Der bezaubernde Duft des Babys

Was genau steckt eigentlich dahinter?

23.Sep 2018
Deutsch

Mmmmh! Einmal mehr hat uns die Natur ein wunderbares Geschenk gemacht. Der Duft des Babys riecht besser als jedes Parfum und bezaubert nicht nur Mama und Papa. Jeder, der es in den Armen hält, wird davon regelrecht berauscht.
 


Foto: Shutterstock

Wie entsteht dieser betörende Duft des Babys überhaupt? Und was macht ihn aus? Wir haben uns schlau gemacht:

  • Bonding durch Duftstoffe

Das Baby reagiert gleich nach der Geburt auf den Geruch der Eltern. Denn du als Mama strömst den vertrauten Geruch des Fruchtwassers aus. Und das Baby, das bisher darin lag, riecht nun nach Käseschmiere. Das ist die Schutzschicht, die noch eine Weile nach der Geburt die Babyhaut bedeckt. Die darin enthaltenen Duftstoffe lösen in deinem Gehirn die Ausschüttung von Hormonen aus. Ähnlich wie wenn du z.B. ein Stück Schokolade isst. Dabei bildet sich im Belohnungszentrum deines Körpers Dopamin. Es entsteht dieser typische „Rausch- oder Glückseffekt“ das wiederum das Bonding zum Baby verstärkt.
 

  • Jedes Baby riecht anders

Vor allem über Kopf und Haar deines kleinen Lieblings wird ein besonderer Geruch abgegeben. Durch den Babyduft entsteht bei dir ein Fürsorgereflex und die Bereitschaft, dein Neugeborenes um jeden Preis zu schützen. Er dient also der Arterhaltung. Der Duft ändert sich mit zunehmendem Alter des Kindes.

Je länger du deinen Schatz stillst, desto länger bleibt auch der wohlige Milchduft erhalten. Der Stuhl des Babys hat ebenfalls einen Eigengeruch. Die Windel riecht für dich dadurch nicht unbedingt ekelig. Das ist der Grund dafür warum für dich womöglich die Ausscheidungen deines eigenen Kindes weniger miefig riechen, als die eines fremden Babys.
 

  • Was tun, wenn mein Baby nicht duftet?

Manche Mamas sagen vor allem in den ersten Wochen nach der Geburt, dass sie diesen herrlichen Babyduft gar nicht wahrnehmen. In den meisten Fällen ist es einfach so, dass der gewohnte „Stallgeruch“ so konzentriert ist, dass der Eigengeruch des Babys nicht als Besonderheit zu bemerken ist.

Sollte dein Kleines aber einen richtig unangenehmen Geruch verströmen, ist vermutlich etwas nicht ganz in Ordnung. Dann ist es wichtig, dass du dich an deine Hebamme oder den Kinderarzt wendest. Die schuppige Hornhaut des Milchschorfs kann zum Beispiel einen käsigen Geruch ausströmen, als wäre das Baby ungewaschen. Auch säuerlicher Geruch kann der Hinweis auf eine Erkrankung sein, und etwa auf Entzündungen oder einen Körperpilz wie Windelsoor hinweisen. Selbst Speichel und Bauchnabel des Babys können übel riechen. In jedem Fall ist es ein Warnzeichen, das du ernst nehmen solltest.

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