Den „Baby-Code“ richtig deuten

Das teilt dir dein Kleines durch seine Körpersprache mit

04.Apr 2019
Deutsch

Zu Beginn laufen Gestik und Mimik des Babys quasi auf Autopilot. Seine Kommunikation verteilt sich auf den gesamten, kleinen Körper. Die ersten drei Monate sind für dich als Mama und Papa genau deshalb super schweißtreibend. Du musst Tag für Tag genau beobachten und lernen, was dir dein Kleines mit seinem Gesichts- oder Körperausdruck sagen will. Wenn das Baby lacht, fröhlich gluckst und strampelt, weißt du, dass es sich rundherum wohlfühlt. Dies sind die Momente der allgemeinen Erleichterung und Freude mit einem Neugeborenen. Und dadurch das erklärte Ziel im Babyalltag der frischgebackenen Eltern. Nur, ein Baby das andauernd zufrieden ist, gibt es nicht. Es liegt in der Natur der Sache, dass dein Sonnenschein beispielsweise quengelt und den Kopf wegdreht, weil seine Aufmerksamkeitsspanne aufgebraucht ist. Wichtig ist nun, dass du - trotz Dauermüdigkeit - deine Wahrnehmung schärfst. Denn in dieser intensiven Zeit lernst du zügig den sogenannten „Baby-Code“ zu knacken. Also die Körpersprache deines Lieblings richtig zu interpretieren.

 

Den „Baby-Code“ richtig deutenFoto: Shutterstock

Wir helfen dir mit unserer Mini-Sammlung der universellen Signale ein wenig auf die Sprünge.

  • Ein Baby, das sich leicht ablenken lässt oder rasch ermüdet, dreht anfangs den Kopf und nach einigen Wochen den gesamten Körper von dir weg – auch beim Stillen. Keine Sorge, das hat nichts mit dir zu tun! Müde Babys wenden sich einfach ab. Der Körper ist schlaff und wenn das Neugeborene saugt oder nuckelt, dient dies der Beruhigung und nicht der Nahrungsaufnahme. Gähnen ist natürlich auch ein klares Signal der Müdigkeit.
     
  • Ist das Baby hungrig, wird der kleine Körper angespannt und unruhig. Streichst du mit dem Finger sanft über seine Wange, spitzt es die Lippen und leckt wiederholt darüber. Es saugt an den Fingern, sabbert und steckt die ganze Faust in den Mund? Auch ein Zeichen für Hunger. Dein Kleines sucht nach der Brust oder dem Fläschchen.
     
  • Die Fäustchen sind geballt, das Gesicht rot angelaufen, die Augen sind verengt und der gesamte Körper biegt durch. Das Baby zieht die Beinchen krampfhaft an und drückt die Füßchen wieder weg – gefolgt von heftigem Weinen und Schreien – dabei kann es sich um Bauchschmerzen (z.B. Sodbrennen) oder Blähungen (etwa die Baby-Koliken) handeln. Lässt sich dein Kleines in diesem Fall nicht beruhigen, solltest du auf alle Fälle einen Arzt aufsuchen.
     
  • Starke Anspannung im Körper des Babys kann auf Reizüberflutung hinweisen.  Auch in diesem Fall wendet sich das Baby ab oder schlägt die Augen nieder. Es fasst häufig nach dem Ohr und/oder der Blick wird glasig. Bei Stress neigt es zur Wiederholung von Bewegungen. Ein kleines Nickerchen im abgedunkelten Zimmer wirkt da Wunder!
     
  • Die Augen sind weit geöffnet, das Baby brabbelt, gluckst und greift nach Dingen. Streckt dein Kleines die Arme in deine Richtung, will es von dir unterhalten, getragen oder einfach nur gehalten werden. Häufiger Körperkontakt stärkt das Bonding!
     
  • Starrt das Baby vor sich hin und der Blick geht ins Leere -  es ist aber mit Sicherheit nicht müde - dann ist es nun in einer aktiven Wachphase. Das Fokussieren der Augen wird trainiert. Der Blick wird synchronisiert, so entwickelt sich das Sehvermögen.

Dein Sprössling lernt durch Nachahmung und reagiert auf alle Feinheiten deiner ihm seit der Schwangerschaft vertrauten Ausdrucksweise. Es erkennt nicht nur deine Stimmung anhand der Tonlage in der du sprichst, es sieht an deiner Mimik auch den Spiegel der eigenen Gefühle und reagiert zunehmend darauf. Nach und nach beginnt es Laute nachzuahmen und lernt in seinem Tempo zu sprechen.

Fazit: Eltern und Baby lernen einander vom ersten Tag an kennen und entwickeln so eine tiefe Bindung zueinander. Dein Bauchgefühl bleibt dabei ganz gewiss gefragt. Schon sehr früh zeigt sich nämlich dieses individuelle Verhalten des Babys, das wir als Charakter deuten. Nicht immer wirst du richtig reagieren, aber sei dir sicher, das ist völlig normal! Du wirst sehr rasch die Mimik und Gestik deines Kindes verstehen und wissen, was dir dein Herzchen mitteilen will. 

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