbständig sitzen können und beim Sprechen lernen, hat jedes Kind auch beim Krabbeln seinen ganz eigenen Entwicklungsrhythmus. Mit dem Krabbeln scheint es aber so, als können es die Kleinen kaum erwarten, die große weite Welt zu erkunden. Ein besonderer Antrieb dafür sind natürlich ältere Geschwisterkinder. Die machen ja deutlich vor, wie alles läuft und wohin die Reise geht.

Beginnt dein Baby erst einmal zu krabbeln, wird euer Reich gleich mal vollkommen auf den Kopf gestellt! Nun beginnt eine äußerst spannende – für Mama immer wieder nervenaufreibende – Entdeckungsreise. Denn alles, was in der Wohnung nicht niet- und nagelfest ist, sich aber auf „Krabbelaugenhöhe“ befindet, wird von deinem kleinen Abenteurer anvisiert. Es wird alles ganz genau untersucht und wenn möglich, in seine Einzelteile zerlegt. Nichts ist mehr sicher.

Daher hier einige praktische Tipps für das sichere und entspannte(re) Krabbelerlebnis:

1. Entferne alle Gegenstände, die brechen könnten oder elektronisch verkabelt sind. Packe am Besten alles in Kisten und verstau diese für die kommenden Monate im Keller, beziehungsweise dort, wo dein Baby sie nicht erreichen kann.

2. Sämtliche Steckdosen, Schubladen, Schränke, die das Baby erreichen kann, mit entsprechenden Kindersicherungen versehen.

3. Ist die Küche erst mal babytauglich, so kann es Sinn machen für den Nachwuchs eine Mini-Kochzone einzurichten. Kleine Töpfchen zum ein- und ausräumen aus einer gesicherten Lade können für Krabbelkinder zur tollen Beschäftigung werden. Verteile die Spielzonen so, dass das Baby barrierefrei hin und zurück krabbeln kann. Bleibe immer im Raum oder in Sichtweite, wenn es damit beschäftigt ist.

4. Dein Home-Office Arbeitsplatz ist mit Sicherheit einer der reizvollsten Orte für dein Herzblatt. Ausgediente Keyboards oder Notebooks können die „Krabbler“ optimal von den tatsächlichen Arbeitsgeräten ablenken.  Altersgerechte Spielzeugnachbildungen sind für die klugen Köpfe leider rasch vollkommen uninteressant. Prüfe regelmäßig, ob sich Teile lösen. Unterschätze niemals, wie genau und kraftvoll die kleinen Fingerchen an Einzelteilen manipulieren können. Und das Saugen und ertasten über den Mund nimmt ja während der Krabbelzeit auch noch einen guten Teil der Entdeckertätigkeit ein. 

Unsere Tipps zu einer babytauglichen Wohnung findest du hier! 

 

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