Der Umgang mit Schwangerschaftsdiabetes

Was du tun kannst, um den Blutzucker zu regulieren

17.Apr 2017
Deutsch

Während der Schwangerschaft kann es zu einer speziellen Form von Diabetes kommen. Die sogenannte Gestationsdiabetes ist also eine Sonderform der Zuckerkrankheit. Sie geht einher mit einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Das ist aber kein Grund zur Beunruhigung. Denn in den meisten Fällen reicht eine Ernährungsumstellung in der Schwangerschaft aus, damit eine Gabe von Insulin vermieden werden kann. Ist dein Baby auf der Welt, liegen die Blutzuckerwerte meist wieder im Normbereich. Selbstverständlich ist es aber notwendig, dass du bei Diabetes von einem Facharzt begleitet wirst.

Der Umgang mit Schwangerschaftsdiabetes

Fotos: Shutterstock 

Ein Risiko für das Ungeborene?

Nachdem dein Baby über die Nabelschnur unmittelbar mit dir verbunden ist, wird ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel auch an das Ungeborene übertragen. Das Hormon Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet und reguliert die Zuckerverwertung des Körpers. Die Bildung von Schwangerschaftshormonen kann das Insulin jedoch mindern. Aus diesem Mangel entsteht deshalb die Sonderform der Diabetes. Die Belastung trifft demnach Mutter und Kind. Dein Körper kann mit Harnwegsinfekten, Nierenbeckenentzündungen oder sogar vorzeitigen Wehen reagieren. Deshalb ist ein frühes Erkennen der Schwangerschaftsdiabetes sehr wichtig.

Eine Ernährungsumstellung macht Sinn!

Immerhin hat die Ernährungsumstellung einen sehr hohen therapeutischen Erfolg. Die Quote liegt bei bis zu 80 Prozent der Frauen, die dadurch ohne Insulintherapie auskommen. Dein Körpergewicht sollte während der Schwangerschaft nicht zu hoch werden. Übergewicht und Störungen des Stoffwechsels begünstigen nämlich ebenfalls den erhöhten Blutzucker. Und das kann leider zu langfristigem Diabetes führen. Damit Diabetes kein bleibendes Gesundheitsrisiko darstellt, wird von Spezialisten empfohlen, das Baby nach der Schwangerschaft mindestens drei Monate lang zu stillen.

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Iss dich gesund!

Gemüse, Proteine und hochwertige Fette sollten ganz oben auf dem Speiseplan stehen. Hülsenfrüchte und Nüsse sind wichtige Protein- und Fettspender. Saisonales, regional angebautes Gemüse ist unbedingt empfehlenswert. Vor allem grünes Blattgemüse ist ein wichtiger Vitamin- und Mineralstofflieferant. Vor allem von Eisen und dem für Schwangere und Stillende wichtige Supervitamin Folsäure. Damit die Folsäure in den Lebensmitteln möglichst gut erhalten bleibt, solltest du diese frisch kaufen, schnell verarbeiten und nährstoffschonend garen. Roh gemixt kannst du dir frische Smoothies daraus zubereiten. Mit Avocado, Banane und Kokoswasser als Basis, schmeckt sogar das dunkelgrüne, vitaminreiche Schwarzkohlblatt sehr gut.

Kirschen sind ebenfalls tolle Folsäurelieferanten. Aber wegen des Fruchtzuckergehalts ist Obst bei Diabetes mit entsprechendem Vorbehalt zu genießen. Bei Getreide sollte auf Vollwertprodukte wie Dinkel und Quinoa geachtet werden. Dass gesund auch lecker sein kann, dies beweisen wir mit unserem köstlichen Quinoa Salat – das Rezept gibt es hier

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