Der Trend zum Baby Pucken

5 Facts über das richtige Einwickeln

06.März 2018
Deutsch

Das Einwickeln des Babys in Tücher ist in fast allen Kulturkreisen bekannt. Im deutschsprachigen Raum verschwand das Einschnüren aber im 20. Jahrhundert aus dem Bewusstsein der Eltern, denn für Unterwegs wurde es durch die zunehmende Verbreitung des Kinderwagens abgelöst. Manche indigene Völker Nordamerikas haben aber über Jahrhunderte ihre Babys nicht nur eng in Decken, sondern für den sicheren Transport auch auf Bretter (Cradleboards) geschnürt. Die Tradition der Mossbags und Cradleboards wird nun bei den Navajos und mehreren kanadischen Tribes wiederaufgenommen. Manche Jungeltern lassen vorsichtshalber das Pucken lieber sein, schwören aber auf den Transport des Babys in Tragetüchern, wie den mexikanischen Rebozos oder anderen Babytragen. Welche Trage- und Schlaftechnik deinem Baby guttut, findest du mit Sicherheit rasch heraus.

Der Trend zum Baby Pucken

Foto: Shutterstock

Was dein Kleines nach der Geburt vom Schlaf abhält, ist der Moro-Reflex. Er wird durch plötzliche, laute Geräusche oder Erschütterungen ausgelöst. Durch den Schreck bewegt das Baby reflexartig Arme und Beine und hält sich dadurch selbst vom Schlaf ab. Dagegen kann das Pucken für eine Weile Wunder wirken. Mit dem Wachstum gewöhnt sich dein Kleines an seine Umgebung, und kann zunehmend ohne Pucken zur Ruhe kommen.

Manche Babys mögen das Pucken daher sehr gerne zum Einschlafen, andere nicht. Für einen gesunden und sicheren Schlaf gibt es natürlich noch weitere Alternativen. Dennoch wird das Pucken zunehmend beliebter, weil diese spezielle Wickeltechnik dem Baby vor allem unmittelbar nach der Geburt ein ähnliches Geborgenheitsgefühl bietet, wie im Mutterleib. Von manchen Seiten wird der Trend des Puckens allerdings als ein gefährlicher Hype eingestuft. Kritische Stimmen warnen sogar wegen des Risikos eines plötzlichen Kindstodes durch das zu enge Wickeln oder die falsche Schlaflage des Babys. Denn was das Einwickeln anbelangt, gibt es einige Dinge zu beachten, damit dein kleiner Schatz auf alle Fälle auf der sicheren Seite liegt.
 

  • Wichtig ist die richtige Wickeltechnik für das Pucken. Das Baby muss auch eingewickelt frei atmen können, und es sollen keinesfalls durch zu engen Halt die Nervenbahnen abgeklemmt werden. Wenn das Baby schreit, darf es nicht nach Luft ringen. Brustkorb und Bauch müssen sich ausreichend dehnen können.
     
  • Ein gepucktes Baby sollte niemals auf den Bauch gelegt werden. Denn das kann die Atemwege blockieren. Sobald sich das Baby alleine von der Rücken- in die Bauchlage drehen kann, sollte es deswegen nicht mehr gepuckt werden.
     
  • Die Hüfte darf beim Wickeln in ein Tuch nicht fest zusammengedrückt werden, damit es nicht zu einer Fehlstellung kommt. Dein Kleines braucht noch etwas Beinfreiheit. Solltest du dir unsicher sein, kannst du es auch mit einem Pucksack versuchen. Der Sack umhüllt das Kleine und bietet dadurch ebenfalls Wärme und Geborgenheit. Er lässt aber noch genug Platz für Bewegung.
     
  • Um sicher zu gehen, solltest du dein Baby immer gut beobachten. Bei Hitze solltest du nur ein dünnes Pucktuch verwenden, damit dein kleiner Liebling seine Körperwärme an die Umgebung abgeben kann. Der Kopf sollte beim Pucken frei bleiben. Für unterwegs einfach ein Mützchen aufsetzen.
     
  • Sobald das Baby seine Bewegungsfreiheit braucht, solltest du das Pucken langsam wieder abgewöhnen, indem du nach und nach loser wickelst. 
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