Das Spätnachmittags-Nickerchen – der SUPER-GAU

Blog Gastartikel: Lächeln und Winken

10.Apr 2018
Deutsch

Was regen sich Eltern denn bloß wegen ein paar Minuten Spätnachmittags-Nickerchen beim Nachwuchs auf, dachte Gastbloggerin Anke vom Blog LÄCHELN UND WINKEN früher... bevor sie selbst Kinder hatte. Klar, denn sie hatte einfach keine Ahnung von den Folgen!

Das Spätnachmittags-Nickerchen – der SUPER-GAU

„Herrje, man kann sich auch übertrieben aufregen“, dachte ich früher häufig, wenn ich mit befreundeten Familien unterwegs war und die Eltern besorgniserregende Panik-Schweißausbrüche bekamen, nur weil ihre Kleinkinder auf der Rückfahrt aus dem Zoo oder Schwimmbad nach 16 Uhr im Kindersitz nochmal kurz die Augen schlossen. „Ein Spätnachmittags-Nickerchen ist der Super-Gau!“, erklärten sie mir und schlussfolgerten sofort: „Tja, den gemütlichen Abend zu zweit auf der Couch können wir uns jetzt getrost von der Backe schmieren.“ Ich musste dann immer schwer an mich halten, denn ich konnte mir absolut nicht vorstellen, dass 10 Minuten Schlaf im ungemütlichen Autositz oder Kinderwagen wirklich ernsthaft den Start des Nachtschlafes bei den doch sicher dennoch ratsch-kaputten Wirbelwinden beeinflussen würden. So kann man sich irren ;)
 

Solange sie ganz klein sind, geht’s.

Kutschiert man ein Baby herum, das sowieso noch deutlich öfter als einmal am Tag ein Nickerchen benötigt, sind solche späten Schläfchen natürlich kein Problem. Mit der mittlerweile 4-jährigen Mausemaus habe ich damals sogar die Erfahrung gemacht, dass sie abends deutlich schlechter einschlief, wenn sie ihren 17 Uhr Power-Nap nicht bekam... und das galt locker die ersten 18 Monate. Danach wurde es kniffliger mit der Planung von recht späten Rückfahrten. Denn tatsächlich musste ich erfahren, dass meine Freunde von früher im Recht waren: Sinkt das Kinn des Kindes nach 16 Uhr auch nur ganz kurz auf die Brust, kann man den Abend abhaken. Garantiert!

 

Es scheint ein Kleinkind-Gesetz zu sein.

Normalerweise fallen meine Kinder mittlerweile beide so gegen 20 Uhr ins Koma. Die Tochter schläft dann einigermaßen durch, der Sohn nicht, aber das ist ein anderes Thema. Außer einer von beiden hat sich ein Spätnachmittags-Nickerchen z.B. im Auto gegönnt – oft durch meine eigene Unfähigkeit verschuldet, weil ich bei der Rückfahrt-Bespaßung versagt oder das vermaledeite iPad für die Große vergessen habe. Dann schläft hier vor 23 Uhr niemand. Denn tatsächlich reichen schon wenige Minuten aus, einen Kinder-Akku wieder soweit aufzuladen, dass er für viele Extra-Stunden hält! Und diese Zeit will dann natürlich genutzt werden. Vorzugsweise gemeinsam mit dem Geschwisterkind, sodass wirklich alle Familienmitglieder etwas von den Auswirkungen des Spätnachmittags-Nickerchen haben. Es ist ein Hochgenuss! Nicht!!! Aber klar, es gibt auch Kinder, die anders sind. Doch die... sind selten ;)

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