Das passiert im Wochenbett mit deinem Körper

10 Facts über die Zeit der Rückbildung

24.Mai 2018
Deutsch

Nach der immensen körperlichen Umstellung für Schwangerschaft und Geburt, steht nun die nächste große Veränderung bevor: während du als frischgebackene Mama alle Hände voll zu tun hast, geht es im Wochenbett (Kindbett, Puerperium) erstmal um die Rückbildung deines Körpers. Medizinisch betrachtet, unterscheidet man das Frühwochenbett, das bis zum zehnten Tag nach der Geburt andauert, und das Spätwochenbett, das etwa acht Wochen nach der Geburt endet.

In dieser Zeit bildet sich die Gebärmutter zurück und der Wochenfluss setzt ein. Dammverletzungen oder ein Dammschnitt verheilen, die Milchbildung kommt in die Gänge und die Eierstockfunktion wird langsam wieder aktiv. Dabei soll es keinesfalls zu chronischen Erschöpfungszuständen kommen. Gönne dir deshalb jede Menge Ruhepausen! 

Wie dein Körper mit der Rückbildung umgeht, haben wir in einer Liste mit Fakten zusammengefasst.

Das passiert im Wochenbett mit deinem Körper

Foto: Shutterstock

Was passiert in den ersten zehn Tagen?

  • Die Gebärmutter bildet sich zurück. Dabei kann es zu Nachwehen kommen. Sie verringert ihr Volumen von 1000g am Ende der Schwangerschaft auf 60-80g.
     
  • Die Konzentration der Schwangerschafts- und Geburtshormone sinkt zurück zu den Normalwerten.
     
  • Da in den ersten Tagen nach der Geburt noch Harnblase und Darm erschlafft sind, kann es zu Verstopfung und Harnentleerungsstörungen kommen. Das legt sich aber rasch wieder.
     
  • Die abgelöste Plazenta (der Mutterkuchen) hinterlässt eine Wunde. Daraus ergibt sich der Wochenfluss (Lochien). Die Blutung verhält sich ähnlich der Regelblutung, und ist vor allem zu Beginn des Wochenbetts relativ stark. Nach längstens sechs Wochen sollte die Blutung versiegt sein. 
     
  • Gleich nach der Entbindung setzt die Milchbildung ein. In den ersten sieben Tagen entsteht das „flüssige Gold“ Kolostrum – die wichtige Vormilch, die das Neugeborene erhält. Danach bildet sich die Übergangsmilch.
     
  • Eine Hebamme kontrolliert den Damm und entfernt gegebenenfalls Nähte.

 

So geht es dann weiter bis zur achten Woche

  • Das Spätwochenbett soll der Anpassung zwischen Mama und Baby dienen. Das Stillen und der Schlaf- Wachrhythmus des Babys bestimmen dabei den Tagesablauf.
     
  •  Du als Wöchnerin erholst dich weiterhin von den enormen seelischen und körperlichen Anstrengungen. Dabei kann es nach einer euphorischen Freude über die gelungene Entbindung zum gefürchteten „Baby-Blues“ kommen. Sprich mit deinem Arzt oder der Hebamme darüber – Startprobleme sind ganz normal!
     
  • Entstandene Haut-Pigmentierung und Schwangerschaftsstreifen beginnen zu verblassen. Die überdehnte Beckenboden- und Bauchwandmuskulatur kräftigt sich wieder.
     
  • Nach der Übergangsmilch entsteht etwa zwei Wochen nach der Geburt die „reife Muttermilch“. Sie hat einen hohen Fettanteil und einen niedrigeren Eiweißanteil. Die Milch verändert sich auch noch danach immer wieder, um das Baby optimal in jeder Entwicklungsphase zu versorgen.
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