Das macht doch der Papa!

Chronischer Zeitmangel? So kannst du für deine Familie da sein.

08.Feb 2018
Deutsch

Als Papa brauchst du heute tatsächlich Superkräfte. Trotz Väterzeit gibt es bei den meisten Familien die klassische Rollenaufteilung, die dir neben dem Job und den Verantwortungen im Haushalt nicht sehr viel Spielraum lässt. Nebenbei sollst du dich aber auch noch ausreichend auf die Erziehung der Kinder einlassen. Es kann zum echten Problemfall werden, wenn du wenig Zeit hast, etwa pendelst und nach der Arbeit angespannt bist.

Vor allem die Babyzeit ist eine satte Herausforderung, denn die ersten Wochen sind selbst nach der allerbesten Geburtsvorbereitung für die meisten Jungeltern heftig. Besonders die schlaflosen Nächte zehren. Diese musst du eventuell mit der frischgebackenen Mama im Stundentakt aufteilen, damit ihr jeweils eine Mütze voll Schlaf abbekommt. Ständige Müdigkeit ist dann ein richtiger Dämpfer im Familienleben. Manche Väter sehnen sich deshalb gleich nach dem Wochenbett zurück in den Job.

Doch auch, wenn du weiterhin einen Vollzeit-Job ausübst, wartet abends schon einiges an Arbeit auf dich. Zuhören, Windeln wechseln, Abendritual, Vorlesen, Hausarbeit - alle Hände voll zu tun. Uff! Zeit für dich und die Partnerschaft bleibt unterm Strich nur wenig.

Das macht doch der Papa!

Foto: Shutterstock

Was kannst du nun tun, damit du das Optimum aus dem Familienalltag herausholst?
Wir haben diesbezüglich zwei Tipps für dich.
 

#1        Wehre dich nicht dagegen!

Egal, wie eng dein Zeitplan pro Tag geschnürt ist, am wichtigsten ist deine Gelassenheit. Und die sollte sich nicht nur an der Fassade abspielen, sondern durch und durch gehen. Im Grunde bist du ja dazu bereit, der Superheld zu sein, der du immer schon werden wolltest.
Widerstand ist zwecklos? So ist das natürlich auch nicht gemeint. Wenn du aber die Umstände nicht abändern kannst, dann mach doch das Beste daraus. Erledige zum Beispiel die anstehenden Hausarbeiten sofort. Das kann nach einem harten Tag mit Kopfarbeit richtig erholsam sein.
Dein Kleines nimmst du, wie Mama, dabei in die Trage, und zeigst ihm wie´s geht, damit es dir eines Tages dabei hilft.
Anstatt auf dem Heimweg von der Arbeit deine Social-Media-Kanäle erhitzt durchzuackern, höre lieber mal deine Lieblingsmusik zur Entspannung. Und vergiss vor allem bei dem Tumult nicht auf deine regelmäßigen Auszeiten!
 

#2        Rollentausch

Das Home-Office Modell eignet sich leider nicht für jeden Beruf. Wenn du dir aber während der Väterzeit vorstellen kannst, mal andere Aufgaben zu übernehmen als bisher im Job, dann kann vielleicht ein zeitweiliger oder dauernder Rollentausch sinnvoll sein.
Manche Frauen haben tolle Jobangebote, die aber ihren vollen Einsatz verlangen. Als Hausmann bist du dann einer der „neuen Väter“. Das kann zwar erst mal Unverständnis bei Freunden, Bekannten und Kollegen auslösen, sollte sich aber dadurch nicht wie eine unfreiwillige Übergangslösung anfühlen. Der Idealfall ist wohl, wenn beide Eltern Teilzeit arbeiten können und sich Haushalt und Kinder gleichmäßig aufteilen. Das ist aber nicht immer möglich. Eine Überlegung ist der Rollentausch aber jedenfalls wert! Bedenke dabei immer, dass nicht nur dein Job eine Selbstbestätigung sein kann. Deine Familie stärkt dir als Hausmann mindestens genauso den Rücken.

Sende diese Seite an einen Freund