Das Saugbedürfnis von Babys

Ungetrübte Saugfreude für die Kleinen!

19.Feb 2017
Deutsch

Babys lieben Saugen. Diese Info ist für dich gewiss nichts Neues! Schon ab der 14. Schwangerschaftswoche kann der Nachwuchs mittels Ultraschall beim Lutschen an seinen Fingern beobachtet werden. So entspannt bereitet sich das Kind im Mutterleib auf die Nahrungsaufnahme nach der Geburt vor. Babys ist ein starkes Saugbedürfnis angeboren. Doch Saugen ist nicht gleich Saugen. Es gibt jene Form, die zur Nahrungsaufnahme dient. Der Saugreflex – das reflexhafte Nuckeln an der Brust, sobald diese den Mund berührt – sichert die Nahrungsaufnahme. Das Saugbedürfnis eines Säuglings geht aber weit darüber hinaus, denn auch wenn der Hunger gestillt ist, nuckelt und schleckt dein Kind munter weiter. Denn es dient auch zur Beruhigung und zur Schmerzlinderung. Und lässt Stress, Unbehagen und Anspannung im Nu vergessen. 

Fotos: MAM

"Unter nonnutritivem Saugen versteht man das kindliche Saugen, das nicht der Nahrungsaufnahme dient. Es wird deshalb auch als nahrungsunabhängiges Saugen bezeichnet. Saugen ist auch einer der wichtigsten Beruhigungsmechanismen, über die ein Kind verfügt. Da das nahrungsunabhängige Saugen ein bewährter Beruhigungsmechanismus ist, setzen viele Krankenhäuser auf Schnuller. Sie können bei bestimmten Eingriffen helfen, unangenehme und schmerzhafte Empfindungen zu unterdrücken oder zu vermindern, wie wissenschaftliche Untersuchungen belegen. Diese Wirkung hat sich auch bei Frühgeborenen bewährt!", so Kinderarzt Prof. Dr. Reinhold Kerbl, Landeskrankenhaus Leoben/Hochsteiermark. 

Der Schnuller – zur Befriedigung des Saugbedürfnisses?  

In den Tagen nach der Geburt will das Baby erst einmal Eines: Seine Eltern kennen lernen. Alle Sinne konzentrieren sich nun darauf, sie zu riechen, zu fühlen und zu hören. Ablenkung ist jetzt unerwünscht und ein Schnuller daher auch noch nicht gefragt. In dieser Phase gelten jegliche Saugversuche des Babys einzig und allein der Nahrungsaufnahme.

Doch ab wann ist dein Nachwuchs bereit für den Schnuller?

Erst einmal sollte das Neugeborene sein Geburtsgewicht überschritten und begonnen haben, zuzulegen. Das Anlegen muss problemlos klappen und Mama und Baby sollten inzwischen die Stilltechnik beherrschen. Ihr werdet sehen, bald schon wird das Trinken an Mamas Brust Routine sein und du und dein Sprössling dabei ein eingespieltes Team. Besonders wichtig ist, dass du als Mama die Signale deines Babys erkennst: Wann trinkt es richtig und wann nuckelt es nur? Denn spätestens jetzt wird deutlich, wie groß das kindliche Saugbedürfnis ist. Ein Baby befriedigt es durchschnittlich etwa alle 13 Minuten. Was viele Eltern jedoch nicht wissen: Es geht dabei gar nicht immer darum, den Hunger zu stillen. Entspannung und Geborgenheit sind viel häufiger die Ziele des kindlichen Saugens. 

Genau in dieser Phase ist ein Schnuller die ideale Unterstützung. Denn wenn du als Mutter die Hungersignale sicher von den Beruhigungs-Saugbedürfnissen unterscheiden kannst, beeinträchtigt der Schnuller das bereits etablierte Stillen nicht. Wichtig ist, dass er gezielt eingesetzt wird: Ein Schnuller sollte weder ständig angeboten werden, noch sollte er Kindern gegeben werden, um die Stillmahlzeiten hinauszuzögern.

Und: Beim Schnuller stets auf Qualität setzen! Alle Schnuller von MAM sind nicht nur schadstofffrei und baby-sicher, sie sind auch anatomisch korrekt geformt und sorgen dafür, dass die gesunde Entwicklung von Kiefer, Zähne und Gaumen nicht beeinträchtigt wird. So wird das Saugen zum reinen Vergnügen! Und entspannte Babys sorgen dafür, dass auch Eltern relaxen können.

Übrigens: Das Saugbedürfnis nimmt in der Regel erst ab dem zweiten Lebensjahr ab. Schließlich wollen die ersten Zähne erprobt werden! Außerdem lässt die Leidenschaft für fröhliches Geplapper dem Kind weniger Gelegenheit zum Saugen. Das ist die ideale Zeit, langsam mit dem Abgewöhnen des Schnullers zu beginnen.

 

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