Der „richtige Zeitpunkt“ um Eltern zu werden

Blog Gastartikel: Evelyn von Little Paper Plane

02.März 2020
Deutsch

Es ist eine sehr krasse Entscheidung, wenn man beschließt Eltern zu werden. Dabei steht eine Frage an erster Stelle: „Ist das der richtige Zeitpunkt?“ Bloggerin und Zweifachmama Evelyn von Little Paper Plane erklärt uns heute wie sich ihr Leben mit den Kindern verändert hat. Und ob es sowas wie den „richtigen Zeitpunkt“ überhaupt gibt.

Frau mit Babybauch und Tochter

Es gibt Tage, da vermisse ich mein altes Leben. Ich vermisse es abends ohne große Planung das Haus verlassen zu können. Oder tagsüber. Ich vermisse die Zeit mit meinem Partner, die relativ leichten Koffer, mit denen ich verreisen konnte, und die Stille. Ja, manchmal ist es schwierig zu sagen: Ich liebe mein Leben so wie es ist. Denn es ist anders als früher. Lauter, hektischer, mit viel mehr Dreckwäsche. Aber es ist auch bunter. So viel bunter.

Weil irgendwann war dieser Wunsch nach einem neuen Abenteuer da. Dieser „Kinderwunsch“. Die Suche nach mehr Farbflecken in meinem Leben. Und obwohl wir gerätselt und gebangt haben, ob dies der richtige Zeitpunkt sein wird, haben wir es gewagt. Denn wenn uns das Leben eines lehrt, dann, dass es definitiv nicht einen „richtigen“ oder „falschen“ Zeitpunkt gibt. Es gibt nur ein „Ich wage es jetzt einfach“ oder ein „ich trau mich nicht“. Natürlich war es angsteinflößend, wir haben gebangt und ich hatte lange Zweifel ob es wohl die richtige Entscheidung war Eltern zu werden. Denn ein Baby zu bekommen fühlt sich für viele Frauen oft an, als müssten sie ihr ganzes altes Leben hinter sich lassen. Aber dem war nicht so. Jetzt ist alles anders. Inklusive mir.

Früher waren verregnete Sonntage einfach nur verregnet. Mittlerweile sind verregnete Sonntage voller Malstifte, Kuscheleinheiten, Kinderlacher und Kakaoklekse. Und was ich wirklich nicht vermisse, bin ich. So wie ich damals war. Weil zwei Schwangerschaften und Kinder später, mein ganzes Ich irgendwie optimiert ist. Ich lache mehr, mag meinen Körper und meine Kurven, bin dankbar für die kleinen Dinge wie zum Beispiel für fünf Minuten Stille. Und ich fühle mich so wahnsinnig geliebt. Klar, dass war vorher auch der Fall, aber jetzt – oh boy – ist diese Liebe um tausend Level gestiegen.

Und wenn das Baby dann erst mal da ist, dann wird die Trickkiste ausgepackt. Hier lest ihr mehr zu den Hacks, die jeder Erstlings-Mama das Leben erleichtern.

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